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Aktuelles

Gesucht: Mitarbeiter:in für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

26. April 2021

Beruf und Berufung gehen Hand in Hand


Presse-Artikel verfassen, Spender:innen betreuen, die Webseite aktuell halten – Manfred Thurau kümmerte sich 12 Jahre hauptamtlich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im SOS-Kinderdorf Harksheide. Auf der Suche nach einem Nachfolger:in erklärt er, welches Handwerkszeug man für diesen wunderbaren Job braucht und welche Aufgaben die Bewerber:innen warten.

Der Bereich „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ ist breit gefächert. Hand aufs Herz: Sucht Ihr eher einen Allrounder oder einen Journalismus-Experten?

Absolut ein Allrounder! Unser SOS-Kinderdorf Harksheide ist ein Hilfeverbund mit 11 verschiedenen Hilfeformen, die Öffentlichkeitsarbeit ist wie so eine Art Sub-Unternehmen mit Zweigstellen. Deshalb ist auch die Frage nach einem exakten Aufgabenbereichen schwierig. Allgemein geht es natürlich Presse, Funk und Fernsehen zu betreuen, Spender und Unterstützer zu begleiten sowie den Außenauftritts des Dorfes und seiner verschiedenen Hilfsangebote voran zu bringen. Man sollte aber auch Spaß an der Organisation von Veranstaltungen mitbringen – wie beispielsweise unserem Tag der offenen Tür, dem 60. Jubiläum in zwei Jahren oder einem Paten-Tag.

Langweilig wird es also auf keinen Fall – welche Qualifikationen, fachlich wie persönlich, sollte dein Wunschnachfolger:in haben?

Der Kandidat:in sollte auf jeden Fall neugierig sein und Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben, denn die Aufgabe verlangt eine gute Kenntnis darüber, was Kinder- und Jugendhilfe eigentlich ist – und das ist ja ziemlich komplex. Aber keine Sorge: hier taucht man während der Einarbeitung schnell ein! Eine offene, optimistische, fröhliche und lernbereite Persönlichkeit zu sein, kann nicht schaden. Und natürlich sollte man ein bisschen schreiben und erzählen können, fotografieren wäre auch gut. Es geht meiner Meinung nach darum, den besonderen Charakter, den „Spirit“ von SOS-Kinderdorf, zu erfassen und zu verbreiten.

Warst Du in Deiner Rolle eher ein Einzelkämpfer oder in ein Team eingebunden?

Ich würde es mal so formulieren: man ist in seiner Aufgabe erst einmal ein Einzelkämpfer, aber eingebunden in ein wunderbares Team! Egal ob in der Zusammenarbeit mit den Lokalmedien oder den einzelnen Bereichen im Dorf – ich habe immer versucht, viel zu netzwerken und überall so gut es geht eingebunden zu sein. Denn  da fängt der Spaß ja an: unser Dorf ist ein super Team, mit dem es unendlich Spaß macht, was auf die Beine zu stellen. Man muss nur darauf achten, nicht zu sehr in die pädagogische Arbeit hineinzupfuschen, denn die geht ja – verständlicherweise – immer vor.

Wie viel „Außeneinsatz“ ist bei dem Job gefragt?

Es ist eine gute Mischung aus Büro-Job und Außen-Welt. Wobei sich „draußen“ auf das ganze Dorf sowie die Region Hamburg und Norderstedt bezieht. Unsere Öffentlichkeitsarbeit hat eine sehr persönliche Note, deswegen spielt der persönliche Kontakt zu Spendern, Kinder, Kollegen und Journalisten eine sehr große Rolle. Denn der Bereich der Kinder- und Jugendhilfe ist eine hoch interessante und komplexe Angelegenheit. Vieles kann man nur im persönlichen Gespräch erklären. Dann gehen den Leuten aber auch die Augen auf. Natürlich ist man aber auch viel im Büro am PC zugange, wobei das dann kein normaler Bürojob ist, sondern eine sehr kreative Zeit. 

Wie frei und kreativ kann der / diejenige selbst sein?

Es gibt ein Corporate Design und eine Bildsprache, an der man sich orientiert. Und der Einrichtungsleiter legt natürlich wert darauf, dass die Botschaften der Öffentlichkeitsarbeit zu den Haltungen des Dorfes passen. Darüber hinaus hat man enorme Gestaltungsspielräume. Kreativität und Gestaltungsbereitschaft sind laufend gefordert. Wer mit sowas umgehen kann, sollte zugreifen.

An welche Situationen erinnerst Du Dich besonders gerne?

Natürlich erinnert man sich immer an seinen ersten großen Artikel im Hamburger Abendblatt – oder den ersten Fernsehbeitrag im NDR, den man mit-verantwortet hat. Schöne Erinnerungen sind auch das 50-jähriges Jubiläum 2013 mit über 2.000 Gästen, oder die Charity Veranstaltung vor einiger Zeit im east-Hotel in Hamburg mit 600 Leuten. Wenn solche Events geschafft sind und alles geklappt hat, ist das ein tolles Gefühl!  Aber ernsthaft, das Schönste ist der normale Alltag im Kinderdorf. Du hast einen tollen Job inmitten eines Teams bzw. einer Organisation, die Menschlichkeit zu den kleinen Menschen zurück bringt. Cooler wird´s nicht.

Das SOS-Kinderdorf Harksheide hat unendlich viele Fachgebiete – von SOS-Kinderdorffamilien über Tiergestützte Pädagogik bis hin zur Berufs-Bildung – was hat Dich am meisten begeistert?

Dass es ein so positiver Ort ist. In ein SOS-Kinderdorf kommen Kinder und Jugendliche, die im Leben schon unglaubliches Pech gehabt haben. Zum Teil sind das echte Tragödien. Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für gute Stimmung. Und doch entsteht hier genau das, eine gute Stimmung. Nicht immer, und nicht ständig, und nicht bei Jedem an jedem Tag. Aber grundsätzlich ist es ein freundlicher, einladender Ort, an dem man gerne ist und gerne arbeitet. Es gibt ja dieses Zitat „Mach etwas, dass Du gerne machst, dann musst Du in Deinem Leben nicht einen Tag arbeiten.“ In gewisser Weise ist es mir hier so ergangen.

Welche Projekte stehen in kommender Zeit an – worauf darf sich Dein Nachfolger jetzt schon freuen?

Wir planen gerade einen neuen Imagefilm, unsere Informationsbroschüre muss überarbeitet werden und zeitlich steht die Planung der diesjährigen Weihnachtsaktion schon in den Startlöchern. Das sind die Aufgaben, die klar sind. Und wenn Corona mal vorbei sein sollte, werden sicher auch die persönlichen Kontakte wieder stark anziehen. Für jemanden, der in dieser Zeit hier neu anfängt, sind das tolle Umstände, um das Dorf und die Aufgabe wirklich richtig kennenzulernen.

Zur Stellenausschreibung:

Kindern eine Stimme geben
Koordinator:in Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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