Ausbildung der Pflegeberufe wird neu geregelt

18. Februar 2019

LVR-Kliniken und SOS-Kinderdorf Niederrhein sind gut vorbereitet 

2020 werden neue gesetzliche Regelungen zur Ausbildung in der Pflege in Kraft treten. Im Vorfeld haben sich jetzt rund 60 Vertreterinnen der stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, der LVR Kliniken Bedburg-Hau und des Fachseminars Altenpflege des SOS-Kinderdorfs Niederrhein im Familienforum Kermisdahl in der Klever Unterstadt getroffen. 
Bei einem Fachtag wurden sie über die Umsetzung der neuen Regelungen von der Berliner Expertin Christine Vogler informiert. Vogler ist diplomierte Pflegepädagogin, leitet die Pflegeschulen der Berliner Wannseeschulen und wurde 2018 mit dem Berliner Frauenpreis „als engagierte und erfolgreiche Vorreiterin für eine anspruchsvolle und attraktive Pflegeausbildung“ ausgezeichnet.

            Empfehlenswert: Vertragliche Kooperation zwischen Pflegeschulen und Pflegeeinrichtungen

„Insgesamt wird sich die Qualität der Ausbildung steigern, es gibt einen höheren Praxisanteil in Ausbildungsbetrieben, es gelten EU-weite Standards und die Anleitung erfolgt nur noch durch qualifizierte Pflegefachkräfte“, erläutert Vogler die gesetzliche Neuregelung. Und führt beim Fachtag in Kleve weiter aus: „Die Organisation des praktischen Teils wird mit mehr Personalaufwand verbunden sein. Deshalb ist die vertraglich abgesicherte Kooperation zwischen Pflegeschulen einerseits und den ausbildenden Pflegeeinrichtungen andererseits zu empfehlen.“ 
Künftig werden die Auszubildenden in mehreren Einrichtungen ausgebildet. Dann wird es einen Wechsel zwischen Altenheimen, ambulanten Diensten und dem Krankenhausbereich geben. 
„Damit die neue, viel breiter aufgestellte Ausbildung funktioniert, müssen sich alle beteiligten Institutionen untereinander abstimmen. Mit dem Fachtag sind wir jetzt gut vorbereitet“, sagt Ludger Geurds, Schulleiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der LVR-Kliniken Bedburg-Hau zum Abschluss des Fachtags.