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Neuigkeiten aus der Flaschenpost

SOS-Flaschenpost

Zweimal im Jahr erhalten unserer Unterstützer/-innen und Förder/-innen von uns Post – die SOS-Flaschenpost. Darin werfen wir gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen, zeigen unsere Arbeit im Detail und plaudern mit Menschen, die sich für SOS-Kinderdorf Hamburg einsetzen. Werfen Sie doch einen Blick in das PDF – dort finden Sie beispielsweise noch zusätzlich ein Familienrezept und unseren Kindermund-Comic.

20. April 2022

Begleitung auf dem Weg zur Familie: Die Familien-Frühsorge hilft beim Start

Vorsichtig legen die zehn Frauen ihre Babys auf die Matte. „Und jetzt kommt in den Vierfüßler-Stand“, bittet die Kursleiterin Lara Rieche die Teilnehmerinnen des Rückbildungskurses. Aminata*, eine schlanke Frau mit dunklen Haaren und dunkler Haut, gibt ihrer Tochter einen Kuss und macht dann die Übungen mit. Aminata zog im vergangenen Jahr aus Afrika zu ihrem Mann Thomas* nach Hamburg. Zu diesem Zeitpunkt war die Frau schwanger. Zwei Monate nach ihrer Ankunft in Deutschland stand das Ehepaar dann ohne Termin vor der Tür von Lara Rieche, Hebamme und Wiebke Hoffmann, Familien-Kinderkrankenschwester.

Lara Rieche und Wiebke Hoffmann, unser Team der Familienfrühsorge

Lara Rieche und Wiebke Hoffmann, unser Team der Familienfrühsorge

Lara und Wiebke bieten die Familien-Frühsorge bei SOS-Kinderdorf Hamburg an. Davon hatte das Paar gehört. „Wir haben dann erst mal mit beiden gesprochen und schnell herausgefunden, dass dringend eine Hebamme benötigt wird“, erzählt Lara. Mit Aminata spricht Lara Englisch, da die Afrikanerin sonst nur Französisch spricht.

Bis zur Geburt gehen die werdenden Eltern in Laras Sprechstunde. „Ich habe den beiden dann in den Terminen alles rund um die Geburtsvorbereitung erzählt“, erinnert sich die Hebamme. Außerdem betreute sie Aminata rund um die Schwangerschaftsvorsorge. Die Geburt der Tochter verlief problemlos. Danach, betreuten Lara und Wiebke abwechselnd die junge Mutter zu Hause. Lara sagt: „Es waren die typischen Themen: Ich habe das Kind gewogen, zum Stillen beraten und erste Rückbildungsübungen gezeigt.“

Doch nicht nur die Betreuung des Kindes steht bei der Familien-Frühsorge im Fokus, auch das seelische Wohl und die Gesundheit der Eltern stehen im Mittelpunkt. Dazu gehören beispielsweise die weiteren Besuche der Sprechstunde. Lara erklärt: „Ich bin im engen Austausch – besonders mit den Müttern. Bei Aminata fiel mir auf, dass sie sich einsam fühlte.“ So war es eine gute Fügung, dass im Rückbildungskurs von Lara ebenfalls

eine Mutter aus Dulsberg, die französischsprachig ist, war. Die beiden verabreden sich regelmäßig im Café. An anderen Tagen besucht Aminata mit ihrer Tochter das Babycafé mit Wiebke und die Babymassage. Laras Eindruck: „Aminata ist aufgeblüht und kommt im Stadtteil an. Sie ist mittlerweile angebunden.“ Lara vermutet, dass Aminata ohne die Familien-Frühsorge keine Betreuung durch eine Hebamme gehabt hätte. Nach der Entbindung hätte es zu Stillproblemen kommen können. Auch eine Wochenbettdepression

hätte ausgelöst werden können. „Aminatas Mann berichtete von den ersten Warnanzeichen wie Appetitlosigkeit und Antriebslosigkeit. Auch die Bindung zum Kind gestaltete sich anfangs nicht einfach.“ Lara blieb im engen Kontakt mit der Familie und sprach auch oft mit dem Ehemann. Da Aminata erst sprachliche und kulturelle Hürden überwinden musste, half der regelmäßige Kontakt mit der Familien-Frühsorge Einsamkeit beziehungsweise Isolation zu verhindern. „Dank der Spenden für unsere Angebote können wir Babys, Kleinkindern und Eltern helfen“, freut sich Lara.

Wie die Tochter von Aminata und Thomas heißt? Lara.

Lara Rieche arbeitet als Hebamme und Wiebke Hoffmann als Familien-Kinderkrankenschwester in der Familien-Frühsorge im „Hafen für Familien“.

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