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Teilbetreutes Wohnen

Jugendliche individuell fördern

Das teilbetreute Wohnen ist ein sozialpädagogisches Angebot für Jungen ab 16 Jahren mit sieben Plätzen und orientiert sich am Bedarf des einzelnen Jugendlichen. Die Wohnform bietet einen Rahmen, um individuell auf den Unterstützungsbedarf der Jugendlichen einzugehen und Handlungsansätze zur Erweiterung der Fähigkeiten passend zur aktuellen besonderen Lebenssituation jedes Jugendlichen zu erarbeiten.

Die pädagogischen Fachkräfte begleiten und unterstützen die Jugendlichen vorwiegend am Nachmittag und Abend und sind je nach individuellem Bedarf der Jugendlichen in zeitlicher und pädagogischer Hinsicht flexibel. Zudem ist eine Rufbereitschaft jederzeit für die Jugendlichen erreichbar.

Die pädagogische Begleitung leisten die Fachkräfte zum überwiegenden Teil in doppelter Besetzung, damit die Jugendlichen ausreichend persönlichen Rat bei ihren aktuellen Anliegen, beispielsweise in den Bereichen Bildung, Beruf, Gesundheit, Finanzen und Freizeitgestaltung finden.

Die Jugendlichen werden dazu befähigt, ihre tägliche Versorgung und die Haushaltsführung eigenverantwortlich und gelingend zu gestalten. Sie erhalten die zu den verschiedenen Lebensthemen passende Anleitung und Begleitung durch unsere Fachkräfte.

Die Einrichtung ist ganzjährig geöffnet.

Partizipation und Beteiligung

Grundlage des Konzeptes der Partizipation ist der Standard des SOS-Kinderdorfvereins und Handlungsleitlinien der Jugendhilfen Erding.

Die Jugendlichen können sich an allen für sie relevanten Themen, Angelegenheiten und Entscheidungen aktiv beteiligen. Grundlage sind die Rechte der Jugendlichen. Durch Information, Transparenz und Klarheit werden Wahlmöglichkeiten, Beteiligung und Mitbestimmung möglich. Neben dem intensiven Austausch im Bezugsbetreuungssystem bieten insbesondere Themenabende, Gruppenunternehmungen und Gruppenreisen hier mögliche Foren. Im Rahmen der Partizipation steht den Jugendlichen ein Beschwerdeverfahren zur Verfügung. Zudem wählt die Gruppe einen Gruppensprecher.
Wir orientieren uns direkt an den Bedürfnissen der Jugendlichen. Entscheidungs- und Zielfindungsprozesse werden intensiv unterstützt.

Unsere Methoden sind u.a. Einzelgepräche, Zielvereinbarungen, themenzentrierte Gruppenarbeit, Alltags- und Freizeitpädagogik, therapeutische Begleitung, Krisenintervention, Erarbeitung realistischer Zukunftsperspektiven.

Durch enge Kooperation mit Schulen, Arbeits- und Jugendamt, Lehrstellen, externen Therapeuten sowie regionalen Einrichtungen und Vereinen werden die Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer Lebenswirklichkeit unterstützt. Somit kann eine Einbindung in die Gesellschaft individuell zugeschnitten gelingen.

Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem

Die Beziehung zum Herkunftssystem soll auch nach der Aufnahme eines Jugendlichen in die SOS-Jugendhilfen Erding ermöglicht und gestärkt werden.

Vorrangiges Ziel der Elternarbeit ist die Klärung der Situation zwischen den Jugendlichen und ihren Eltern. Von Beginn der Hilfe an, werden die Eltern durch regelmäßige Gespräche in den Prozess der Hilfe mit einbezogen. Der Hilfeprozess wird für das Herkunftssystem transparent und überschaubar gestaltet. Dies gilt für Eltern ebenso wie für Pflegefamilien und Vormundschaften.

Bei der Betreuung unbegleiteter Minderjähriger kommt vorrangig die Zusammenarbeit mit dem Vormund zum Tragen. Darüber hinaus unterstützen wir die Jugendlichen bei der Suche nach Angehörigen und beim Kontakthalten mit ihren Familien.

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