[---Image_alt---] 30384_WHV-HumanTouch_Jennifer_MaxGeuter_05.07.2017_7484
Aufsuchende Familientherapie

Hilfe zur Selbsthilfe für Familien

Was verstehen wir unter aufsuchender Familientherapie?

Das Angebot richtet sich an das gesamte Familiensystem und/oder Teilsysteme. Zielgruppe sind Familien mit Problemlagen, in denen pädagogische Interventionen nicht oder noch nicht ausreichen und andere, auf individuelle Problemlagen abzielende Hilfeleistungen, nicht angemessen sind. Der aufsuchende Charakter soll Familien den Zugang zu dem Angebot erleichtern. Aufsuchende Familientherapie findet auch im Rahmen von Krisenintervention Anwendung.

Grundlage der Arbeit in der aufsuchenden Familientherapie ist die systemische Sichtweise. Dabei ist abweichendes Verhalten von Familienmitgliedern in erster Linie als Bewältigungsversuch von Störungen innerhalb des Familiensystems zu verstehen, nicht als Persönlichkeitsmerkmal oder Eigenschaft.

Worum geht es in der aufsuchenden Familientherapie?

Aufsuchende Familientherapie dient der Verminderung und Behebung von Beziehungsstörungen und der damit verbundenen seelischen, sozialen und körperlichen Beeinträchtigungen. Die aufsuchende Familientherapie stellt daher die Familie und ihre Beziehungen in den Mittelpunkt der Interventionen. In der Zusammenarbeit werden die Selbsthilfepotentiale der Familie, die Stärken der Einzelnen und des Systems herausgearbeitet, gestärkt und nutzbar gemacht. Die Entwicklung von Eigenmotivation wird gefördert und die Familie darin unterstützt, realistische Ziele zu entwickeln.

Ziel ist es, die Familien darin zu unterstützen, ihre Probleme und Krisen in ihrer alltäglichen Lebensgestaltung zu bewältigen und mit Belastungen angemessen umzugehen. Das familiäre und soziale Beziehungsgefüge wird stabilisiert, neue Handlungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven eröffnet und die Erziehungsberechtigten befähigt, ihren Erziehungsauftrag zu erfüllen.

Wer führt die Therapie durch?

Aufsuchende Familientherapie wird von Familientherapeutinnen und -therapeuten der SOS-Kinder- und Jugendhilfen Göppingen durchgeführt. Diese verfügen über eine einschlägige Hochschulausbildung und eine abgeschlossene Weiterbildung in systemischer Therapie bzw. Familientherapie.

Wo und wie finden die Gespräche statt?

Aufsuchende Familientherapie findet in der Regel im häuslichen Umfeld der Familie statt. Die Therapie kann bis zu 12 Monaten dauern, es sind bis zu 25 Familientherapie-Einheiten möglich. Dauer und Umfang werden im Einzelfall geregelt.

Die Therapieinhalte orientieren sich an der individuellen Situation der Familie und der einzelnen Familienmitglieder. Inhalte und Ziele werden im Prozess der Auftragsklärung festgelegt und unterliegen einer kontinuierlichen bedarfsorientierten Modifizierung.

Wie wird die aufsuchende Familientherapie finanziert?

Die aufsuchende Familientherapie ist eine Maßnahme der Kinder- und Jugendhilfe nach §27 Abs.3 SGB VIII. Die Finanzierung erfolgt über das zuständige Jugendamt.

Auch Selbstzahlerinnen und Selbstzahlern kann Familientherapie angeboten werden.

Ihre Ansprechpartnerin

Eyke Baum (Dipl. Soz.Päd.)

SOS-Kinderdorf Göppingen
Fachbereichsleitung

Freihofstr. 22
73033 Göppingen

Telefon: 07161 96364-0
Fax: 07161 96364-10
eyke.baum@sos-kinderdorf.de