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Neubau "Hafen für Familien"

SOS-Kinderdorf Hamburg baut neuen Anker für Familien

Im Fokus: Hafen für Familien

In unserem Neubau werden ab 2020 zum einen SOS-Kinderdorffamilien ein neues Zuhause finden. Außerdem entsteht für die Hamburger ein weiterer Ort der Begegnung, Bildung und Unterstützung. Neben den Wohnungen für die Kinderdorffamilien wird ein neues Familienzentrum gebaut. Zu diesem öffentlichen Bereich gehören ein Familiencafé, ein Kinderkleiderladen sowie mehrere Kursräume.

In Hamburg fehlen viele stationäre Plätze für Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können. Mit dem neuen Haus können wir Kindern eine gute Startchance geben. In den drei neuen Kinderdorffamilien werden bis zu 18 Hamburger Kinder und Jugendliche familienähnlich betreut und können ein geborgenes Zuhause finden. Wir sind der Meinung: Kinder sollten dort leben, wo sie auch bisher ihre Freunde, Schule oder Sportverein haben. Auch wollen wir Geschwisterkindern die Möglichkeit geben, gemeinsam in einer SOS-Kinderdorffamilie aufzuwachsen.

Perspektive Hafen für Familien

Seit über 40 Jahren ist SOS-Kinderdorf in Hamburg präsent: zum Beispiel mit Beratung, praktischer Unterstützung, Hilfen zur Erziehung, Krisenintervention, Gruppenangeboten oder systemischem Coaching für Eltern. Die Angebote unserer Ambulanten Hilfen in Dulsberg, Eidelstedt, Eimsbüttel und Wandsbek sind so vielfältig wie die Bedürfnisse der Menschen, die zu uns kommen. Besonders aktiv sind wir in Dulsberg. Laut Statistikamt Nord gehört Dulsberg zu den Stadtteilen mit dem niedrigsten Einkommen. Hamburgweit ist in Dulsberg mit 9,2 Prozent die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 65-Jährigen fast doppelt so hoch wie in den anderen Stadtteilen Hamburgs. Über die Hälfte der Kinder lebt nur mit einem Elternteil zusammen. Wir möchten Familien im Alltag unterstützen, Kinder fördern und so Chancengerechtigkeit ermögliche.

Mit dem bisherigen Familienzentrum in der Elsässer Straße, welches bis zum fertigen Neubau bestehen bleibt, bietet SOS-Kinderdorf Hamburg vielseitige Angebote für die gesamte Familie – wie Musikkurse für Kinder, Angebote für Eltern oder die Erziehungsberatung. Mütter und Väter tauschen sich im Familiencafé Krümel aus und erhalten kostengünstig Frühstück, Mittagessen oder Kuchen. Im Kinderkleiderladen Klecks finden die Besucher gut erhaltene gebrauchte Kinderkleidung in allen Größen. Diese Vielzahl an Begegnungsmöglichkeiten für Kinder und Eltern ist wichtig. Im Familienzentrum unterstützen wir schnell und unkompliziert, um Familienleben noch besser zu machen. Wir unterstützen nicht erst mit der Geburt eines Kindes: Schon in der Schwangerschaft können werdende Eltern zu uns kommen, ihre Fragen stellen und Rat sowie Unterstützung erhalten.


In dem Neubau werden ab 2020 zum einen SOS-Kinderdorffamilien ein neues Zuhause finden. Außerdem entsteht für die Hamburger ein weiterer Ort der Begegnung, Bildung und Unterstützung. Neben den Wohnungen für die Kinderdorffamilien wird ein neues Familienzentrum gebaut. Zu diesem öffentlichen Bereich gehören ein Familiencafé, ein Kinderkleiderladen sowie mehrere Kursräume.
In Hamburg fehlen viele stationäre Plätze für Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können. Mit dem neuen Haus können wir Kindern eine gute Startchance geben. In den drei neuen Kinderdorffamilien werden bis zu 18 Hamburger Kinder und Jugendliche familienähnlich betreut und können ein geborgenes Zuhause finden. Wir sind der Meinung: Kinder sollten dort leben, wo sie auch bisher ihre Freunde, Schule oder Sportverein haben. Auch wollen wir Geschwisterkindern die Möglichkeit geben, gemeinsam in einer SOS-Kinderdorffamilie aufzuwachsen.

Im Interview: Einrichtungsleiter Torsten Rebbe

SOS-Kinderdorf: in Hamburg aktiv

Warum baut SOS-Kinderdorf das SOS-Kinderdorf Hamburg „Hafen für Familien“?

In Hamburg fehlen viele stationäre Plätze für Kinder, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können. Bei SOS-Kinderdorf Hamburg gab es bisher keinen stationären Bereich, also keine Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen langfristig ein neues Zuhause zu geben. Zukünftig können wir in Hamburg mit dem SOS-Kinderdorf, den ambulanten Hilfen und dem Familienzentrum alle Möglichkeiten der Hilfe aus einer Hand anbieten. So besteht die Möglichkeit der fließenden Übergänge zwischen den verschiedenen Hilfeformen – vom niedrigschwelligen Einstieg in der offenen Arbeit bis zur Kinderdorffamilie als stationäres Angebot. So können wir den Menschen, die zu uns kommen, verlässliche und konstante Beziehungen bieten.

Warum ist SOS-Kinderdorf mittlerweile in viel mehr Großstädten aktiv als früher?

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Einrichtungsleiter Torsten Rebbe

Da immer mehr Menschen in Städten leben, sind wir mit dem städtischen Kinderdorf dort aktiv, wo wir gebraucht werden. Wir folgen damit zum einen der Urbanisierung. Zum anderen sind wir der Meinung, dass es gut für die Kinder ist, sie dort unterzubringen, wo sie bereits ihre Freunde, Schule oder Sportverein haben. Für viele Kinder ist es wichtig, diese Bezüge zu erhalten, und sie dort unterzubringen, wo sie herkommen. Der Hafen für Familie ist also eine Hamburger Einrichtung für Hamburger Kinder.

Welche Angebote fehlen in Hamburg am Meisten?

In Hamburg fehlen nach wie vor Plätze für die stationäre Unterbringung. Eine familienähnliche Unterbringung wie in einer SOS-Kinderdorffamilie ist besonders für die jüngeren Kinder wichtig und gefragt. Gleichzeitig kann es nie genug Präventionsangebote geben, um die Eltern zu erreichen, bevor Schlimmeres passiert - bevor sich Verhaltens- und Kommunikationsweisen so einschleifen, dass es ganz schwer wird, sie zu verändern. Im Familienzentrum unterstützen wir schnell und unkompliziert, um Familienleben besser zu machen. SOS-Kinderdorf Hamburg unterstützt nicht erst mit der Geburt eines Kindes: Schon in der Schwangerschaft können werdende Eltern kommen, ihre Fragen stellen und Rat sowie Unterstützung erhalten.

Wie kann man SOS-Kinderdorf in Hamburg unterstützen?

Wir können jede Art von Hilfe gut gebrauchen. Man kann vorbei kommen und sich ehrenamtlich engagieren: von Wäsche im Kinderkleiderladen sortieren, Hausaufgabenhilfe anbieten, Kindern vorlesen oder einen Nähkurs im Familiencafé Krümel anbieten. Es gibt aber auch die Möglichkeit Kinderkleidung zu spenden und so anderen Familien zu helfen. Ebenso freuen wir uns über Geldspenden, denn gerade die offene, präventive Arbeit in unserem Familienzentrum wird kaum noch öffentlich gefördert. Hier können Sie uns mit Spenden direkt und einfach helfen und sich auch sicher sein, dass dies direkt bei den Müttern und Kindern ankommt.

So erreichen Sie uns

SOS-Kinderdorf Hamburg
Einrichtungsleitung: Torsten Rebbe

Elsässerstr. 27a
22049 Hamburg

Telefon: 040 69207650-10
Fax: 040 69207650-19

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