Marie-Luise Conen

Dr. Marie-Luise Conen arbeitet in freier Praxis als Paar- und Familientherapeutin, als Supervisorin und Fortbildnerin in Berlin. Sie wirkt als Gesamtleiterin ihres Berliner Context-Instituts fü Systemische Therapie und Beratung. In den Jahren 1993 bis 2000 fungierte sie als Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie. Sie war 14 Jahre in Verbandsfunktionen tätig und hat sich dort für die Anerkennung der systemischen Therapie als psychologische Psychotherapie eingesetzt.




„Zukunftsvision Jugendhilfeorientiert am heutigen Defizit“

Jugendhilfe in 20 Jahren - es ginge auch anders ...

Die Professionalisierung innerhalb der Jugendhilfe hat nicht nur positive Entwicklungen ermöglicht, sondern auch zu Abwegen, Irrleitungen und selbstgemachten Problemen geführt. Finanzen, Verwaltung und strukturelle Bedingungen machen es zunehmend schwer eine „gute“ Soziale Arbeit zu leisten und mit Klienten die tragfähige Beziehung zu entwickeln, die eine erfolgreiche Arbeit überhaupt ermöglicht. 

Wie im Jahre 2040 eine Jugendhilfe aussehen könnte, wird Marie-Luise Conen zu verschiedenen Aspekten möglicher positive Zukunftsszenarien in ihrem Vortrag darlegen. Repolitisierung, Organisierung, Solidarität mit den Klienten, Überwindung der Misstrauenskultur, Qualitätsverbesserungen, Orientierungsrahmungen ohne pathologisierende Diagnostiken, Befreiung von einer am Finanzkalkül orientierten „Kurzzeitorientierung“ sind nur einige der möglichen Szenarien.