Zum Warenkorb 0

Zum Warenkorb hinzugefügt:

Schutzgebühr:

Zum Warenkorb
Zukunftswelten im SOS-Kinderdorf Hamburg
Zukunftswelten

Ausblick in die Kinderwelten 2070

Das SOS-Kinderdorf Hamburg hat zum 50-jährigen Jubiläum einen langfristigen Ausblick in die Kinderwelten 2070 gewagt. So wird auch künftig der Fokus sowohl auf die Nöte von Kindern und Jugendlichen gelenkt und ebenso auf die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten hingewiesen.

Dafür wurden in Zusammenarbeit von Z_punkt und SOS-Kinderdorf Hamburg Geschichten entlang unterschiedlicher Themenfelder entworfen. Ausgangspunkt dieser Überlegungen sind sowohl längerfristige Megatrends als auch schwache Signale und Innovationskeime, die extrapoliert in Zukunftsartefakte übersetzt werden.

Die Artefakte und Szenarien sind ausdrücklich keine wünschenswerten oder realistischen Zukunftsbilder, sondern gezielt provokative und mehrdeutig interpretierbare Spekulationen. Sie sollen dazu anregen, gegenwärtige Entwicklungen und mögliche Zukünfte aus neuen Perspektiven zu betrachten, hinterfragen und zu diskutieren.

HEUTE ÜBER (FERNE) ZUKÜNFTE NACHDENKEN

Im Projekt „Kinderwelten 2070“ haben wir versucht, über mögliche Zukünfte zu spekulieren, die fast 50 Jahre voraus liegen. Wenn wir über Zukünfte nachdenken und spekulieren, so tun wir dies oftmals mit den Wertvorstellungen und Bezugsrahmen unserer Zeit. Doch damit werden wir der Zukunft nicht gerecht, da Zukunft nicht als lineare Fortschreibung der Gegenwart verstanden werden sollte. Der gewählte Projektansatz des Design Fiction versucht sich bewusst von diesen “Fesseln der Gegenwart“ zu lösen.

Hintergrund

Dabei hilft uns ein Blick in die Vergangenheit, um zu zeigen, welch enorme Veränderungen gesellschaftlicher, politischer, technologischer, ökologischer und wirtschaftlicher Natur sich in wenigen Jahrzehnten vollziehen können. Schauen wir also von unserer heutigen Gegenwart 50 Jahre zurück, so sehen wir zu Beginn der 1970er Jahre eine Welt, in der sich die Menschen unsere heutige Gegenwart nur schwerlich hätten vorstellen können. Mehr noch: Sie hätten wahrscheinlich unsere heutige Normalität als radikale Transformation verstanden.

Wenn wir also über langfristige Zukünfte nachdenken, so ist es wichtig, dass wir unseren heutigen Bezugsrahmen stark erweitern und uns erlauben, weit jenseits des Naheliegenden und Gegenwärtigen zu denken. Viele Technologien, die heute als revolutionär gelten, werden im Jahr 2070 als banal empfunden werden. Ethische Standards und Wertvorstellungen dürften sich genauso verschieben, wie sie dies bereits in der Vergangenheit immer wieder getan haben. Die Wahrnehmung der Menschen im 2070 von ihrer Zeit wird eine andere sein. Politische Entwicklungen, aus heutiger Perspektive hochgradig transformativ oder disruptiv erscheinen, werden 2070 schlichtweg historische Normalität sein.

In den Kontext eines solchen Zukunftsverständnisses sollten auch die “Kinderwelten 2070“ eingebettet werden. Die dort beschriebenen Zukunftsgeschichten sind als Einladung zum Perspektivenwechsel zu verstehen, die den Zukunftsdiskurs bereichern und erweitern möchten.