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Wenn das Glück zur Sucht wird

30. März 2023

 Präventiver Workshop in den Jugendberufshilfen

Was für Glücksspiele gibt es? Welche Risikofaktoren tragen zu einer Sucht bei und was sind Beispiele für suchtgefährdendes Verhalten? Fragen wie diesen gingen 16 Teilnehmende aus den verschiedenen Projekten sowie aus dem Ausbildungsbereich am 09. März auf den Grund.
Die Dozentin - Frau Ricarda Knäble vom „GLÜXXIT Team“ der Landesfachstelle Glücksspielsucht der Suchtkooperation NRW - führte den Workshop in einem Stuhlkreis durch, damit sich alle Teilnehmenden in gleichem Maße ansehen und die Gespräche in einer offenen Atmosphäre stattfinden konnten.

Wann sprechen wir von Sucht?

Gestartet wurde mit einigen grundlegenden Informationen zum Thema Glücksspielsucht. Anschließend wurde aufgelistet, wann wir überhaupt von einer Sucht sprechen. Welche Kriterien müssen erfüllt sein und wie sieht ein Verhalten aus, das auf eine Sucht hindeutet? Wir haben Beispiele gefunden und diese selbst eingruppiert. Rote, gelbe und grüne Markierungen wurden auf dem Boden aufgeklebt und die Teilnehmenden haben individuell eingeschätzt, wie suchtgefährdend das eine oder andere Verhalten ist. Als Risikofaktoren für eine Sucht wurden unter anderem die Werbung, der Nervenkitzel, Ton- und Lichteffekte oder auch das Erleben von „Fast-Gewinnen“ genannt.
Nach einer kurzen Pause wurden fünf Kleingruppen gebildet, die jeweils eine Glücksspielart wie Geldspielautomaten, Sportwetten, Poker oder Lotto nach dem Zufallsprinzip zogen. Diese Glücksspiele sollten die Kleingruppen unter Berücksichtigung der verschiedenen Faktoren auf ihr Suchtpotential untersuchen und den Prädikaten sehr, mäßig und wenig riskant zuordnen. Die Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Bereichen der Jugendberufshilfen haben sich lebhaft beteiligt und auch von ihren eigenen Erfahrungen berichtet. Die Veranstaltung war somit ein voller Erfolg.

Ein voller Erfolg

In Absprache mit Frau Knäble, die sowohl mit der Beteiligung, als auch mit Räumlichkeiten, Ausstattung und Service sehr zufrieden war, soll der Workshop in regelmäßigen Abständen angeboten werden. Frau Knäble hatte zum Schluss noch weiterführende Informationen im Gepäck: Flyer über Glücksspielsucht und Prävention sowie ein Angebot der Drogenberatung e.V. in Lippe und Infos über Hilfetelefone in deutscher und türkischer Sprache.
Wir bedanken uns ganz herzlich für den tollen Workshop!