21906_KD-Schleswig_TorstenKollmer_03-2016_284.jpg
Innenbetreutes Wohnen

Rundum unterstützt

Das Innenbetreute Wohnen ist ein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren, die bereits in vielen Lebensbereichen selbstständig sind, sich jedoch in einer eigenen Wohnung überfordert fühlen würden und bei der Bewältigung des Alltages oder bestimmter Probleme noch Unterstützung brauchen und wünschen. Außerdem richtet sich das Innenbetreute Wohnen an Jugendliche, die aufgrund ihrer Bindungsproblematik mit der Unterbringung in einer Gruppe überfordert wären.

Drei Jugendliche haben die Möglichkeit, in einer Wohnung zu leben, die ca. zwei Gehminuten von den SOS-Jugendhilfen Erding entfernt ist.

Im Rahmen des Innenbetreuten Wohnens besteht täglicher Kontakt zu der zuständigen Betreuerin oder dem zuständigen Betreuer. Zudem ist eine Rufbereitschaft jederzeit für die Jugendlichen erreichbar.

Die Einrichtung ist ganzjährig geöffnet.

Partizipation und Beteiligung

Grundlage des Konzeptes der Partizipation ist der Standard des SOS-Kinderdorfvereins und Handlungsleitlinien der Jugendhilfen Erding.

Die Jugendlichen können sich an allen für sie relevanten Themen, Angelegenheiten und Entscheidungen aktiv beteiligen. Grundlage sind die Rechte der Jugendlichen. Durch Information, Transparenz und Klarheit werden Wahlmöglichkeiten, Beteiligung und Mitbestimmung möglich. Neben dem intensiven Austausch im Bezugsbetreuungssystem bieten insbesondere Themenabende, Gruppenunternehmungen und Gruppenreisen hier mögliche Foren. Im Rahmen der Partizipation steht den Jugendlichen ein Beschwerdeverfahren zur Verfügung. Zudem wählt die Gruppe einen Gruppensprecher.
Wir orientieren uns direkt an den Bedürfnissen der Jugendlichen. Entscheidungs- und Zielfindungsprozesse werden intensiv unterstützt.

Unsere Methoden sind u.a. Einzelgepräche, Zielvereinbarungen, themenzentrierte Gruppenarbeit, Alltags- und Freizeitpädagogik, therapeutische Begleitung, Krisenintervention, Erarbeitung realistischer Zukunftsperspektiven.

Durch enge Kooperation mit Schulen, Arbeits- und Jugendamt, Lehrstellen, externen Therapeuten sowie regionalen Einrichtungen und Vereinen werden die Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer Lebenswirklichkeit unterstützt. Somit kann eine Einbindung in die Gesellschaft individuell zugeschnitten gelingen.

Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem

Die Beziehung zum Herkunftssystem soll auch nach der Aufnahme eines Jugendlichen in die SOS-Jugendhilfen Erding ermöglicht und gestärkt werden.

Vorrangiges Ziel der Elternarbeit ist die Klärung der Situation zwischen den Jugendlichen und ihren Eltern. Von Beginn der Hilfe an, werden die Eltern durch regelmäßige Gespräche in den Prozess der Hilfe mit einbezogen. Der Hilfeprozess wird für das Herkunftssystem transparent und überschaubar gestaltet. Dies gilt für Eltern ebenso wie für Pflegefamilien und Vormundschaften.

Bei der Betreuung unbegleiteter Minderjähriger kommt vorrangig die Zusammenarbeit mit dem Vormund zum Tragen. Darüber hinaus unterstützen wir die Jugendlichen bei der Suche nach Angehörigen und beim Kontakthalten mit ihren Familien.

So erreichen Sie uns