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Aktuelles

„Finde deinen Weg“ in Zeiten von Corona

3. April 2020

Neue Wege der Kommunikation und Verbundenheit

Ziel unseres Projektes „Finde deinen Weg“ ist es, jugendliche erwerbsfähige Leistungsberechtigte für eine berufliche Qualifizierung und/oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu motivieren und schrittweise an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen.

Unser Team besteht aus einem Praxisanleiter, einer Lehrkraft für „Gewerkebezogenes Deutsch“, einer psychologischen und drei sozialpädagogischen Fachkräften in Voll- und Teilzeit.

Diese eine Woche im März 2020 wird mir immer in Erinnerung bleiben, denn mit ihr änderten sich wichtige Rahmenbedingungen für unsere Arbeit schlagartig. Aufgrund der Verordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW war es für uns von jetzt auf gleich plötzlich nicht mehr möglich, physisch mit den Projektteilnehmenden in Kontakt zu treten.

Diese Entscheidung ist unseren Teilnehmenden schwer gefallen, da die Projektstruktur und der persönliche Kontakt zu den SOS-Mitarbeitenden ihnen Halt geben.

Wir standen als Team vor der Herausforderung, uns aus der eigenen empfundenen Schockstarre zu befreien und neue Wege der Kommunikation und Verbundenheit zu finden – auch in Zeiten von Social Distancing.

Dabei ist eines unserer Hauptanliegen, dass die geforderte Einhaltung der körperlichen Distanz nicht zu einer Vereinsamung und Strukturlosigkeit unserer Projektteilnehmenden führt.

Aus diesem Grund ist täglich die physische Anwesenheit mindestens eines Mitarbeitenden in den Büros der Jugendberufshilfen gegeben. Mindestens alle zwei Tage versuchen wir Kontakt zu den Teilnehmenden aufzunehmen. Beratung und Unterstützung in Krisensituationen und/ oder die Beantwortung von Fragen jedweder Art erfolgt jetzt telefonisch, digital oder per Skype aus dem Homeoffice.

Die Themenfelder sind vielfältig und umfassen aktuell die Aufklärungsarbeit hinsichtlich des Corona-Virus‘ und der damit einhergehenden Einschränkungen, mögliche Bewältigungsstrategien, aber auch Unterstützung bei Ämter- und Behördenangelegenheiten, bei der Wohnungssuche oder dem Abbau von Sozialstunden. Unsere Projektteilnehmenden freuen sich, dass sie zuhause Lernpakete bearbeiten können, die wir ihnen per Post zusenden.

Wir machen gerade die Erfahrung, dass die Einhaltung der Distanz zu einer neuen Nähe in der Kommunikation führen kann. Unsere Projektteilnehmenden sind auf einmal persönlich erreichbar für uns und nehmen Anrufe entgegen. Digitale Nachrichten werden nicht nur gelesen, sondern auch inhaltlich beantwortet. Hierdurch gewinnt unser persönlicher Austausch an Qualität und Wert.

Wir nehmen uns alle wieder mehr Zeit für unsere Gesprächspartner, sind achtsamer und hören noch aktiver zu. So erleben wir die Zeit – in der die Einhaltung sozialer Distanz notwendig und unabdingbar ist – als eine Zeit in welcher Nähe und Verbindlichkeit neu erfahrbar wird.

Von Vera Meise, Sozialpädagogin bei „Finde deinen Weg“ , SOS-Kinderdorf Lippe

Vera Meise SOS-Kinderdorf Lippe

Von Vera Meise, Sozialpädagogin bei „Finde deinen Weg“ , SOS-Kinderdorf Lippe


Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Habig
Bereichsleiterin

SOS-Kinderdorf Lippe
Am Gelskamp 25
32758 Detmold

Telefon: 05231 / 6306-47
Fax: 05231 / 6306-15
andrea.habig@sos-kinderdorf.de