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Aktuelles

Soviel Normalität wie möglich

2. März 2021

Für die Kinder auch in der Krise soviel Normalität wie möglich schaffen – Eltern sind sehr besorgt

Mit dem Morgenkreis und einem gemeinsamen Frühstück startet auch in diesen Zeiten der Alltag für die Kleinsten im SOS-Kindertageszentrum Neuaubing. Für alle betreuten Kinder auch in der Pandemie soviel sorgenfreie Normalität wie möglich zu schaffen, ist das wesentliche Ziel der Mitarbeiter*innen der seit Jahren fest verankerten Einrichtung im Münchner Westen.

Eine Willkommenskultur aufrecht erhalten

„Wir legen großen Wert darauf, an der gewohnten Willkommenskultur festzuhalten“, sagt Judith Lawrence. So gibt es weiterhin einen niedrigschwelligen Zugang zur Notbetreuung unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften.  Mehr als 40 Kinder sind es momentan. 77 Kinder kommen, wenn das SOS-Kindertageszentrum wie gewohnt geöffnet hat.  Inzwischen sind die Eltern wegen der schwierigen und lange anhaltenden Lage im Lockdown sehr besorgt, berichten die Fachkräfte. „Das ist eine Riesenherausforderung im Moment. Spielzeiten, pädagogische Förderungen und Ausgleich mit Freiraum zum Kindsein sind jetzt besonders wichtig“, sagt die Fachkraft für stadtteilorientierte und elternintegrative Arbeit Anna Pollich. Jeden Tag überlegen sie und ihre Kolleg*innen, wie sie mit kreativen und pädagogischen Angeboten einen Ausgleich zum stark eingeschränkten Alltag der Kinder schaffen können.

Die Fachkräfte im SOS-Kindertageszentrum unterstützen beim Homeschooling

Die Fachkräfte im SOS-Kindertageszentrum unterstützen beim Homeshooling und sind in gutem Austausch mit den jeweiligen Lehrkräften und Schulen.

Dabei kann das Team auch auf die Unterstützung der Fachdienste zurückgreifen. „Das hilft uns jetzt besonders und wir schätzen unsere vielfältigen und sehr kompetenten Kooperationspartner*innen sehr“, sagt Bereichsleiterin Judith Lawrence. Dazu zählen die Frühförderung der Lebenshilfe, die Sprachförderung und der Fachdienst der Erziehungsberatungsstelle von pro Familia. Auch mit dem Sozialbürgerhaus in Pasing ist das Team im regelmäßigen guten Kontakt für die Familien und Kinder.

Schwere Zeiten durchleben derzeit vor allem Familien, die mit vielen Kindern auf engstem Raum zusammenleben. Da ist das das regelmäßige Gespräch besonders wichtig. „Mit vielen Eltern telefoniere ich mehrmals in der Woche“, sagt Anna Pollich. „Wir wollen damit das Gefühl vermitteln, dass wir für die Familien da sind, auch um die täglichen Sorgen zu besprechen.“ Fragen haben die Eltern verstärkt zur Erziehung. „Die Kinder reagieren auf die massiven Einschränkungen; die fehlende Öffnung von öffentlichen Freizeitangeboten, die Reduktion öffentlichen Lebens und der Treffpunkte im Stadtteil erfordern ein ständiges Umorganisieren des Familienalltags“, so Judith Lawrence.

Dauerthema Homeschooling

Auch das Homeschooling ist ein Dauerthema, wenn Eltern zum Beispiel nicht mehr wissen, wie sie das benötigte Unterrichtsmaterial beschaffen sollen. Da helfen gerne auch die Mitarbeiter*innen vom SOS-Familienzentrum, das ebenfalls in dem Ladenzentrum untergebracht ist. Sie drucken Schulmaterial aus oder helfen mit Arbeits- und Bastelmaterial aus. Die Fachkräfte im SOS-Kindertageszentrum passen ihren Tagesablauf stetig den wechselnden Bedingungen des Distanzlernens an. Sie sind in gutem Austausch mit den jeweiligen Lehrkräften und Schulen und unterstützen die Kinder individuell beim Lernen. Dank großzügiger Spenden konnten vor kurzem Tablets und Laptops für die Kinder angeschafft werden und so etwas Erleichterung bei der Erledigung der Hausaufgaben verschaffen.

Besonders große Sorgen machen sich Eltern, deren Kinder den Übertritt in eine weiterführende Schule vor sich haben. „Wir spüren den Druck auf beiden Seiten, der gerade jetzt durch die Pandemie bedingt noch höher ist als sonst“, sagt Bereichsleiterin Judith Lawrence. „Die normalen Angebote wie die Tage der offenen Tür und Schnuppertage in den Schulen, die den Übergang erleichtern sollen, können derzeit nicht stattfinden. Gemeinsam mit den Schulen versuchen wir, die Eltern und Kinder beim Übergang bestmöglich zu begleiten.“

Click and Collect im Secondhand-Laden

Generell ist es den Mitarbeiter*innen ein großes Anliegen, in diesen Zeiten aktiv auf die Sorgen und Ängste der Eltern einzugehen und gemeinsame Strategien zu überlegen, wie die Kinder bestmöglich betreut werden – ob in der Notbetreuung oder zuhause. Zur Seite stehen dem SOS-Kindertageszentrum dabei auch die Kolleg*innen vom SOS-Familienzentrum, wenn es darum geht, Kleidung oder Spielsachen zu bekommen. Bereichsleiterin Judith Lawrence: „Dank Click und Collect, das wir in unserem Secondhand-Laden anbieten dürfen, können wir auch hier schnell und flexibel unterstützen.“

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