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SOS-Kinderkrippe Huckelriede
SOS-Kinderdorffamilien und Wohngruppen

Das Herzstück der SOS-Kinderdorfarbeit

In unseren Kinderdorffamilien und Wohngruppen leben aktuell rund 80 Kinder und Jugendliche. Jede Gruppe bewohnt ein helles, großzügiges Haus auf unserem Gelände. Und jedes Kind hat ein eigenes Kinderzimmer, das es gemeinsam mit den Mitarbeitenden selbst gestalten kann. Die Wohnräume laden dazu ein, gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen: am großen Esstisch, in der Spiel- und Lernecke oder auf dem gemütlichen Sofa mit Blick auf den eigenen Gartenbereich. Die Gruppen versorgen sich selbständig und die Kinder und Jugendlichen werden nach Alter und Fähigkeit in hauswirtschaftliche Tätigkeiten eingebunden, um Schritt für Schritt ihren Weg in ein selbständiges und verantwortliches Leben zu gehen. 

Für Geschwisterkinder bieten wir vielfältige Möglichkeiten. Sie können zum Beispiel gemeinsam in einer Kinderdorffamilie aufwachsen oder sich in unterschiedlichen Wohnformen individuell entwickeln und sich trotzdem regelmäßig sehen und besuchen. Durch unser vielseitiges Angebot können wir zeitliche oder auch dauerhafte Wechsel innerhalb des Kinderdorfs ermöglichen, wenn Kinder und Jugendliche im Laufe der Zeit ein anderes Angebot benötigen. Abbrüche werden so vermieden und die Chancen auf ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben nehmen zu. 

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80 Kinder und Jugendliche wachsen bei uns auf

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Drei Kinderdorffamilien und acht Wohngruppen leben auf dem großzügigen Gelände unseres Kinderdorfes in Kleve-Materborn.

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Unsere Wohngruppe mit dem Schwerpunkt Rückkehr und Verselbständigung liegt zentral in der Klever Unterstadt.

Ein respektvoller Umgang miteinander, das Übernehmen von Verantwortung und das Miteinbeziehen der Kinder in alle wichtigen Bereiche des Lebens sind wertvolle Bestandteile unserer Arbeit. Die Teams werden durch die Bereichsleitung und den pädagogischen Fachdienst der Einrichtung fachlich beraten und unterstützt. Regelmäßige Team- und Fallbesprechungen, Supervision sowie in- und externe Fort- und Weiterbildung der Fachkräfte gehören zum SOS-Standard.

Die Gründe, warum Kinder nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie bleiben können, sind ganz unterschiedlich.. Sie eint, dass sie einen familienähnlichen Rahmen brauchen, um Vertrauen aufzubauen und Sicherheit zu erfahren.

Nahezu alle Kinder und Jugendlichen, die im SOS-Kinderdorf Niederrhein leben, haben Eltern und pflegen Kontakt zu diesen. Die respektvolle und wertschätzende Arbeit mit den Herkunftsfamilien und anderen wichtigen Bezugspersonen ist ein wesentlicher und selbstverständlicher Bestandteil unserer Arbeit.

Auf Dauer zusammen leben: unsere Kinderdorffamilien  

In Kinderdorffamilien leben bis zu sechs Kinder - häufig auch leibliche Geschwister - mit einer Kinderdorfmutter oder einem Kinderdorfvater zusammen und bilden eine auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft. Durch das Zusammenleben rund um die Uhr wird die Beziehung zwischen Kinderdorfmutter oder Kinderdorfvater und den Kindern besonders intensiv und familiär.

Kinderdorfmutter oder Kinderdorfvater sind der Mittelpunkt für die Kinder, sie halten die Fäden des gemeinsamen Familienlebens in der Hand. Bis zu drei pädagogische Fachkräfte unterstützen die Kinderdorffamilie in allen täglichen Belangen. In allen Fragen der Erziehung steht zudem der pädagogische Fachdienst zur Seite. Jede Familie ist eingebettet in die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft unseres Dorfes, so dass die Kinder lernen, Mitglied einer Gemeinschaft zu sein.

