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Friedliches Miteinander

17. Oktober 2018

Flüchtlingshelfer-Fest im SOS-Kinderdorf Immenreuth

"Wir wollen heute feiern, dass uns in Immenreuth und Kemnath die Aufnahme von geflüchteten Menschen so gut gelungen ist", betonte Holger Hassel beim Flüchtlingshelfer-Fest im SOS-Kinderdorf in Immenreuth.

Gruppenfoto vom Helferfest

Kinderdorfleiter Holger Hassel (rechts) freut sich, Regina Kestel, David Runschke, Josef Hecht, Anita Heindl, Stefan Hartung, Jutta Deiml, Jessika Wöhrl Neuber und Heidrun Schelzke-Deubzer (von rechts) beim Flüchtlingshelfer-Fest im SOS-Kinderdorf begrüßen zu können.

"Wir haben ein friedliches Zusammenleben mit ihnen entwickelt und mit vereinten Kräften ihre Integration in unsere Gesellschaft gefördert", sagte der Kinderdorfleiter. Gerade in einer Zeit, in der Gruppierungen mit rechtem Gedankengut versuchen, Ängste zu schüren und Stimmung zu machen gegen Menschen, die eine andere Hautfarbe haben oder eine andere Sprache sprechen, sei dieses Helferfest ein wichtiges Zeichen.

In Immenreuth und Kemnath seien Integration und Inklusion in beeindruckender Weise gewachsen und an vielen Stellen schon gelungen. "Dazu haben in besonderer Weise die ehrenamtlichen Helferkreise in Kemnath und Immenreuth beigetragen", erklärte Hassel. Sie haben die Neubürger bei Deutschkursen, Arztbesuchen und Hilfsdiensten, Begleitung zu Ämtern und Einkäufen unterstützt.

"Um das Zusammenleben der unterschiedlichen Menschen weiter zu fördern, schuf das SOS-Kinderdorf mit Spendenmitteln ab Oktober 2016 für Stefan Hartung die Stelle eines Koordinators für Flüchtlingshilfe", sagte Hassel. "Es war uns ein besonderes Anliegen, neben der Einzelfallhilfe auch die Arbeit der Ehrenamtlichen zu unterstützen, ihre Helfertreffen zu begleiten und die Vernetzung der Helfer in der Region voranzubringen." So konnte erreicht werden, dass die Geflüchteten rasch Deutsch lernten und die Kinder gut in Kindergarten und Schule integriert wurden. Viele der Geflüchteten konnten erfolgreich in Jobs oder Praktika vermittelt werden.

Hassels Dank galt Anita Heindl aus Kemnath. Sie ist Ansprechpartnerin für dezentrale Unterkünfte im Altlandkreis Kemnath, Hausverwalterin und "Mädchen für alles". "Wir haben in unserer Gemeinde Immenreuth keine Probleme", berichtete zweiter Bürgermeister Josef Hecht im Hinblick auf die Flüchtlinge. Kemnaths dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer sprach den Helfern Anerkennung aus: "Sie zeigen, dass Integration gelingen kann." Abteilungsleiterin Regina Kestel vom Landratsamt Tirschenreuth gab bekannt, dass seit Dienstag David Runschke als Integrationslotse Ansprechpartner für ehrenamtliche Helfer im Landkreis ist. An Holger Hassel übergab sie eine Spende von Landrat Wolfgang Lippert.

"Es gefällt uns hier sehr gut", sagte Akeed Ihmad Haji, als er sich im Namen aller Geflüchteten für die große Unterstützung bedankte. Er ist seit drei Jahren in Deutschland. Seit zwei Jahren wohnt er in Kemnath.  Herzlich lud er alle ein, bei kurdischen Tänzen mitzumachen. Gemeinsam bereiteten die Asylbewerber mit Helfern auch Pute, Salate und Fladenbrot zu. Fleisch und Wurst hatte Max Ponnath gestiftet. Für die Musik sorgte Klaus Rosner von der Kreismusikschule Tirschenreuth. Jessika Wöhrl-Neuber vom Familienzentrum Mittendrin "zauberte" den Kindern Glitzer-Tatoos auf die Haut.

Vielen Dank an Josef Zaglmann / Kemnath für die Abdruckgenehmigung seines Artikels