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Interkultureller Garten bekommt neuen Komposter

10. Oktober 2022

Mit zahlreichen Gartengeräten und vor allem ganz viel Motivation sind Anfang September sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Camelot Management Consultants AG gleich früh am Morgen zum interkulturellen Garten des SOS-Familien- und Kindertageszentrums Neuaubing gekommen, einem der zahlreichen Angebote von SOS-Kinderdorf München im Westen der Landeshauptstadt. „Wir sind Anfang 2022 in den Kontakt mit dem SOS-Kinderdorf Verein gekommen“, berichtete Valerie Nels, bei Camelot zuständig für den Bereich Daten in Geschäftsprozessen. Das Unternehmen wollte es dann aber nicht nur bei einer monetären Spende belassen. „Bei unseren Mitarbeitenden kam zusätzlich der Wunsch auf, sich auch ehrenamtlich zu engagieren“, so die Mitarbeiterin des Beratungsunternehmen, das zur weltweit tätigen Camelot Group gehört.

Großes Projekt im interkulturellen Garten

Recht schnell sei dann der Kontakt mit SOS-Kinderdorf München zustande gekommen. „Wir haben uns sehr über den Vorschlag gefreut, im interkulturellen Garten bei einem größeren Projekt mithelfen zu können“, sagte Valerie Nels. „In unserem interkulturellen Garten gibt es immer wieder viele Möglichkeiten zur Unterstützung. Da ist jeder ehrenamtliche Handgriff eine wertvolle Hilfe“, sagte Judith Lawrence, Bereichsleitung des SOS-Familien- und Kindertageszentrums Neuaubing, zu dem tollen Engagement.

Neuer Komposter muss her

Die Hauptaufgabe stellte das Team zunächst vor eine große Herausforderung. Ziel war es, einen bestehenden Komposter aus Holz umzusetzen beziehungsweise um zwei weitere Fächer zu ergänzen und den alten Kompost anschließend umzuschichten. Dafür sollten als erstes sechs große lange Holzpfosten mindestens 55 Zentimeter tief sowie weitere vier bis sechs Pfosten nicht ganz so tief in die Erde gebracht werden.

Steiniger Boden bringt ins Schwitzen

„Der Boden hier ist leider sehr angereichert mit Kies und Steinen“, sagte Elisabeth Kraft, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei SOS-Kinderdorf München und zuständig für die Organisation des interkulturellen Gartens, der sich längst zu einem beliebten Treffpunkt für viele Familien, Generationen und Kulturen im Stadtteil entwickelt hat. „Das Einschlagen der Pfosten bringt einen sicherlich ganz schön ins Schwitzen.“ Umso toller sei es, so Elisabeth Kraft, dass sich ein Team gefunden habe, ehrenamtlich und mit viel Tatkraft und Energie die notwendige und wichtige Aktion umzusetzen. Zudem half ein Mitarbeiter von Camelot noch dabei, im Bauwagen ein neues Holzregal einzubauen.

Hausbau-Experte mit im Team

Nach einer herzlichen Begrüßung und kurzen Stärkung mit Kaffee und Butterbrezen ging es dann auch schon los. Als erstes mussten die Löcher für die Pfosten gebohrt werden. „Wir sind froh, dass es heute so schön und trocken ist“, sagte Valerie Nels. Ein glücklicher Zufall sei außerdem, dass ein Kollege dabei sei, der Erfahrung mit so einer Aufgabe und zudem die notwendigen Geräte mit im Gepäck habe.
„Ich habe vor kurzem erst mein Haus selber gebaut. Da bleibt ein bisschen was hängen“, bestätigte Kollege Thomas Poltnigg. Für die ehrenamtliche Aktion im interkulturellen Garten habe er unter anderem einen Akkuschrauber, eine Handkreissäge, Flex und Säbelsäge für Holz sowie einen Vorschlaghammer mitbringen können, so Poltnigg, bei Camelot zuständig für die Leitung Bereich Datenqualität. Poltnigg gab dann auch wertvolle Tipps, wie die verschiedenen Geräte am besten gehandhabt werden sollten und wie der Ablauf für den Holz-Komposter am besten gelingen könne.

„Eine ganz besondere Leistung“

Nach ein paar schweißtreibenden Stunden später, ein wenig Sonnenbrand auf Armen und im Gesicht sowie einer kurzen Pizza-Pause in der Mittagszeit war es dann soweit: Der neue Komposter sowie das Regal im Bauwagen waren gebaut und aufgestellt. „An diesem heißen Tag eine ganz besondere Leistung“, freute sich Elisabeth Kraft und bedankte sich herzlichen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Camelot.

Im Garten fehlen noch Schattenplätze

Wünschen würde sich die Gartenexpertin nun noch, dass der neue Komposter mit Weinreben bepflanzt werden
könnte. „Das würde Schatten spenden, den auch der Kompost braucht.“ Generell würde sich Elisabeth Kraft mehr Schatten im interkulturellen Garten wünschen, in dem sich derzeit knapp 20 Familien und Einzelpersonen unterschiedlichen Alters und verschiedener Nationalitäten mit gesundem Beerenobst, Gemüse und Kräutern versorgen. Auch Gemeinschaftsflächen sind möglich. „Hier verteilt sich die Arbeit auf mehrere Schultern“, so Elisabeth Kraft. „Aber schattige Plätze fehlen ein wenig.“ Die Gartenexpertin könnte sich beispielsweise vorstellen, dass im Garten noch Hecken mit wildem Holunder gepflanzt würden: „Diese spenden Schatten und dienen den Vögeln als Nistplätze.“

Motiviert und voller Tatkraft entsteht der neue Komposter: