Aktuelles

Gemeinsam gegen Kinderarmut in Hamburg

3. Mai 2018

Torsten Rebbe, Dr. Birgit Lambertz, MdB Marcus Weinberg

Torsten Rebbe, Dr. Birgit Lambertz, MdB Marcus Weinberg

Bundestagsabgeordneter Marcus Weinberg besucht SOS-Kinderdorf Hamburg

Bei seinem gestrigen Besuch des SOS-Kinderdorfs Hamburg verschaffte sich der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg, MdB, einen Überblick über die vielfältigen Angebote der Einrichtung in Dulsberg. SOS-Kinderdorf ist hier in einem Stadtteil aktiv, in dem Arbeitslosigkeit und Armut besonders viele Familien betreffen. „Auch in einer wohlhabenden Stadt wie Hamburg ist Kinderarmut ein drängendes Problem. Ich bin sehr froh, dass es Einrichtungen wie das SOS-Kinderdorf Hamburg gibt, die dem auf vielfältige Weise begegnen und vor Ort für Familien und Kinder da sind. Angebote für Bildung und Teilhabe, die sich an alle Kinder im Stadtteil wenden, stärken benachteiligte Kinder ganz gezielt“, so der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Hamburg-Altona.

Dr. Birgit Lambertz, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf e.V. und Torsten Rebbe, Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorfs Hamburg, führten den Familienpolitiker durch die Einrichtung in Dulsberg. Seit mehr als 40 Jahren unterstützt SOS-Kinderdorf Kinder, Jugendliche und Familien in problematischen Lebenslagen in Dulsberg, Wandsbek, Eimsbüttel und Eidelstedt. Neben Hilfen zur Erziehung und Wohngruppen für junge Menschen gibt es in Dulsberg das Familienzentrum mit Familienberatung, Kinderkleiderladen, Kursen für Kinder und Eltern sowie vielen weiteren Angeboten. Laut Statistikamt Nord gehört Dulsberg zu den Stadtteilen mit dem niedrigsten Einkommen. Hamburgweit ist in dem kleinen Stadtteil im Norden Hamburgs die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 65-Jährigen mit 9,2 Prozent fast doppelt so hoch wie in den anderen Stadtteilen Hamburgs. In Dulsberg lebt über die Hälfte der Kinder nur mit einem Elternteil zusammen. „Wir möchten den Kindern und ihren Familien vor Ort mit passgenauen Angeboten helfen. So unterstützen wir Familien etwa bei Schwierigkeiten im Alltag, fördern benachteiligte Kinder ganz gezielt und ermöglichen so Chancengerechtigkeit“, erläutert Rebbe den Ansatz des SOS-Kinderdorfs Hamburg. In den kommenden Jahren wird SOS-Kinderdorf Hamburg mit noch mehr Platz und Angeboten für Kinder und Familien präsent sein –am Straßburger Platz in Dulsberg wird der „Hafen für Familien“ gebaut. In dem Neubau werden ab 2020 sowohl Kinderdorffamilien ein neues Zuhause als auch die Hamburger einen weiteren Ort der Begegnung, Bildung und Unterstützung finden.

Armutskreislauf durchbrechen – Chancengerechtigkeit ermöglichen

SOS-Kinderdorf setzt sich seit über 60 Jahren dafür ein, dass alle Kinder die gleichen Chancen auf eine gute Zukunft erhalten. Fast jedes fünfte Kind wächst hierzulande in Armut auf. Diese jungen Menschen haben oft schlechtere Bildungschancen, stehen häufiger im gesellschaftlichen Abseits und sind vielfach in ihrer gesundheitlichen Entwicklung beeinträchtigt. Das schränkt ihre Zukunftschancen von Anfang an ein. „Kinderarmut ist immer noch ein Problem in Deutschland. Dem müssen wir mit einem gezielten Maßnahmenmix aus besserer finanzieller Unterstützung, einer Verbesserung des Bildungs- und Teilhabeangebotes sowie dem Ausbau der Kinderbetreuung begegnen. Kinder- und Jugendhilfeträger wie SOS-Kinderdorf leisten hier einen wertvollen Beitrag“, so Weinberg. „Wir fordern von der Politik schon lange ein wirkungsvolles familienpolitisches Gesamtkonzept, das für alle jungen Menschen gerechte Zukunftschancen eröffnet. Dazu gehören aus unserer Sicht finanzielle Leistungen, Betreuungsangebote und individuelle Unterstützung. Wir freuen uns daher, mit der Politik und ihren Vertretern in einen intensiven Dialog treten und Probleme vor Ort ansprechen zu können“, erklärte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des deutschen SOS-Kinderdorfvereins Dr. Birgit Lambertz.

Ihre Ansprechpartnerin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Annika Bach