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„Hafen für Familien“: Ein Zuhause für Kinder

20. Dezember 2022

Seit einem Jahr leben drei Kinderdorffamilien im „Hafen für Familien“. Was hat die Kinderdorfeltern in dieser Zeit bewegt? Was lief gut und wo hakte es?

Eine Kinderdorfmutter

Was ich wirklich toll finde: Wie die Kinder im „Dorf“, also im Familienzentrum und im Familiencafé angebunden sind. Dies ist neben der Schule ihre Schnittstelle nach außen. Durch die Kurse und das Café haben meine Kinder tolle Freunde gefunden. Es fühlt sich so an, als wären die Kinder seit Jahren da. Die Kinder können sich ausleben und nehmen dieses gerne an. Die Coronazeit in der Anfangszeit unserer „Familiengründung“ war zwar extrem anstrengend, aber irgendwie waren wir wie auf einem Schiff und es fühlte sich wie eine Art „Teambuilding“ an. Wir waren Tag und Nacht zusammen. Dadurch lernten wir uns schnell und leichter kennen, das Vertrauen wuchs enorm.
Das war schwierig
Was viel anstrengender ist, als gedacht ist: Der Aufwand der Jugendhilfe. Für die Kinder gibt es viele zuständige Personen, hier muss ich viel koordinieren und besprechen. Es fallen viele Gespräche und ein hoher administrativer Aufwand an. Dies frisst extrem viel Zeit.

Ein Kinderdorfvater

Das war wunderbar
Was mich überrascht hat: Die Nähe zu den Kindern in meiner Kinderdorffamilie fühlt sich
genauso wie die Nähe zu meinen eigenen Kindern an. Ich merke oft, wie glücklich und zufrieden sie sind. Selbst der coole Elfjährige spielt mit den kleinen Geschwistern.
Das war schwierig
Wie das Familienleben im Kinderdorf tatsächlich sein wird, kann man sich nicht vorstellen. Es wie beim ersten Kind, ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Auch Familie ohne Partner zu leben, ist für mich eine neue Erfahrung. Ich habe eine Lebensgemeinschaft um mich herum, dennoch gibt es Momente, wo ich mit den Kindern allein bin. Beispielsweise kann ich dann aufgrund des unterschiedlichen Alters nicht mit allen schwimmen gehen und muss mir entsprechend etwas einfallen lassen.