Rund um die Uhr betreut: unsere Wohngruppen

In unseren Wohngruppen wohnen bis zu acht Kinder in einer Wohngemeinschaft ab Kindergartenalter bis zur Volljährigkeit. Ein Verbleib in den Wohngruppen des SOS-Kinderdorfes Niederrhein kann kurz-, mittel-, aber auch langfristig erfolgen. Ein multiprofessionelles Team aus fünf bis sechs Erzieher:innen sowie Sozialpädagog:innen stellt eine fachlich qualifizierte Betreuung der Kinder rund um die Uhr sicher. Wir schaffen ein sicheres Umfeld mit einem verlässlichen Beziehungsangebot durch das Bezugserzieher:innen-System. Mit sehr viel Geduld und Professionalität versuchen unsere pädagogischen Fachkräfte eine möglichst tragfähige  Beziehung zu den häufig belasteten und traumatisierten Kindern aufzubauen.

Vor dem Hintergrund der vielschichtigen Problemlagen haben wir unsere Wohngruppen-Angebote im Laufe der letzten Jahrzehnte weiter ausdifferenziert. So gibt es eine Aufnahme- und Klärungsgruppe, Familienorientierte Wohngruppen, Kinder- und Jugendwohngruppen, eine Intensivwohngruppe und eine Wohngruppe mit den Schwerpunkten Verselbständigung und Rückkehr in die Herkunftsfamilie. In allen Wohngruppen gibt es klare Tagesstrukturen sowie einfache, klare und nachvollziehbare Regeln. 

Unsere Wohngruppen im Überblick

Aufnahme- und Klärungsgruppe

Mit der Aufnahme- und Klärungsgruppe haben wir einen sicheren Ort geschaffen, an dem die Kinder und Jugendlichen, die zu uns kommen, erst einmal ankommen können. Unsere pädagogischen Fachkräfte nehmen sich intensiv Zeit, um die Kinder und Jugendlichen ganzheitlich zu verstehen und kennenzulernen. Durch genaue Beobachtung und Gespräche sowie einem regen Austausch mit allen Beteiligten ergibt sich im Laufe der Zeit ein immer deutlicheres Bild davon, welches Umfeld das Kind oder der Jugendliche benötigt, um gut aufwachsen zu können. Durch diese Klärungsphase werden die Grundlagen für dauerhafte Lösungen geschaffen, die positive Entwicklungen erst möglich machen.

Familienorientierte Wohngruppen

In unseren drei Familienorientierten Wohngruppen leben bis zu sieben Kinder, die bei der Aufnahme zwischen vier und zehn Jahre bzw. zwischen sechs und zehn Jahre alt sind. Das Angebot ist insbesondere auch für Geschwisterkinder vorgesehen, um deren spezielle Bindung und Beziehung zu erhalten und zu fördern. Um ein größtmögliches Maß an Kontinuität zu gewährleisten, sollte von einer mittel- bis langfristigen Unterbringung ausgegangen werden können. Besonders ist auch, dass die Teamleitung an mehreren aufeinander folgenden Tagen, auch an Wochenenden, im Tagesdienst arbeitet. Dadurch finden die Kinder eine konstante Bezugsperson vor, die die Woche gemeinsam mit ihnen verbringt. Jede Wohngruppe entwickelt ihre eigene Familienkultur. Der verlässliche und familiäre Rahmen ermöglicht gutes Aufwachsen und Teilhabe.

Altersgemischte Wohngruppe

In unserer altersgemischten Wohngruppe leben bis zu acht Kinder ab Grundschulalter, die mit einer langfristigen Perspektive in unsere Einrichtung kommen. Die Kinder werden über einen langen Zeitraum des Heranwachsens von einem konstanten Team bestehend aus Erzieher:innen und Sozialpädagog:innen entsprechend ihrer individuellen Bedarfe gefördert. Durch eine annehmende pädagogische Grundhaltung und eine positive Gruppenathmosphäre bieten wir den Kindern und Jugendlichen ein verlässiches Lebens- und Lernfeld. Die Kinder und Jugendlichen können in ihrer Entwicklung reifen, sich als Teil einer Gemeinschaft entfalten. So werden sie zu eigenständigen und selbstbestimmten Persönlichkeiten, die später in der Lage sind, ein zufriedenes Leben zu führen.

