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Aktuelles

„Der persönliche Kontakt trägt auch in der Krise!“

9. April 2020

Familien suchen weiterhin die Unterstützung in den SOS-Kinderdorf Einrichtungen im Münchner Osten

Die Corona-Krise belastet seit Wochen die Menschen in Deutschland. Besonders schwierig wird es, wenn Sprachbarrieren hinzu kommen. Das haben die Mitarbeiter*innen der SOS-Kinderdorf Familienzentren und des Kindertreffs in Riem, in der Messestadt Ost und in Berg am Laim vor allem zu Beginn der Krise erlebt, als Schulen, Kindergärten und soziale Einrichtungen schließen mussten. „Manche Familien mit Migrationshintergrund haben sich anfangs nicht getraut, spazieren zu gehen oder sogar die Fenster zu öffnen“, berichtet Yvonne Lüders, Leiterin des Bereichs Offene Familienhilfen im Münchner Osten.

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„Der persönliche Kontakt trägt auch in der Krise!“

„Uns kommt jetzt zugute, dass viele Familien, die in unserer Nähe wohnen, bereits einen engen Bezug zu den Familienzentren haben und schon länger regelmäßig unsere Förderangebote wahrgenommen haben“, sagt Yvonne Lüders. Die Familien hätten dadurch Vertrauen zu den Mitarbeiter*innen aufgebaut. „Der persönliche Kontakt trägt auch in der Krise!“.

Seit der Schließung wird regelmäßig mit Familien telefoniert, die in den Einrichtungen gut bekannt sind, um zu hören wie es ihnen geht. Davon profitieren auch belastete Familien, denn in Notsituationen kann schnell und kreativ geholfen werden. Beispielsweise den Familien, die aufgrund von Kurzarbeit oder Kündigung des Arbeitsplatzes in finanzielle Not geraten sind.. „Bei sehr hohem Bedarf unterstützen wir mit Gutscheinen und Auszahlungen für Lebensmittel“, erzählt Yvonne Lüders.

An ihre Grenzen kommen Familien, die sehr beengt wohnen. Manche Familien leben mit drei Kindern auf 40 Quadratmetern. Eine Mutter ist die meiste Zeit des Tages mit ihren sieben Kindern allein. „Wir telefonieren viel, das hilft“, sagt Yvonne Lüders. Per WhatsApp gibt es Spiel- und Bastelanregungen und Unterstützung bei den Hausaufgaben. Für die kleineren Kinder wurden Videobotschaften mit Liedern verschickt, die zuhause gesungen werden können anstatt wie sonst in den Gruppenstunden. Von den Mitarbeiter*innen des Kindertreffs und der Erziehungsberatungsstelle Riem  wurde eine Challenge gestartet mit Aufgaben, die die Kinder beschäftigen und vor allem auch Spaß machen sollten. Wie zum Beispiel: Baue einen Turm aus Klopapier und fotografiere ihn! „Wir haben tolle Bilder bekommen“, sagt Mitarbeiterin Anna Strecker.

Auch während der Osterferien werden die Kontaktangebote  fortgeführt

 „Wir fürchten leider, dass sich die Situation in der Ferienzeit in manchen Familien eher verschärft bzw. verschlechtert“, sagt Yvonne Lüders. In den Osterferien sind die Familienzentren über die bekannten Telefonnummern für alle interessierten Familien weiterhin zu erreichen.

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