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Aktivierungs-, Stabilisierungs-, und Integrationsmaßnahmen

Unterstützung bei der Ausbildung

Die ortsansässige Agentur für Arbeit oder das Jobcenter Lippe sind die Kostenträger der Maßnahmen/Projekte. Sie prüfen die Voraussetzungen der an einer Ausbildung interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen und nehmen die Zuweisungen vor.

Finde deinen Weg

Ziel des Projekts „Finde deinen Weg“ ist es, jugendliche erwerbsfähige Leistungsberechtigte für eine berufliche Qualifizierung und/oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu motivieren und schrittweise an den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt heranzuführen.

Dabei ist die Entwicklung von positiven sozialen Beziehungen entscheidend dafür, dass die Teilnehmer den Ort des Projektes gerne aufsuchen. Alle Mitarbeiter des Trägers treten den Teilnehmenden wertschätzend entgegen. Die Mitarbeiter nehmen sich Zeit, hören dem Teilnehmer zu und schaffen so eine vertrauensvolle Beziehung, die durch Lob und Anerkennung gekennzeichnet ist.

Darauf aufbauend kann das Interesse der Teilnehmer für das Projekt und deren Inhalte geweckt und ihre Bereitschaft zur kontinuierlichen Mitarbeit gesteigert werden. In diesem Feld komplexer Handlungsbedingungen sollen die Teilnehmer, vor allem jene mit intellektuellen Hemmnissen, eine auf ihre individuelle Problemlage zugeschnittene Hilfestellung in Form eines abgestimmten Projektpaketes erhalten. Ein wesentliches Element hierbei ist die aktive Einbeziehung der Betroffenen in die Planung, Zielvereinbarung und Umsetzung von niedrigschwelligen Angeboten. Die Mitarbeiter arbeiten mit viel Lob und Anerkennung und nehmen kleine Erfolge der Teilnehmer wahr. So erfahren die Teilnehmer, dass ihre Arbeitsergebnisse Anerkennung finden und sie selbst für die geleistete Arbeit wertgeschätzt werden. Ihr Engagement lässt sich vor allem dann gewinnen, wenn bereits nach kurzer Zeit konkrete Ergebnisse sichtbar werden, z. B. wenn ein Produkt (ein Bild oder Werkstück) maßgeblich durch die Arbeit des Jugendlichen erstellt worden ist. Diese Arbeitsergebnisse können sie anderen zeigen und ihnen damit indirekt mitteilen, dass sie leistungsfähig und in der Lage sind, positive Resultate zu erzielen. Neben dem eigenen Stolz auf die erzielte Leistung wirkt auch die Wertschätzung von außen verstärkend – insbesondere, wenn sie von den Teilnehmenden selbst (peer to peer) kommt.

Schritt für Schritt

Vorrangiges Ziel des Projekts „Schritt für Schritt“ ist es, erwerbsfähige Jugendliche und junge Erwachsene mit erhöhtem Förder- und Beratungsbedarf durch niedrigschwellige Betreuungs- und Aktivierungsansätze in ihrer beruflichen Eingliederung zu unterstützen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und somit an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen. Im Vordergrund steht hierbei die gesundheitlich-psychosoziale Stabilisierung, um darauf aufbauend bessere Voraussetzungen für die Integration in den 1. Arbeitsmarkt zu schaffen. Um die Stabilisierung der Teilnehmenden voranzutreiben, arbeiten die Mitarbeiter sehr niedrigschwellig. Im Vordergrund stehen der Aufbau verlässlicher Beziehungen sowie die Vertrauensbildung. Die unterschiedlichen Störungsbilder der Teilnehmenden führen häufig dazu, dass sie zunächst mit Vorbehalten oder gar Angst in die Gruppe kamen. Obwohl unterschiedliche (psychische) Störungsbilder vorhanden sind, zeigt sich jedoch sehr schnell, dass sich fast alle Teilnehmer nach den ersten Projektwochen in der Gruppe wohl fühlen. Ausschlaggebend ist auch hier eine vertrauensvolle Beziehungsarbeit, die in vielen Fällen zu einer (neue) Lebensperspektive führt. Um die positiven Schritte weiter zu untermauern, arbeiten die Mitarbeiter vorranging im kreativen, sportiven/gesundheitlichen sowie erlebnispädagogischen Bereich. Die Angebote sind dabei individuell auf die Neigungen und Fähigkeiten der Teilnehmer zugeschnitten, sind alltagsnah und ermöglichen den Teilnehmern eine befriedigende Lebenssituation. Darüber hinaus bieten die Angebote den jungen Menschen die Möglichkeit, ihren Gefühlen wie z.B. Angst, Wut, Trauer, Freude etc. Ausdruck zu verleihen. Hierdurch können die Teilnehmer eine individuelle Stabilität erfahren, die sich im Hinblick auf ihre persönliche Situation sowie ihre Lebens- und Berufswegeplanung positiv auswirkt.

