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Aktivierungs-, Stabilisierungs-, und Integrationsmaßnahmen

Berufliche Perspektiven schaffen

Die ortsansässige Agentur für Arbeit oder das Jobcenter Lippe sind die Kostenträger der Maßnahmen/Projekte. Sie prüfen die Voraussetzungen der an einer Ausbildung interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen und nehmen die Zuweisungen vor.

„MuT“ – Motivation und Training

Das Projekt „MuT“ (kurz für Motivation und Training) ist ein neues Angebot, um bei jungen Menschen anzudocken, sie an ein Hilfesystem anzukoppeln und ihnen eine Perspektive für ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu geben.

Die Zielgruppe sind schwer zu erreichende junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, die weder vom System erfasst sind, noch Leistungen der SGB II, III und VIII beziehen, z.B. Schulabbrecher und -verweigerer, Wohnungslose, Nesthocker, Menschen mit Abhängigkeiten und/ oder mit psychischen Problemen.

Die Arbeitsprinzipien beruhen auf Niedrigschwelligkeit, Akzeptanz, Anonymität und Freiwilligkeit. Unsere Arbeitshaltung ist wertschätzend und ganzheitlich, wir sehen die Menschen in systemischen Kontexten und unser Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen ihren eigenen Lebensweg zu gestalten.

Das Projekt ist prozesshaft angelegt und hat pionierhaften Charakter. Wir stehen in engem Austausch mit dem Jobcenter Lippe und Akteuren aus der Region. Das Projekt „MuT“ ist institutionsübergreifend und für den Kreis Lippe aufgestellt in den Orten Detmold, Lage, Horn-Bad Meinberg, Blomberg, Schieder, Lügde und Schlangen.

Modul 1 ist in 4 Segmente unterteilt:

  • Aufbau von Netzwerken
  • Kontaktaufnahme
  • Beratung
  • Hinführen/ Überleiten in ein Hilfesystem

Die Einsatzorte sind in diesem Modul flexibel.

Modul 2 basiert auf den Standards der Produktionsschule:

  • berufliche Orientierung und Vorbereitung der Teilnehmenden
  • Arbeiten an echten Aufträgen
  • Durchführung in unseren Werkstätten „Am Gelskamp 25“ in Detmold
Produktive

Ziel des Projekts „Produktive“ ist es, mit jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Insbesondere Personen, die im Regelsystem Schule nicht mehr zurechtkommen, Jugendliche, die noch nicht ausbildungsfähig sind oder einen besonderen Betreuungsbedarf benötigen, sind in der Produktive herzlich willkommen. Unter fachkundiger Anleitung fertigen die Jugendlichen Einzelstücke nach Kundenauftrag oder in kleineren Serien. Im Vordergrund steht die Verzahnung von Handeln und Lernen. Fahrradfahren lernt man nicht, indem man es an der Tafel erklärt bekommt, sondern dadurch, dass man es selbst ausprobiert. Die SOS-Mitarbeitenden schaffen einen Lernort, an dem Arbeiten und Lernen sich gegenseitig bedingen. Das Projekt zeichnet sich durch eine sehr hohe Praxis- bzw. Handlungsorientierung aus, die das praktische Lernen und die daraus erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen der Jugendlichen in den Fokus rückt. Besonderer Wert wird dabei auf die eigene Wirksamkeitserfahrung gelegt.

Das pädagogische Handeln der Mitarbeitenden ist geprägt durch eine respektvolle Haltung gegenüber den jungen Menschen und ihren Lebensentwürfen. Unterstützung erfahren sie hier durch pädagogische Fachkräfte, die den Teilnehmenden zur Seite stehen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Projekts „Produktive“ fertigen Schönes und Nützliches aus Holz, wie Küchenutensilien, Deko-Artikel, Gartenmöbel im Vintage Look, Insektenhotels u.a. Alle Produkte sind Unikate und werden auch zum Verkauf angeboten (hier geht’s zum Katalog). Wenn Sie etwas Besonderes für Ihr Zuhause suchen oder jemanden schön und sinnvoll beschenken möchten, kommen Sie gern vorbei:

Zu den Kassenzeiten unserer Mensa:  

  • Montag - Donnerstag, 11.45 Uhr - 13.45 Uhr
  • Freitag, 11.45 Uhr - 13.15 Uhr

Oder auf gut Glück in unserer Holzwerkstatt:

  • Montag - Freitag, 08.00 Uhr - 15.30 Uhr


Finde deinen Weg

Ziel des Projekts „Finde deinen Weg“ ist es, jugendliche erwerbsfähige Leistungsberechtigte für eine berufliche Qualifizierung und/oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu motivieren und schrittweise an den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt heranzuführen.

Dabei ist die Entwicklung von positiven sozialen Beziehungen entscheidend dafür, dass die Teilnehmer den Ort des Projektes gerne aufsuchen. Alle Mitarbeiter des Trägers treten den Teilnehmenden wertschätzend entgegen. Die Mitarbeiter nehmen sich Zeit, hören dem Teilnehmer zu und schaffen so eine vertrauensvolle Beziehung, die durch Lob und Anerkennung gekennzeichnet ist.

