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“Nur wenn viele gemeinsam handeln, können wir erfolgreich sein”

29. Januar 2019

Großes Interesse bei Fachkonferenz zur beruflichen Integration von Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund

Expertenrunde des Fachgesprächs

Ausgewiesene Experten führten in die Chancen und Herausforderungen der beruflichen Integration von Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund ein.

Wie können Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund besser in den Arbeitsmarkt integriert werden? Welche Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es im Kreis Kleve? Welche Hindernisse müssen beseitigt werden? All diese Fragen wurden jetzt bei der Auftaktveranstaltung “Bringing cultures together” der Landesinitiative NetzwerkW im Kolpinghaus in Kleve mit rund 60 Vertreterinnen und Vertretern regionaler Bildungs- und Sozialträger erörtert.

Eingeladen hatte das SOS-Kinderdorf Niederrhein, welches als Träger seit zehn Jahren die Landesinitiative NetzwerkW im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen koordiniert. Das “W” der Landesinitiative steht für Wiedereinstieg. Denn Ziel der Initiative ist es, den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen und Männern nach Familienzeiten zu verbessern.

Wolfgang Spreen, Landrat des Kreises Kleve, betonte in seinem Grußwort: „Für den Kreis Kleve sind die Themen der Veranstaltung sehr wichtig. Denn trotz des großen Engagements vieler Akteure, geht uns die Arbeit beim beruflichen Wiedereinstieg von Müttern und Vätern nicht aus.” Bei Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund kommen erschwerte Lebenssituationen hinzu. Fluchterfahrung, Sprachbarrieren, fehlende Bildungs- oder Berufsabschlüsse aber auch patriarchalische Familienstrukturen, in denen die Erwerbstätigkeit von Frauen bisweilen sogar unterdrückt wird, erschweren hier die Arbeitsmarktintegration. Deshalb appellierte Spreen an das Fachpublikum: „Nur wenn viele handeln, können wir erfolgreich sein. Ich möchte ausdrücklich auch dem SOS-Kinderdorf Niederrhein danken. Ich nehme das SOS-Kinderdorf Niederrhein als starken und engagierten Träger im Kreis Kleve wahr.“

Christian Parnitzke, Koordinator des „integration point“ der Agentur für Arbeit in Wesel sagte: „Jede Kundin, jeder Kunde hat eine eigene Biographie und eine eigene Lebenssituation. Wir müssen individuelle Hilfen anbieten und Angebote schaffen, damit die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt.“ Und Peter Schönrock, Einrichtungsleiter beim SOS-Kinderdorf Niederrhein, ergänzte: „Mit der Landesinitiative NetzwerkW vernetzen wir lokale Aktivitäten und ermöglichen die berufliche Teilhabe. Dabei fällt auf, dass wir im Kreis Kleve bessere Betreuungsstrukturen anbieten müssen. Längere Öffnungszeiten von Kindertagesstätten und mehr bezahlbare Plätze in der offenen Ganztagsgrundschule sind erforderlich, damit Mütter und Väter aller Kulturen die Chance haben, arbeiten zu können.“

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Ihre Ansprechpartnerin

Susann Kersten
Projektbüro Frau und Beruf, Koordination Landesinitiative NetzwerkW

SOS- Kinderdorf Niederrhein
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47533 Kleve

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