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Aktuelles

SOS-Familienhilfezentrum ist weiter für Familien da – Worauf es jetzt ankommt

1. April 2020

Jugendlicher in Beratung

Gestresste Eltern, quengelnde Kinder: In der aktuelle Situation wird Familien einiges abverlangt. Das SOS-Familienhilfezentrum ist weiter für Beratungsgespräche erreichbar – allerdings bevorzugt telefonisch statt persönlich. 

Das Krisentelefon ist unter 0631/ 316 440 rund um die Uhr und auch an Wochenenden besetzt. In besonders dringenden Fällen sind auch nach wie vor persönliche Gespräche nach vorheriger Vereinbarung möglich. Auch eine Kontaktaufnahme per E-Mail ist möglich über beratung.kjh-kaiserslautern@sos-kinderdorf.de. Familienhebammen und Familienkrankenschwestern des Elternladens, der ebenfalls zum Familienhilfezentrum gehört, sind nach wie vor im Einsatz.  

Telefonische Beratung bei SOS-Kinderdorf

Dort, wo es notwendig ist, finden auch Hausbesuche statt. Allerdings achten die Mitarbeiterinnen auch darauf, dass die Kontaktbeschränkungen und natürlich die Hygieneempfehlungen eingehalten werden. Außer der Mutter und dem Säugling sollte niemand in der Nähe sein. Wir haben auch die Möglichkeit, Einzeltermine in separaten Räumen in der Richard-Wagner Str. anzubieten. Dort hat unsere Familienhebamme ein Sprechzimmer. Das Elterncafé „ELLA“ im Elternladen ist zur Zeit geschlossen. Beate Mundt ist aber telefonisch unter 0631/31057520  zu erreichen oder Sie können einen Nachricht hinterlassen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Familien

Familien sitzen in den kommenden Wochen Tag für Tag eng beieinander: Wie vermeidet man den Lagerkoller?

Eine feste Struktur ist in der besonderen Situation auch besonders wichtig. Dazu zählen feste Aufstehzeiten, Frühstück, Schularbeiten, Freizeit usw. Dabei sollten auch Pausen eingeplant werden. Am besten gelingt dieses Vorgehen, wenn man das mit allen zusammen ausmacht und dabei auch mit den Kindern gleich Verhaltensregeln festhält, „wie wollen wir uns verhalten, wenn es mal nicht gut klappt?“. Die Kinder sollten auch mit Freunden in Kontakt bleiben. Neben den neuen sozialen Medien gibt es ja auch noch Briefe.

Ein weiterer wichtiger Punkt, um der Überforderung vorzubeugen, ist es in den folgenden Wochen die Ansprüche an einen selbst, aber auch an die anderen, etwas herunterzuschrauben. In dieser Ausnahmesituation kann nicht alles wie gewohnt laufen und es muss auch nicht perfekt sein. Kinder müssen nicht den ganzen Tag bespaßt werden! Es ist auch mal gut, sich zu langweilen. Das führt häufig auch zu kreativen Ideen.

Außerdem: Entschleunigung tut gut. Sagen sie den Kindern, wenn Sie eine Pause brauchen oder was für sich machen wollen. Schaffen sie Mama- und Papazeiten. Bei den Beschäftigungen kommt es natürlich auch auf das Alter der Kinder an. Und auf das, was man an Alltagsgegenstände zu Hause hat. Basteltipps im Internet dazu oder Brettspiele sind zwei der vielen Möglichkeiten.

Was tun, wenn die Konflikte zwischen Familienmitgliedern steigen?

Es ist ja keine strikte Ausgangssperre verhängt. Aus dem Streit raus gehen, kurz vor die Tür, ist möglich. Mit etwas Abstand ist der Streitgrund manchmal gar nicht mehr so wichtig. Die Situation strengt alle an, weil wir aus dem gewohnten Alltag gefallen sind. Man ist schneller genervt und streitet gegebenenfalls deshalb. Und nicht unbedingt, weil es einen echten Anlass gibt. Eine andere Möglichkeit ist es, sich unmittelbar an jemanden Drittes zu wenden. Verwandte oder Freunde anrufen. Oder sich auch professionelle Unterstützung zu holen. Das SOS-Familienhilfezentrum ist rund um die Uhr unter 0631/316440 besetzt. Ein Anruf in einer Konfliktsituation kann helfen, eine andere Position einzunehmen.

Ein häufiges Streitthema sind Hausaufgaben bzw. Schularbeiten: Wie bleiben Eltern dabei cool?

Auch hier gilt: klare Abläufe, Pausen einplanen. Der Vorteil zu Hause ist ja, dass man auch die Aufgaben wechseln kann. Immer verbunden mit dem Hinweis: „Lass uns da später nochmal dran gehen“. Wenn es in Mathe mal nicht weiter geht – wie wär‘s mit BK oder Musik oder was anderem, das Spaß bringt. Fühlen Sie sich nicht verpflichtet die Aufgaben durchgängig gemeinsam mit den Kindern zu erledigen. Bleiben Sie als Eltern für Probleme aber ansprechbar und in der Nähe. Ermutigen Sie ihre Kinder, je nach den Möglichkeiten, zum eigenständigen Arbeiten. Gerne dürfen Sie kontrollieren, müssen aber nicht alles korrigieren. Eine ruhige, ablenkungsfreie und helle Lernumgebung hilft. Und wenn sie die Vorgaben der Schule nicht schaffen, machen Sie sich damit nicht noch zusätzlichen Stress; auch die Lehrer müssen sich an diese neue Aufgabe gewöhnen. Sorgen Sie einfach dafür, dass Lernen stattfindet. Und trauen sie sich an der Schule nachzufragen oder aber auch sich bei der Schulsozialarbeit zu melden…. Die Schulsozialarbeiterinnen des SOS-Kinderdorfs bieten eine tägliche Telefonsprechstunde an. 

Worauf sollten Eltern  jetzt achten? Was können Kinder in dieser Situation tun?

Eltern sollten die Zeit positiv für Dinge nutzen, für die im Alltag manchmal keine Zeit bleibt wie z.B. Basteln Malen, Höhlen bauen, Tanzen, gemeinsam Bücher lesen, Hörbücher hören, Puzzeln – je nach Alter des Kindes. Bei Bewegungsdrang gemeinsam eine Runde spazieren gehen oder gemeinsam Sportübungen anhand von Youtube Videos machen geht auch und kann viel Spaß bringen. Wenn sie merken, dass Kinder nörgelig werden, schenken Sie Ihnen aktive Zuwendung. Kinder sind zwar anpassungsfähig, aber auch sie bekommen die Veränderungen in der derzeitigen Lage in voller Wucht zu spüren. Hier müssen Eltern Sicherheit geben und das bedeutet eben manchmal, die Wäsche stehen zu lassen und mit dem Kind auf der Couch zu kuscheln. Und Kuscheln in der Familie ist erlaubt!!!  

Haben Sie weitere Fragen? 

Wollen Sie mit einem Experten des SOS-Kinderdorf Kaiserslautern das Thema oder einen Teilaspekt für Ihre Berichterstattung aufgreifen? Melden Sie sich bei




Ihre Ansprechpartnerin

Heike Jockisch

SOS-Kinderdorf Kaiserslautern – Jugendhilfe und Beratung
Triftstraße 70
67663 Kaiserslautern

Telefon: 0631 35161-0
Fax: 0631 35161-12
Heike.Jockisch@sos-kinderdorf.de