In Job

Vorrangiges Ziel der Maßnahme „In Job“ ist es, erwerbsfähige, grundsätzlich arbeitsmotivierte Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer beruflichen (Erst-)Eingliederung zu unterstützen und an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Im Vordergrund des Projekts steht das Ziel: „Arbeiten zu lernen“. Dies geschieht vorrangig durch kleinschrittige Annäherung an die arbeitsmarktrelevanten Anforderungen. Dabei erfolgt die Betreuung der Teilnehmenden überwiegend in Einzelarbeit, nach Bedarf aber auch in Klein- bzw. Projektgruppen. Die Integration in den Arbeitsmarkt soll dabei vorrangig durch das Identifizieren von Gründen, die einer Arbeitsaufnahme bis dato entgegenstanden, der Auseinandersetzung mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes, dem Stärken-Coaching und dem damit einhergehendem Bewusstmachen der eigenen Kompetenzen und Ressourcen sowie der aktiven und persönlichen Unterstützung durch die Mitarbeiter des Projekts bei der Suche nach Arbeit erfolgen. Um die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu forcieren, sieht die Konzeption des Projekts verschiedene Praktika vor. Diese wird von den Mitarbeitern des Projekts kontinuierlich begleitet und es finden regelmäßig Reflexionsgespräche statt. Bei „guter Arbeit“ besteht die Möglichkeit der Arbeitsaufnahme durch den Praktikumsbetrieb. Gleichzeitig kann der Teilnehmer selbst erkennen, wie belastbar er ist, wo seine Stärken und Fertigkeiten liegen und wo ggfs. noch „Stolpersteine“ überwunden werden müssen.

Schule macht Arbeit

Vorrangiges Ziel des Projekts „Schule macht Arbeit“ ist es, Jugendliche und junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung und ohne Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10, die ihre allgemeine Schul- und Berufsschulpflicht erfüllt haben, eine Möglichkeit des Nachholens des Hauptschulabschlusses sowie die Aufnahme einer Ausbildung zu ermöglichen. Um diese beiden Ziele: Erreichen des Hauptschulabschlusses und Aufnahme einer Berufsausbildung zu erreichen, wird gemeinsam mit den Teilnehmenden und den Mitarbeitern des Projekts an der Persönlichkeit sowie an der Kompetenz der Einzelnen gearbeitet. Es geht darum, die Stärken und Fertigkeiten zu ermitteln und diese so auszubauen, dass sie den Anforderungen im Ausbildungsalltag standhalten. Das Projekt ist dabei in drei Phasen unterteilt. Zunächst stehen das Kennenlernen und das Ermitteln von Lern- und Sozialkompetenzen im Vordergrund. Anschließend erfolgt in Phase zwei die Konzentration auf die zu vermittelnden Lerninhalte (Erhöhung des Fächerkanons). In der letzten Phase stehen die Prüfungsvorbereitung, eine intensive Praktikumsakquise sowie ein individuelles Bewerbungstraining an.

Get Started

Ziel des Projekts „Get Started“ ist es, jugendliche erwerbsfähige Leistungsberechtigte (SGB II), die in den letzten zwei Jahren nach Deutschland geflohen sind, eine berufliche Orientierung sowie das „Kennenlernen“ ihres Aufnahmelandes näher zu bringen. Dabei ist die Entwicklung von positiven sozialen Beziehungen entscheidend dafür, dass die Teilnehmer den Ort des Projektes gerne aufsuchen. Alle Mitarbeiter des Trägers treten den Teilnehmenden wertschätzend entgegen. Die Mitarbeiter nehmen sich Zeit, hören dem Teilnehmer zu und schaffen so eine vertrauensvolle Beziehung, die durch Lob und Anerkennung gekennzeichnet ist. Ihre Kompetenzen, die sie während der Flucht an den Tag gelegt haben, wie etwa: Mut, Organisationstalent etc. werden immer wieder in den Fokus genommen und positiv herausgestellt. Ein wesentliches Element hierbei ist die aktive Einbeziehung der Betroffenen in die Planung, Zielvereinbarung und Umsetzung des Projekts. Die Teilnehmer sollen erleben, dass sie weitestgehend die Themen und ihre Erfahrungen in das Projekt mit einbringen können. So erleben sie sich als selbstwirksam und erfahren Anerkennung.

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Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Habig
Bereichsleiterin

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