Aktuelles

Zertifikat für die Berufliche Bildung

11. November 2019

Auditor lobt engagierte Begleitung junger Erwachsener 

Für weitere fünf Jahre hat das SOS-Kinderdorf Niederrhein das so genannte AZAV-Trägerzertifikat für die Angebote der beruflichen Bildung erhalten. Hinter der Abkürzung verbirgt sich die „Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung“. Mit der Verordnung verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, eine hohe Qualität von Arbeitsmarktdienstleistungen und Angeboten von Bildungsträgern zu gewährleisten. Sabine Hanke hat als Bereichsleiterin Berufliche Bildung beim SOS-Kinderdorf Niederrhein den Zertifizierungsprozess eng begleitet und dem Auditor an vier Tagen die Angebote an unseren Standorten in Kleve und Kevelaer gezeigt. 

Im Interview: Sabine Hanke, Bereichsleiterin Berufliche Bildung beim SOS-Kinderdorf Niederrhein.

Warum ist die AZAV-Zulassung wichtig?

Sabine Hanke, Bereichsleiterin Berufliche Bildung beim SOS-Kinderdorf Niederrhein.

Sabine Hanke, Bereichsleiterin Berufliche Bildung beim SOS-Kinderdorf Niederrhein.

Die Zulassung benötigen alle Träger beruflicher Bildungsangebote, die von den Arbeitsagenturen oder Jobcentern gefördert werden. Dies gilt unabhängig davon, ob sie sich an Ausschreibungen beteiligen, Maßnahmen anbieten, die mittels Bildungs- oder Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein gefördert werden oder Angebote im Rahmen einer Projektförderung durchführen. Das heißt: nur mit der AZAV-Zulassung können und dürfen wir Angebote der beruflichen Bildung anbieten und durchführen.  

Frage: Wie läuft eine AZAV-Prüfung ab?

Die Prüfung erfolgt durch eine Fachkundige Stelle im Rahmen eines festgelegten Verfahrens. Mittels einer Antragsprüfung wird zunächst festgestellt, ob alle Anforderungen der AZAV abgedeckt werden. Danach erfolgt ein Zulassungsaudit – also eine Prüfung vor Ort. In diesem werden durch einen Auditor einzelne Interviews geführt sowie Dokumente und Aufzeichnungen eingesehen. Konkret wurden bei uns vier Tage lang unsere Angebote der beruflichen Bildung im Rahmen einer repräsentativen Auswahl an allen Standorten in Kleve und Kevelaer überprüft: Von der Berufsvorbereitung, über den Bereich Reha, die Floristik, der Hauswirtschaft, bis hin zu Schulmensa, in der wir ausbilden und umschulen, wurden mit möglichst vielen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gespräche geführt. In diesen wurden unter Einsicht unserer Maßnahmendokumente konkret überprüft, ob die Qualitätsvorgaben durchgehend eingehalten werden. Der Auditor hat sich zum Beispiel unsere Angebotswerbung und Informationsmaterialien für  unsere Teilnehmenden angeschaut und sich nachweisen lassen, dass die Umsetzung der Maßnahmenkonzepte zum Beispiel anhand der Klassenbuchdokumentation den Standards entsprechen.

Frage: Was ist dem Auditor ganz besonders aufgefallen?

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Ganz besonders gelobt wurden vom Auditor das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Identifikation mit ihren Aufgaben und unserer Einrichtung. Die durchgehend hohe Motivation und Begeisterung in der Begleitung unserer unterschiedlichen Zielgruppen wie zum Beispiel der jungen Erwachsenen sei sehr spürbar und außergewöhnlich. Das war schön zu hören!

Frage: Wie geht es jetzt weiter?

Die Trägerzulassung ist für fünf Jahre erteilt. Bis dahin werden jährlich weitere Prüfungen in geringerem Zeitumfang folgen, die unsere Qualitätsarbeit begleiten und fördern. Jetzt gilt es die Empfehlungen des Auditors umzusetzen und uns an der einen oder anderen Stelle noch weiter zu verbessern. Ganz nach dem Motto: „Nach dem Audit ist vor dem Audit “. Ich freue mich, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so offen dafür sind und damit zur Weiterentwicklung unseres Bereiches Berufliche Bildung beitragen.


Zu unseren Angeboten der Beruflichen Bildung: