Heilpädagogische Wohngruppen
Die heilpädagogische Gruppe versteht sich als Schutz- und Lernraum für Kinder und Jugendliche. Im Rahmen einer adäquaten Grundversorgung finden sie emotionale Zuwendung und erfahren Hilfe und Unterstützung in der Bewältigung des Alltags. Die Gruppe ist ausgelegt für maximal 6 Kinder (im Alter von 6 Jahren bis zur Verselbstständigung), die von einem mindestens fünf-köpfigen Team von pädagogischen, heilpädagogischen und sozialpädagogischen Fachkräften sowie Erziehern / Erzieherinnen und Heilerziehungspflegern / Heilerziehungspflegerinnen betreut wird. Häufig sind auch Praktikantinnen und Praktikanten sowie Teilnehmende des Bundesfreiwilligendienstes Teil der Teams.
Ressourcenorientierung und Bindungsangebot
Es wird in der Gruppe nach einem Bezugserziehermodell gearbeitet. Diese(r) jeweilige Mitarbeitende achtet besonders auf alle organisatorischen, schulischen und medizinischen Bedarfe des Kindes, nimmt an der Hilfeplanung teil, bietet ein verlässliches und kontinuierliches Beziehungsangebot an und gibt so den nötigen emotionalen Halt für das Bezugskind.
Kinder mit leichten körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen, meist auch traumatisierte Kinder mit drohender Behinderung, finden in dieser Gruppe ein neues Zuhause. Eine ganzheitliche Entwicklung sowie individuelle Bedingungen werden in der täglichen Arbeit mit den Kindern berücksichtigt. Das ressourcenorientierte pädagogische Handeln der Fachkräfte in der heilpädagogischen Wohngruppe zielt darauf ab, den Kindern Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und sie in ihren Entwicklungsprozessen zu unterstützen und zu begleiten.
Räume zum Wachsen
Gemäß § 36 SGB VIII werden die Hilfeplanziele zwischen Jugendamt, Kindern und Jugendlichen, Personensorgeberechtigten und der Einrichtung vereinbart. Die pädagogische Unterstützung und Förderung orientiert sich an diesen Zielen und setzt diese um. Ziele und Zielerreichung werden in regelmäßigen Abständen gemeinsam überprüft und an den ggfs. veränderten Hilfebedarf angepasst.
Neben einem integrierten Spiel- und Förderzimmer stehen weitere Räumlichkeiten (Bewegungshalle, Therapiezimmer, Bälle-Bad, Kunst- und Kreativräume, Holz- und Töpferwerkstätten, Räume für geschlechtsspezifische Einzel- und Gruppenarbeit) zur Verfügung. Im Außenbereich wird dieses Angebot durch einen großen Spielplatz, einen Basketballplatz sowie Fußballplatz zur Förderung der Kinder und Jugendliche ergänzt.
Zusätzliche Unterstützung wird durch den pädagogischen Fachdienst im Zuge der Elternarbeit gewährleistet. Das SOS-Kinderdorf Lippe kooperiert darüber hinaus mit verschiedenen Kinder- und Jugendpsychiatrien. Ein festes Netz an unterstützenden Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Frühförderern ergänzt unsere pädagogische Arbeit.
Das Team der heilpädagogischen Wohngruppe erhält neben der fachlichen Unterstützung und Beratung durch die Bereichsleitung, den Fachdienst sowie externe Therapeuten regelmäßig Supervision. Fort- und Weiterbildungen des Teams gehören zum Standard des SOS-Kinderdorf e.V.