Darauf aufbauend kann das Interesse der Teilnehmer für das Projekt und deren Inhalte geweckt und ihre Bereitschaft zur kontinuierlichen Mitarbeit gesteigert werden. In diesem Feld komplexer Handlungsbedingungen sollen die Teilnehmer, vor allem jene mit intellektuellen Hemmnissen, eine auf ihre individuelle Problemlage zugeschnittene Hilfestellung in Form eines abgestimmten Projektpaketes erhalten. Ein wesentliches Element hierbei ist die aktive Einbeziehung der Betroffenen in die Planung, Zielvereinbarung und Umsetzung von niedrigschwelligen Angeboten. Die Mitarbeiter arbeiten mit viel Lob und Anerkennung und nehmen kleine Erfolge der Teilnehmer wahr. So erfahren die Teilnehmer, dass ihre Arbeitsergebnisse Anerkennung finden und sie selbst für die geleistete Arbeit wertgeschätzt werden. Ihr Engagement lässt sich vor allem dann gewinnen, wenn bereits nach kurzer Zeit konkrete Ergebnisse sichtbar werden, z. B. wenn ein Produkt (ein Bild oder Werkstück) maßgeblich durch die Arbeit des Jugendlichen erstellt worden ist. Diese Arbeitsergebnisse können sie anderen zeigen und ihnen damit indirekt mitteilen, dass sie leistungsfähig und in der Lage sind, positive Resultate zu erzielen. Neben dem eigenen Stolz auf die erzielte Leistung wirkt auch die Wertschätzung von außen verstärkend – insbesondere, wenn sie von den Teilnehmenden selbst (peer to peer) kommt.

Schritt für Schritt

Vorrangiges Ziel des Projekts „Schritt für Schritt“ ist es, erwerbsfähige Jugendliche und junge Erwachsene mit erhöhtem Förder- und Beratungsbedarf durch niedrigschwellige Betreuungs- und Aktivierungsansätze in ihrer beruflichen Eingliederung zu unterstützen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und somit an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen. Im Vordergrund steht hierbei die gesundheitlich-psychosoziale Stabilisierung, um darauf aufbauend bessere Voraussetzungen für die Integration in den 1. Arbeitsmarkt zu schaffen. Um die Stabilisierung der Teilnehmenden voranzutreiben, arbeiten die Mitarbeiter sehr niedrigschwellig. Im Vordergrund stehen der Aufbau verlässlicher Beziehungen sowie die Vertrauensbildung. Die unterschiedlichen Störungsbilder der Teilnehmenden führen häufig dazu, dass sie zunächst mit Vorbehalten oder gar Angst in die Gruppe kamen. Obwohl unterschiedliche (psychische) Störungsbilder vorhanden sind, zeigt sich jedoch sehr schnell, dass sich fast alle Teilnehmer nach den ersten Projektwochen in der Gruppe wohl fühlen. Ausschlaggebend ist auch hier eine vertrauensvolle Beziehungsarbeit, die in vielen Fällen zu einer (neue) Lebensperspektive führt. Um die positiven Schritte weiter zu untermauern, arbeiten die Mitarbeiter vorranging im kreativen, sportiven/gesundheitlichen sowie erlebnispädagogischen Bereich. Die Angebote sind dabei individuell auf die Neigungen und Fähigkeiten der Teilnehmer zugeschnitten, sind alltagsnah und ermöglichen den Teilnehmern eine befriedigende Lebenssituation. Darüber hinaus bieten die Angebote den jungen Menschen die Möglichkeit, ihren Gefühlen wie z.B. Angst, Wut, Trauer, Freude etc. Ausdruck zu verleihen. Hierdurch können die Teilnehmer eine individuelle Stabilität erfahren, die sich im Hinblick auf ihre persönliche Situation sowie ihre Lebens- und Berufswegeplanung positiv auswirkt.

Schule macht Arbeit

Vorrangiges Ziel des Projekts „Schule macht Arbeit“ ist es, Jugendliche und junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung und ohne Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10, die ihre allgemeine Schul- und Berufsschulpflicht erfüllt haben, eine Möglichkeit des Nachholens des Hauptschulabschlusses sowie die Aufnahme einer Ausbildung zu ermöglichen. Um diese beiden Ziele: Erreichen des Hauptschulabschlusses und Aufnahme einer Berufsausbildung zu erreichen, wird gemeinsam mit den Teilnehmenden und den Mitarbeitern des Projekts an der Persönlichkeit sowie an der Kompetenz der Einzelnen gearbeitet. Es geht darum, die Stärken und Fertigkeiten zu ermitteln und diese so auszubauen, dass sie den Anforderungen im Ausbildungsalltag standhalten. Das Projekt ist dabei in drei Phasen unterteilt. Zunächst stehen das Kennenlernen und das Ermitteln von Lern- und Sozialkompetenzen im Vordergrund. Anschließend erfolgt in Phase zwei die Konzentration auf die zu vermittelnden Lerninhalte (Erhöhung des Fächerkanons). In der letzten Phase stehen die Prüfungsvorbereitung, eine intensive Praktikumsakquise sowie ein individuelles Bewerbungstraining an.

Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Habig
Bereichsleiterin

SOS-Kinderdorf Lippe
Am Gelskamp 25
32758 Detmold

Telefon: 05231 / 6306-47
Fax: 05231 / 6306-15
andrea.habig@sos-kinderdorf.de