[---Image_alt---] 19152_KD Worpswede_Torsten Kollmer_IMG 0052-2
Frühe Hilfen: Spielen zu Hause

Gemeinsames Spielen fördert eine positive Eltern-Kind-Bindung

„Spielen zu Hause“ wurde ursprünglich in den Niederlanden entwickelt. SOS-Kinderdorf e.V. hat diese Idee vor einigen Jahren aufgegriffen und in verschiedenen Städten Deutschlands erfolgreich umgesetzt.
Seit Anfang des Jahres 2016 bieten wir auch im Kreis Kleve „Spielen zu Hause“ an - in enger Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule Rhein-Waal, Fachbereich Kindheitspädagogik. Studierende kommen als Spielbegleitung über einen Zeitraum eines Semesters einmal wöchentlich in eine Familie, um dort für ca. zwei Stunden mit Eltern und Kindern zu spielen. Im Projektverlauf gibt es für die beteiligten Familien die Möglichkeit von Familientreffen und ein Spielfest im SOS-Kinderdorf-Zentrum „Kalkarer 10“.

Weshalb „Spielen zu Hause“?

Spielen heißt sich entwickeln. Kinder erwerben im Spiel neue Fähigkeiten, sammeln Erfahrungen mit ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen. Und Spielen macht Spaß!
Gestartet wurde das Projekt Anfang letzten Jahres in ganz kleinem Rahmen aus Eigenmitteln. Dank einer großzügigen Anschubfinanzierung durch die Commerzbank-Stiftung können wir „Spielen zu Hause“ nunmehr für ein Jahr in bis zu 20 Familien anbieten.

Spielen zu Hause – ein präventives Angebot für …

  • alle Eltern mit Kindern im Alter von null Monaten bis drei Jahren – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder dem sozialen Status
  • Familien, deren Kinder nicht in einer Kita oder Tagespflege betreut werden
  • Familien in besonderen Lebenssituationen, wie zum Beispiel Zuzug aus anderen Kulturen, Alleinerziehende, Arbeitslosigkeit … Ihnen gilt unsere verstärkte Aufmerksamkeit.
  • Die Teilnahme ist freiwillig

Wie sieht ein Spielbesuch aus?

  • Ankommen, Hören und Schauen was gerade die Situation ist, das Interesse des Kindes ist …
  • Anknüpfend an das Interesses des Kindes: gemeinsame Spielsequenzen gestalten, je nach Alter des Kindes und Aufmerksamkeitsspanne zum Beispiel mehrere kurze Spielsequenzen anbieten
  • gegen Ende des Spielbesuchs: gemeinsame Gestaltung des Spieltagebuchs: was war heute das Besondere? Was hat das Kind Neues entdeckt oder gezeigt
  • Abschied und Verabredung zum nächsten Spielbesuch

Was haben Kinder und Eltern davon? Sie ….

  • verbringen bewusst und aktiv Zeit miteinander und haben gemeinsam Spaß
  • entwickeln im Miteinander kreative Spieleideen
  • festigen ihre Bindung und Beziehung zu einander
  • Kinder machen neue Erfahrungen und werden in ihrer Entwicklung angeregt
  • Eltern haben die Möglichkeit zum Austausch und erfahren Neues zur (Spiel)Entwicklung ihres Kindes

    „Spielen zu Hause“ wurde ursprünglich in den Niederlanden entwickelt. SOS-Kinderdorf e.V. hat diese Idee vor einigen Jahren aufgegriffen und in verschiedenen Städten Deutschlands erfolgreich umgesetzt.