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Internationaler Weltspieltag

31. Mai 2018

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Spielen fördert gutes Aufwachsen

Kinder haben ein Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung. Darauf weist auch Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention hin. Mit gutem Grund: Spielen ist unentbehrlich für die gesunde Entwicklung von Kindern. Das betont der deutsche SOS-Kinderdorfverein zum Internationalen Weltspieltag am 28. Mai. Im Spiel setzen sich Kinder mit ihrer Umwelt, ihren Gefühlen und Erlebnissen auseinander. Dabei erwerben und üben sie körperliche wie geistige Fertigkeiten. Wie wichtig das kindliche Spiel ist, wissen auch die Fachkräfte beim SOS-Kinderdorf Niederrhein. Sie unterstützen junge Eltern im Rahmen der Frühen Hilfen gezielt darin, das Spiel ihrer Kinder zu fördern.

„Eltern fällt es heute oft schwer, ihren Kindern geeignete Spielangebote zu machen“, sagt Peter Schönrock, Einrichtungsleiter beim SOS-Kinderdorf Niederrhein. „Das große Medienangebot und die Flut an Spielsachen verstellen leicht den Blick darauf, was Kinder wirklich brauchen: etwa ungestörte Zeit zum Spielen sowie Spielsachen, die ihre Sinne anregen und ihnen Gestaltungsfreiraum lassen.“ Oft sind es ganz einfache Dinge, die Kinder begeistern – auch das erfahren Eltern in den Angeboten der Frühen Hilfen beim SOS-Kinderdorf Niederrhein. So gibt es seit 2016 das Projekt „Spielen zu Hause“, bei dem StudentInnen der Kindheitspädagogik mit Eltern und Kindern gemeinsam spielen, Anregungen schaffen und die Entwicklung einer positiven Eltern-Kind-Beziehung fördern.

Eltern stärken 

Die Frühen Hilfen richten sich an Eltern mit bis zu drei Jahre alten Kindern. Sie stehen allen Familien offen, denn die Geburt eines Kindes stellt Mütter und Väter immer vor neue Aufgaben. „Es geht uns darum, Eltern zu entlasten und zu stärken. Wir wollen sie darin unterstützen, ihre elterlichen Aufgaben zu meistern“, erklärt Schönrock. Nicht zuletzt sollen die Frühen Hilfen jene Eltern unterstützen, deren Situation besonders fordernd ist, etwa Alleinerziehende. Falls Eltern im Einzelfall mal besonderen Beratungsbedarf haben, erfahren sie früh, dass und wo sie Hilfe erhalten können.

Gerechte Bildungschancen von klein auf

Der SOS-Kinderdorf e.V. setzt sich dafür ein, dass alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft gerechte Bildungschancen erhalten: Wie der Bildungsweg eines jungen Menschen verläuft, hängt in Deutschland noch sehr stark vom familiären Hintergrund eines Kindes ab. Die Kinderhilfsorganisation versteht Bildung als einen lebenslangen, ganzheitlichen Prozess. Dieser umfasst neben der unerlässlichen Schul- und Berufsausbildung auch die Persönlichkeitsentwicklung sowie die kulturelle und die Demokratiebildung. Der SOS-Kinderdorfverein sieht seine Verantwortung darin, junge Menschen auf ihrem individuellen Lebensweg zu begleiten und sie bestmöglich auf die Selbstständigkeit vorzubereiten. Familien von Anfang an gezielt durch Angebote zu unterstützen, welche die kindliche Entwicklung und eine positive Eltern-Kind-Beziehung fördern, ist dabei ein wichtiger Baustein.

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