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"Finde deinen Weg"

21. August 2018


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„Wenn man mitarbeitet und etwas für sich tut, kann man sich eine Perspektive schaffen.“ Interview mit Patrick Busse (24), Teilnehmer des Projekts „Finde deinen Weg“

Herr Busse, seit einem Jahr sind Sie Teilnehmer in dem Projekt „Finde deinen Weg“. Was nehmen Sie aus dem Projekt mit? Wobei konnte das Projekt Sie unterstützen?
Die Teilnahme bei „Finde deinen Weg“ hat mir bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz geholfen, obwohl ich zuvor drei Ausbildungen begonnen und abgebrochen habe. Ebenso konnte ich gute Bekannte kennenlernen und unterstützende Gespräche mit meiner Bezugspädagogin und der psychologischen Fachkraft führen.

Was haben Sie vor der Teilnahme an dem Projekt gemacht?
Vor der Teilnahme habe ich ehrenamtlich in der „Herberge zur Heimat“ gearbeitet, wo ich auch betreut werde. Ich habe drei Ausbildungen in den Jahren zuvor begonnen und vorzeitig wieder abgebrochen. Die Ausbildung zum Bäcker musste ich aufgrund meiner psychischen Verfassung abbrechen und weil mir der Beruf nicht lag. Während meiner Kochausbildung bin ich ausgenutzt worden. Die Kinderpflegerausbildung habe ich abgebrochen, da eine Lehrerin mir sagte, dass die Kinder sich meine Sprache aneignen würden, was nicht gehen würde.

Vielen Dank für Ihre Offenheit. Welche Perspektive konnten Sie im Projekt entwickeln? Welches Berufsziel haben Sie?
Durch die Projektteilnahme konnte ich positive Dinge erleben. Ich habe folgende Erfahrung gemacht, wenn man mitarbeitet  und etwas für sich tut, kann man sich eine Perspektive schaffen. Durch die Absolvierung mehrerer Praktika (Lippisches Blindenwerk gGmbH und Lebenshilfe Detmold e.V.) verfestigte sich mein Wunsch, Heilerziehungspfleger zu werden. Ab dem 29.08.2018 beginne ich die Ausbildung zum staatlich geprüften Sozialassistenten (Schwerpunkt Heilerziehung) am Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer.

Haben Sie ein berufliches Vorbild?
Mein Bruder, der als Angestellter in einer Zeitarbeitsfirma als Maler und Lackierer arbeitet, ist mein Vorbild, da er wie ich gerne arbeitet.

Innerhalb eines Jahres haben Sie kein einziges Mal unentschuldigt gefehlt. Herzlichen Glückwunsch dazu. Was hat Sie jeden Tag motiviert?
Mein Ziel eine Ausbildung zu absolvieren.

Was waren Glücksmomente während Ihrer Projektteilnahme?
Die Teilnahme am Bonusprogramm. Wir sind in einer kleinen Gruppe drei Tage in die Jugendherberge nach Bielefeld gefahren und haben unterschiedliche Aktivitäten unternommen. Mir haben besonders gut das 3D-Schwarzlicht-Minigolfen und das Geocachen in der Altstadt gefallen.

Gibt es etwas, was Ihnen nicht gefallen hat?
Es gibt nichts, was mir nicht gefallen hat.

Welchen Rat würden Sie Ihren Mitteilnehmenden geben, wie diese das Projekt für sich nutzen können?
Konzentriert euch auf euch selber, um eine Arbeitsstelle oder Ausbildungsstelle zu finden.

Vielen Dank, Herr Busse, dass Sie sich zu diesem Interview bereit erklärt haben, zu dem Ihre Sozialpädagogin Frau Gabriele Berges die Idee hatte. Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles erdenklich Gute.

Patrick Busse

„Wenn man mitarbeitet und etwas für sich tut, kann man sich eine Perspektive schaffen“, meint Patrick Busse (24), Teilnehmer des Projekts „Finde deinen Weg“.


Über das Projekt: Ziel des Projekts „Finde deinen Weg“ ist es, jugendliche erwerbsfähige Leistungsberechtigte für eine berufliche Qualifizierung und/oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu motivieren und schrittweise an den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt heranzuführen.

Das Interview führte Vera Meise, Sozialpädagogin bei den Jugendberufshilfen im SOS-Kinderdorf Lippe.

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