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Kein Kind sollte sein Zuhause fürchten

Es sind die Kleinen, die wir schützen müssen

Die Kinder zu Hause betreuen, dazu Homeschooling und gleichzeitig Arbeiten – viele Eltern stoßen derzeit an ihre Grenzen. Kita und Schule haben grundsätzlich einen starken sozialen Aspekt und sind auch wichtige Kontrollinstanzen, die gerade weggebrochen sind: Laut der jüngsten COPSY-Studie (Corona und Psyche) des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) fühlt sich aktuell jedes dritte Kind psychisch belastet, vor allem die Jüngeren. Die Eltern sind am Limit: Über 80 Prozent der befragten Eltern fühlen sich sehr stark belastet. Es besteht die Gefahr, dass durch die aktuelle Ausnahmesituation bereits vorhandene Konflikte oder das Gewaltpotential in Familien eskalieren. Weil es keine unbeobachteten Momente mehr gibt, sind Hilferufe für die betroffenen Kinder besonders schwierig.

Misshandelte Kinder werden nicht oder nur sehr schwer wahrgenommen

Das Forschungsnetzwerk Medizinischer Kinderschutz hatte die Anzahl von Kindeswohlgefährdungen während des ersten Lockdowns im März und April 2020 untersucht und nun veröffentlicht. Demnach kamen bis zu 20 Prozent weniger Betroffene in die 159 befragten Kinderschutzgruppen und -ambulanzen als im Vorjahreszeitraum. Auch die medizinische Kinderschutz-Hotline für Ärzte verzeichnete laut der Studie einen Rückgang um 30 Prozent. Dabei handelt es sich nicht um einen Rückgang von Misshandlungen. Die Herausgeber der Studie vermuten, dass die soziale Isolation dazu beiträgt, dass noch mehr Schutzbefohlene vernachlässigt oder misshandelt wurden. Misshandelte Kinder hätten aber während der Kita- und Schulschließungen weniger Möglichkeiten, Dritte um Hilfe zu bitten. Verletzungen durch häusliche Gewalt oder Notsituationen seien deshalb kaum aufgefallen. Das Fazit des UKE, das seine Studienergebnisse vergangene Woche vorstellte: Wir übersehen vernachlässigte Kinder. Die Dunkelziffer häuslicher Gewalt ist hoch und noch höher als vor dem Lockdown.


 „Wir spüren die Ängste und den Druck in unseren betreuten Familien. Oftmals geben die Eltern ihre negativen Gedanken und Gefühle ungefiltert in ihre Familie und an die Kinder weiter“, sagt Torsten Rebbe, Einrichtungsleiter SOS-Kinderdorf Hamburg. „Aber nicht nur das: Die derzeitige Ausnahmesituation und die fehlende Unterstützung aus dem sozialen Umfeld kann zu Gewalt in Familien führen. Oft sind es Eltern, die es selbst nie anders erfahren haben, als Konflikte mit Gewalt zu lösen.  

Die „SOS-Familienhelfer“ leisten gerade jetzt unbürokratische und schnelle Krisenhilfe. 

Mit Hilfe von Spenden unterstützen sie bei der Beschaffung technischer Hilfsmittel für das Homeschooling, füllen leere Kühlschränke, besorgen Kleidung, Spielzeuge und Bücher für Kinder, ebenso wie Schutzausrüstung und Hygienemittel. Und sie schauen genau hin, wie es den Kindern geht. Torsten Rebbe weiß: „Für diese Kinder und deren Familien sind wir auch jetzt uneingeschränkt da. Wir müssen gewaltfrei durch diese Krise kommen. Gemeinsam.“

SOS-Kinderdorf Hamburg möchte mit der Kampagne „Gewalt an Kindern verhindern“ darauf aufmerksam machen, dass die Auswirkungen der Pandemie nicht Oberhand gewinnen dürfen. Gewalt an Kindern darf es nicht geben.

Sie wollen direkt helfen und speziell für diese Aktion spenden? 

Nutzen sie dafür bitte folgendes Konto:

  • Hamburger Sparkasse
  • IBAN  DE87200505501233120763
  • BIC  HASPDEHHXXX
  • Verwendungszweck: „Gewalt an Kindern verhindern“



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So können Sie helfen!

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SOS-Kinderdorf Hamburg unterstützt trotz Corona-Krise weiterhin gefährdete Familien

Auch wenn die Umstände für die Familienbetreuer der ambulanten Hilfen durch drohende Corona-Infektionen gefährlich und schwierig sind. „Nur so können wir Schlimmeres verhindern! Der Bedarf ist so groß wie noch nie“, mahnt Rebbe. „Deshalb brauchen wir jetzt dringend die Hilfe aller Hamburgerinnen und Hamburger, um auf die wachsende Not in den Familien reagieren zu können. Wir erleben leider derzeit, dass es für alle möglichen Anspruchsgruppen Lobbyisten gibt – für Gastronomen und Hoteliers, für den Handel, für die Kirchen, die Industrie und vieles mehr, nur nicht für die Kinder. Die Belange der Familien werden durch die Politik in der Corona-Krise vernachlässigt. Sie haben schlicht und einfach zu wenig Stimme, die sich für sie erhebt.“ Die Kinder- und Jugendhilfe ist gerade in einer Pandemie systemrelevant – doch wird sie nicht entsprechend unterstützt. „Wir sind in der Not, weil unsere Familien immer mehr in Not geraten. Bitte helfen Sie uns.“

Wichtige Säulen des SOS-Kinderdorfs Hamburg sind neben den ambulanten Hilfen und den beiden Wohngruppen das SOS-Familienzentrum in Dulsberg und das neue SOS-Kinderdorf, das derzeit gebaut wird und ab 2021 hilfsbedürftigen Kindern eine neue Familie bietet.

So erreichen Sie uns

Ambulante Hilfen Eidelstedt
SOS-Kinderdorf Hamburg

Eidelstedter Platz 1
22523 Hamburg

Telefon: 040 468963-44
Fax: 040 468963-45

Ambulante Hilfen Eimsbüttel
SOS-Kinderdorf Hamburg

Osterstraße 134
20255 Hamburg

Telefon: 040 36036191-0
Fax: 040 36036191-20

Ambulante Hilfen Hamburg-Nord & Wandsbek-Kern
SOS-Kinderdorf Hamburg

Straßburger Straße 19
22049 Hamburg

Telefon: 040 69207650-30
Fax: 040 69207650-39