Jugendwohngruppe

Das Team der Jugendwohngruppe im SOS-Kinderdorf Niederrhein bietet acht Jugendlichen ab zwölf Jahren bis zur Volljährigkeit Platz. Jugendliche können das Leben in den eigenen vier Wänden erproben. Dazu steht ein Einzelappartment auf unserem Gelände zur Verfügung. Dieser geschützte Rahmen gibt Halt und schafft doch Eigenständigkeit. Unsere Betreuten können sich individuell auf die Selbständigkeit und das Erwachsenwerden vorbereiten. Im Anschluss an das Leben in der Jugendwohngruppe ist ein Wechsel in den Verselbständigungsbereich mit sechs Einzelappartements in der Klever Unterstadt möglich, um die nächsten Schritte im eigenen Leben zu gehen.

Kinderwohngruppe

Sie­ben Kin­der ab Kin­der­gar­ten­al­ter bis zum Alter von etwa zwölf Jah­ren wer­den in unserer Kinderwohngruppe be­glei­tet. Der Schwer­punkt liegt hier auf den spe­zi­el­len Be­dürf­nis­sen jun­ger Kin­der und deren in­di­vi­du­el­ler För­de­rung und Be­glei­tung. Im geschützten Rahmen der Kinderwohngruppe erleben die Kinder ein sicheres Wohnumfeld. Das pädagogische Team sorgt für eine liebevolle und kindgerechte Wohnathmosphäre und bietet einen Ort der individuellen Reifung. Mit Erreichen der Pubertät besteht für die jungen Menschen die Möglichkeit des Umzugs in zum Beispiel die Jugendwohngruppe.

Intensivwohngruppe für psychisch belastete Kinder

Sie­ben Kin­der mit psy­chi­schen Vor­be­las­tun­gen wer­den in einem in­ten­si­ven Rah­men be­treut. Ein Kon­zept mit trau­mathe­ra­peu­ti­schen Ele­men­ten, ein kla­rer, gut struk­tu­rier­ter Ta­ges­ab­lauf und die enge Zu­sam­men­ar­beit mit an­de­ren In­sti­tu­tio­nen wie Kliniken, Ärzt*innen und Therapeut*innen bie­tet ein heil­sa­mes Klima für die Kinder und Jugendlichen. So bekommen sie die Sicherheit für sich und ihr Leben, die sie in den ersten Jahren nicht bekommen haben. Ziel ist es, dass die Kinder und Jugendlichen trotz ihrer schlechten Startchancen ihr Leben so eigenständig wie möglich in die Hand nehmen können.


Unsere Wohngruppe „Kermisdahl“

In der Wohngruppe „Kermisdahl“ werden sieben Mädchen und Jungen in der Regel ab zwölf Jahren intensiv betreut, die kurz- bis mittelfristig nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können und für die eine Rückkehr angedacht ist.

Auch werden Jugendliche aufgenommen, die sich im Verselbständigungsprozess befinden. Die pädagogischen Fachkräfte nehmen sich Zeit, um gemeinsam mit den Jugendlichen an ihrer Entwicklung zu arbeiten. Sie bieten umfassende individuelle und zielgerichtete Förderung. So gelingt den Jugendlichen der Schritt zur Rückkehr in die Herkunftsfamilie oder in die Verselbständigung. In den angrenzenden Zimmern mit Einzelbad und Kühlschrank kann das Leben in den eigenen vier Wänden erprobt werden.

 Sein Leben eigenständig zu führen  - das ist das Ziel der pädagogischen Jugendarbeit im SOS-Kinderdorf Niederrhein.

Unsere Verselbständigungsappartements

Für Jugendliche und junge Erwachsene, die noch Unterstützung für ein selbständiges Leben suchen, bietet der Verselbständigungsbereich den passenden Rahmen.

Jedem Jugendlichen steht ein Einzelappartement mit Kochnische, Bad und WC zur Verfügung. Bei Problemen des täglichen Lebens und der Entwicklung einer persönlichen und beruflichen Perspektive erhalten sie Unterstützung und Beratung durch unsere pädagogischen Fachkräfte.  

Voraussetzung für die Aufnahme ist die Gewährung von Hilfen zur Erziehung oder Hilfen für junge Volljährige durch das zuständige Jugendamt.

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