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Aktuelles

Bauanleitung für den vielleicht kleinsten Billardtisch der Welt

6. Juli 2020

Jugendliche der Projekte TrOJAA und TrOJAA Plus in Saarbrücken wissen sich zu helfen

Wie jede Woche sitzen die Jugendlichen der beiden Projekte mit ihren AnleiterInnen und SozialpädagogInnen zusammen und reflektieren die vergangene bzw. planen die anstehende „Arbeitswoche“. Dabei werden abgeschlossene Projekte bewertet und neue Projektideen und Aktivitäten überlegt und vorbereitet. Wie immer geht es in der Runde sehr lebhaft zu und bei der Abfrage der sportlichen Aktivitäten werden die Vorschläge Fußball spielen, Badminton spielen und Billard spielen durcheinander in den Raum geworfen. Die SOS-Mitarbeitenden haben Mühe, die Gruppe in ihrem Eifer zu bremsen. 

Cool: der vielleicht kleinste Billardtisch der Welt entsteht

Cool: der vielleicht kleinste Billardtisch der Welt entsteht

„Wir sind ja froh, dass ihr so aktiv sein wollt, aber bei dem Wetter draußen Fußball spielen…? Ihr seid doch die ersten, die sich beschweren, wenn wir euch raus scheuchen“, merkt Markus Arndt, einer der Anleiter, schmunzelnd an. Auf seine Nachfrage, wo sie denn Billard spielen wollen, meinen zwei der Jugendlichen grinsend: „Na hier in der Nähe ist doch eine Spielothek… Die Kneipe um die Ecke ginge auch, da könnten wir zwischendurch sogar ein Bierchen trinken“. “Das würde euch so passen, ihr Witzbolde“, kommentiert Steven Schmidt, einer der Sozialpädagogen, diesen scherzhaften Vorschlag. „Dann bleibt es im Moment beim Badminton und ich kümmere mich um die Sporthalle“, beendet der Sozialpädagoge die Abfrage.

Ein Billiardtisch im Miniatur-Format entsteht

Doch die Idee mit dem Billard sorgt für weitere Überlegungen unter den Mitarbeitenden. „Du hattest doch vor einem Jahr so etwas Ähnliches mit unseren Jugendlichen gemacht“, überlegt Schmidt laut weiter. „Stimmt, da hatten wir eine Tischtennisplatte gebaut, weil die Teilnehmenden damals ähnlich lustige Ideen hatten“, bestätigt der Kollege Arndt die Frage und ergänzt:  „Tja, dann bauen wir jetzt eben einen Billardtisch in Miniaturausgabe.“

Gleich am nächsten Tag stellt der Anleiter den Jugendlichen das Vorhaben vor und bespricht mit ihnen, wie der Billardtisch maßstabsgetreu verkleinert werden kann und welches Material gebraucht wird. „Das heißt, wenn der Tisch fertig ist, können wir da echt drauf spielen?“ fragt Mojtaba, einer der Jugendlichen, skeptisch nach. „Klar, das ist doch Sinn und Zweck der Aktion! Und dann machen wir ein Turnier!“, antwortet sein Teilnehmerkollege Elias. Zusammen mit ihrem Anleiter erstellen die Jugendlichen den Bauplan für den Billardtisch. Der Grundkörper soll aus Holzplatten und Holzleisten hergestellt werden, die Holzkugeln sowie die Queue fertig im Bastelladen eingekauft und grüner Balkonteppich aus dem Baumarkt als Bezug genutzt werden. Gewindestangen und Achtkantmuttern bilden die Füße des Tisches und als Clou werden kleine Gemüsegläser als Auffangbehälter für die Kugeln eingeplant.

Sägen, schrauben, schleifen

Mojtaba und Elias sind mit Eifer bei der Sache und erweisen sich als geschickte  Helfer. Es wird gesägt, geschraubt, geklebt, geschliffen und gebohrt und nach ca. einer Woche Bauzeit ist der Billardtisch fast fertig. „Wow, sieht echt cool aus“, resümieren die beiden Jungs stolz ihr Werk. „Jetzt brauchen wir nur noch sechs leere Gläser Gemüsebrühe als Auffangbehälter für die Billardkugeln“, ergänzt Markus Arndt den Kommentar. Dementsprechend viele Gerichte mit dieser Zutat finden daraufhin ihren Weg auf den Speiseplan der folgenden Woche.

Nach dem Anbringen der geleerten Gläser dürfen die beiden Hauptakteure des Billardtischbaus, Mojtaba und Elias, das erste Spiel wagen. „OK, man muss sich natürlich etwas umstellen beim Spiel, aber als Alternative zu gar kein Billardspielen, ist er echt klasse“, stellt Elias am Ende des Spiel fest. Während nach und nach die anderen Teilnehmer ebenfalls eine Runde Billard spielen, machen sich die Teilnehmenden bereits Gedanken um das nächste „Verkleinerungs-Projekt“ von TrOJAA und TrOJAA plus, über das hier sicher wieder berichtet werden wird.