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Aktuelles

Not macht in der Regel erfinderisch

30. März 2020

Einblicke ins SOS-Kinderdorf Düsseldorf – Alltag in Corona-Zeiten

In der ersten Woche unserer aller neuen Zeitrechnung - der Corona Zeit - war natürlich das oberste Gebot und das aller Wichtigste sämtliche Hygienevorschriften einzuhalten und im SOS-Kinderdorf umzusetzen. Wie also schütze ich mich bestmöglich vor einer Infektion und wie bleibe ich gesund!

Jetzt geht’s los: Wir nähen Schutzmasken selbst! 

Jetzt geht’s los: Wir nähen Behelfsmasken selbst! 

Ganz schnell merkten auch wir, dass es alles andere als selbstverständlich war Schutzmasken, Desinfektionsmittel etc. zu bekommen. Aber wie schütze ich mich, wenn es keinen Schutz mehr zu kaufen gibt und der Markt „leergefegt ist“ bzw. natürlich sämtliche medizinischen Bereiche, vom Krankenhaus bis hin zum Hausarzt, in der Versorgungskette erste Priorität haben?

Behelfsmaske – selbst gemacht

So mussten wir uns überlegen, wie wir eine eigene Behelfsmaske kreieren und wie wir uns selber helfen können. Wir wären nicht das SOS-Kinderdorf Düsseldorf,  wenn bei unseren Überlegungen nicht eine bunte, kinderfreundliche Variante herauskommen würde. Natürlich sind die genähten Masken von uns nicht mit einem allumfassenden medizinischen Standard und  Produkt vergleichbar. Sie schützen aber schon in der direkten Kommunikation mit Anderen, weil sie die evtl. Infektion über die Atmung und auch Tröpfcheninfektion und –Übertragung  erst einmal unterbinden. Zudem verhindert die Maske z.T. auch ein Anfassen im Gesicht – was nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene in gleichem Maße aus Gewohnheit heraus gilt.

So wurde entworfen, wieder verworfen, wieder neu überlegt und unsere Nähmaschine fing an zu glühen. Auch der Nachschub von Stoffen und Silberdraht wurde in der Corona Zeit durchaus zu einer Herausforderung. Und so entstand in Rekordzeit v.a. für unsere betreuten Wohngruppen unser ganz persönliches Behelfsmaskenmodell „made by SOS-Kinderdorf Düsseldorf“! Und das Ergebnis kann sich wirklich, mit einem Abstand von zwei Metern, sehen lassen. Durch eine kleine eingenähte Tasche lässt sich Vlies, Molton oder ähnliches in die Maske setzen und was noch viel wichtiger ist in Zeitabständen auch austauschen. So wurde bis ins Detail überlegt wie wir unsere Kinder und auch Mitarbeiter möglichst gut schützen können mit den Möglichkeiten die wir haben.

Ratschläge vom Experten

Abgesehen von unserer Eigenkreation  werden wir auch professionell  vom ehemaligen Leiter des Essener Gesundheitsamtes Dr. Rainer Kundt eng beratend unterstützt, welcher eigentlich seit Anfang März im Ruhestand sein sollte. Von ihm bekommen wir aus erster Hand Ratschläge und Tipps wie unsere Mitarbeiter und unsere betreuten Kinder möglichst sicher durch die Zeit eines Corona Virus kommen. Es ist wahrlich ein gutes Gefühl auch aus medizinischer Sicht heraus, vor dem Hintergrund einer  langen Erfahrung von Herrn Dr. Rainer Kundt, so gut beraten und begleitet zu werden und immer jemand als Ansprechperson zur Verfügung zu haben.

So stellen sich auch das SOS-Kinderdorf Düsseldorf und Essen mit allen Mitteln, inkl. kreativer Ideen, gegen das Corona Virus - denn nur gemeinsam sind wir stark!