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Erster Garten- und Umwelttag im SOS-Kinderdorf Lippe

2. Oktober 2019

Projektteilnehmende der Jugendberufshilfen beweisen: Wir können Umweltschutz!

Bei den Jugendberufshilfen in Detmold fand in diesem Sommer erstmals ein „Garten- und Umwelttag“ statt. Die Holzwerkstatt und alle Projekte, die im „Bauabschnitt 5“ auf dem SOS-Gelände am Gelskamp untergebracht sind, haben den Tag gemeinsam auf die Beine gestellt.

Etwa 20 Teilnehmende und Mitarbeitende trafen sich morgens auf dem Gelände und machten sich nach einer thematischen Einführung als Team an die Arbeit. Die Idee für diesen Tag entstand aus der Überlegung heraus, am SOS-Kinderrechtepreis 2019 teilzunehmen. Der steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Ich kann was! Mein Recht auf Bildung und Entfaltung meiner Talente!“. Zunächst trugen die Teilnehmenden aus den Projekten in einer Teamsitzung Themen zusammen, die ihnen zu diesem Motto einfielen. Dabei wurde schnell klar, dass auch Umweltschutz viel mit Können und Bildung zu tun hat.

Was kann ich selbst für die Umwelt tun?

Nicht erst durch „Fridays for Future“ ist die Aufmerksamkeit für Umweltschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit gewachsen. „Was kann ich selbst für die Umwelt tun?“ Diese Frage beschäftigte auch die verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen der Projekte. Gemeinsam mit den Teilnehmenden entstand schließlich die Idee, das SOS-Gelände insektenfreundlich zu gestalten.

Im Zuge dessen schloss sich das Team der Insektenzählaktion des NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. an. Dabei gilt es, in einem bestimmten Zeitraum an einem bestimmten Ort Insekten zu zählen und das Ergebnis anschließend zu melden. So zählten und notierten die Mitwirkendenden emsig und alle waren wirklich erstaunt darüber, was auf dem Gelände alles so kreucht und fleucht.

Ein selbst gebautes Insektenhotel wird aufgestellt

Um diese Artenvielfalt zu unterstützen, stellte das Team ein Insektenhotel auf, das Teilnehmende aus dem Projekt „Produktive“ selbst gebaut haben. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter mit dem Bepflanzen von Erd- und Hochbeeten. Parallel sammelte ein Teil der Gruppe den Müll auf dem Gelände ein, der anschließend natürlich getrennt entsorgt wurde.  Nach getaner Arbeit waren sich alle einig, dass der Garten- und Umwelttag keine „Eintagsfliege“ bleiben, sondern zukünftig ein- bis zweimal im Jahr auf dem SOS-Gelände stattfinden soll.

Um die Aktion für den SOS-Kinderrechtepreis 2019 einzureichen, wurde der Tag per Video und Foto dokumentiert. Eine tolle Gemeinschaftsarbeit, bei der deutlich wurde, dass jede und jeder Einzelne schon mit wenig Aufwand viel bewirken kann. Viele unterschiedliche Nationen, Sprachen und Mentalitäten waren an dem Tag mit einem Ziel vereint: dem Schutz der Umwelt zu dienen. Und damit Talente zu entdecken und den Bildungsauftrag ernst zu nehmen, sich nachhaltig um das eigene Umfeld zu sorgen. WIR können was.