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Unser Referent: Karl Heinz Brisch, Univ.-Prof.

Univ Prof. Karl Heinz Brisch, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Karl Heinz Brisch, Univ.-Prof. an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg, Dr. med. habil., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Neurologie. 

Prof. Karl-Heinz Brisch

Prof. Karl-Heinz Brisch

Er ist Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gruppen mit Ausbildung in spezieller Psychotraumatologie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er war Vorstand des weltweit ersten Lehrstuhls für Early Life Care und leitete das gleichnamige Forschungsinstitut an der PMU in Salzburg. Als Oberarzt leitete er viele Jahre die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München. Seine klinische Tätigkeit und sein Forschungsschwerpunkt umfassen den Bereich der frühkindlichen Entwicklung und der Psychotherapie von bindungstraumatisierten Menschen in allen Altersgruppen. 

Brisch entwickelte die Präventionsprogramme “SAFE® - Sichere Ausbildung für Eltern” und “B.A.S.E® - Babywatching”, die inzwischen auch international Verbreitung gefunden haben. Er ist Gründungsmitglied der „Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit“ (GAIMH e. V.), und war dort viele Jahre lang im Vorstand. Brisch ist Autor vieler Fachartikel und Bücher zum Thema Bindung und Trauma sowie bindungsbasierter Psychotherapie. Er verbreitet die Inhalte und Ergebnisse der Bindungs- und Traumaforschung und Psychotherapie auch durch viele Vorträge und die Teilnahme an zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen. Weitere Infos: www.khbrisch.de

Abstract: Trauma und Bindungsstörungen

Die Entwicklung einer sicheren emotionalen Bindung eines Kindes an seine Eltern wird heute als ein bedeutender Schutzfaktor in der kindlichen Entwicklung betrachtet. Kinder mit einer sicheren Bindung können sich besser in die Gefühle anderen Menschen hineinversetzen, haben eine bessere Sprachentwicklung, sind kreativer, haben mehr Freunde, und finden rascher Lösungsmöglichkeiten in schwierigen Situationen.

Die Bindungsentwicklung ist allerdings durch vielfältige Einflüsse störbar. Am besten untersucht sind die elterliche Feinfühligkeit in der frühen Interaktion mit ihrem Kind, die affektive Bedeutung der frühen sprachlichen Kommunikation sowie der Rhythmus in der Abstimmung von Handeln und Sprache zwischen Eltern und Kind.

Traumatische Erfahrungen der Eltern und anderer Bezugspersonen können durch kindliches Verhalten wieder aktiviert werden und dazu führen, dass die Bezugspersonen ihrerseits die eigenen unverarbeiteten Erfahrungen, etwa von Gewalt und Missbrauch, mit den Kindern wiederholen. Auf diese Weise können unverarbeitete Traumata über Generationen weitergegeben werden und zur Entwicklung von Bindungsstörungen führen.

Anhand von Videobeispielen wird eine Einführung in die Grundlagen der Bindungstheorie gegeben sowie erste Schritte einer bindungsorientierten Begleitung, Beratung und Therapie dargestellt. Abschließend werden die bindungsorientierten Präventionsprogramm SAFE®-Sichere Ausbildung für Eltern (www-safe-programm.de) sowie B.A.S.E. ®- Babywatching (www.base-babywatching.de) zur Prävention von aggressiven und ängstlichen Verhaltensstörungen in Kindergärten und Schulen vorgestellt.





Familie und Professionalität – wie passt das zusammen?

Antworten auf diese Frage möchte Bianca Beham, Referentin SOS-Kinderdorf e.V. mit dem Modell „Doing Family“ liefern. Sie wird unter anderem aufzeigen, wie sich in dem Bedingungsgefüge aus Zugehörigkeitsgefühl–Vertrautheit–Fürsorge–Intimität– gegenseitiger Akzeptanz Familie nicht nur strukturell erkennen, sondern auch emotional erleben lässt. Die Gestaltung von professionellen Beziehungen in unserer Arbeit gibt Fachkräften die Möglichkeit, gemeinsam mit den ihnen anvertrauten Hilfe suchenden Menschen für sie einen Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden.

Trauma begegnen – Bindungen ermöglichen:

In den Kinderdorffamilien leben Kinder, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr in ihren Ursprungsfamilien leben können. Lebensumstände oder auch einzelne, einschneidende Ereignisse, haben diese Kinder geprägt. Einen sicheren Hafen werden sie dort finden, wo Ihren Lebenssituationen und Bedürfnissen individuell mit Verständnis und Wissen um diese begegnet wird. Sie brauchen einen Ort, an dem sie neue, sichere und ergänzende Erfahrungen machen, sowie alte, tiefe Verletzungen heilen lassen können.

Was braucht es in einem professionellen Rahmen neben Fachlichkeit und Empathie, Herzenswärme, Respekt und Sensibilität noch, damit sich die Kinder „zu Hause“ geborgen fühlen und in sich Vertrauen und Stabilität wachsen lassen können? Anregungen – vielleicht sogar Antworten - können wir im Vortrag von Karl Heinz Brisch erwarten.

Wir wollen darüber hinaus mit Ihnen und Euch ins Gespräch kommen, Raum lassen, sich auszutauschen und Verbindungen zu schaffen. Wir freuen uns auf einen anregenden und verbindenden Tag. Ahoi!

Verwaltung

Susann Tietz
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Programm

  • 9:00 Ankommen
  • 9:20 Start/Begrüßung
  • 9:30 Einführung inkl. „Hafen für Familien“, insbesondere die SOS-Kinderdorffamilien
  • 10:00 Vortrag 1 – „Doing Family“
  • 11:00 Pause
  • 11:20 Vortrag 2 – „Bindung & Trauma“
  • 12:20 Mittagspause
  • 13:15 Austausch
  • 13:50 Endrunde
  • 14:00 Hausführungen
  • 15:00 Ende

Gut zu wissen

Wann: 19. August 2021 von 9 bis 15 Uhr

Kosten: Teilnahmegebühr 44,44 Euro

Ort: „Hafen für Familien“, Straßburger Straße 19, 22049 Hamburg

Anmeldeschluss: 15. Juli beziehungsweise sobald die finale Teilnehmerzahl erreicht ist

Anmeldung: Sie können sich online über unser Formular anmelden.

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