Mit Kindern sprechen
Corona: Tipps für Familien

Tipps für Familien

Die Zahl der Menschen, die am Coronavirus erkranken, steigt auch in Bremen. Schulen, Krippen und Kitas bleiben zunächst bis zum 14. April geschlossen. Freizeiteinrichtungen und auch Spielplätze können nicht mehr besucht werden, soziale Kontakte sollen soweit es geht eingeschränkt werden. 

Auch das SOS-Kinderdorf Bremen hat sein Stadtteil- und Familienzentrum geschlossen und gibt Eltern nun Tipps, wie sie Kindern diese Ausnahmesituation erklären können ohne ihnen Angst zu machen und was Familien in dieser besonderen Zeit noch unternehmen können. 

Ruhe bewahren 

Zuerst einmal sollten Eltern Ruhe bewahren. Das COVID-19 Virus ist im Normalfall für gesunde Menschen nicht lebensgefährlich. Eine regelmäßige Information über neue Maßnahmen findet man zum Beipeil auf der Seite des Robert Koch Institutes, die auch Erklärvideos auf YouTube zur Verfügung stellen. Diese Informationen sollten ernst genommen und berücksichtigt werden, sie sollen aber nicht dazu führen, sich verrückt zu machen. Angst ist ansteckend: Sorgen und Ängste von Eltern können sich schnell auf Kinder übertragen. 

Altersgerechte Aufklärung 

Eltern sollten ihrem Kind altersgerecht erklären, wie man sich mit dem Virus anstecken kann und, dass all diese Maßnahmen vor allem deshalb notwendig sind, um ältere und schwächere Menschen in unserer Gesellschaft zu schützen. Vor allem sollten Eltern ihren Kinder aber erklären, wie man sich vor dem Virus schützen kann, indem man sich zum Beispiel häufiger die Hände wäscht, in die Armbeuge oder ein Taschentuch niest oder hustet und den direkten Kontakt mit hustenden oder niesenden Personen vermeidet. Eltern können ihren Kindern auch von unseren Helden, wie zum Beispiel Ärzten, Pflegern und Virologen erzählen, die gemeinsam gegen das Virus kämpfen und Erkrankten helfen wieder gesund zu werden. Besonders wichtig ist es, die Sorgen und Ängste der Kinder ernst zu nehmen und zu versuchen sie den Kindern zu nehmen.

Soziale Kontakte pflegen 

Empfohlen wird derzeit, in keinem Fall die Risikogruppe der älteren Menschen – wie beispielsweise die Großeltern – zu besuchen und auch ansonsten soziale Kontakte weitestgehend einzuschränken. Die neuen Medien bieten hier viele Möglichkeiten, uns beim Telefonieren auch zu sehen – sei es via WhatsApp, Facetime, Sykpe oder anderen Programmen. Eltern können ihren Kindern damit helfen, soziale Kontakte digital aufrechtzuerhalten. Außerdem können sich Kinder so direkt selbst davon überzeugen, dass es Oma und Opa, Familie und Freunden gut geht.

Seien Sie ein Vorbild 

Für Kinder sind die Eltern immer Vorbilder. Wir empfehlen daher: 

  • Verfallen auch Sie selbst nicht in Panik. 
  • Checken Sie nicht minütlich die Nachrichten nach neuen Entwicklungen. Und nutzen Sie bitte nur seriöse Medien und Meldungen, wie zum Beispiel der Landesregierungen oder Bundesregierung. 
  • Nehmen Sie neue Gegebenheiten besonnen an und versuchen das Beste daraus zu machen. 
  • Waschen auch Sie sich gemeinsam mit Ihren Kindern regelmäßig und gründlich die Hände, niesen oder husten in Ihre Armbeuge und meiden den Kontakt zu niesenden oder hustenden Personen. 

Beschäftigung in den eigenen vier Wänden 

Strukturen sind für Kinder sehr wichtig. Eltern sollten beispielsweise eine Zeit vereinbaren, zu der Schulaufgaben gemeinsam erledigt werden, sofern Kinder diese bekommen haben. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sein Kinderprogramm erweitert und strahlt nun zum Beipiel täglich “Die Sendung mit der Maus aus”. Gleiches gilt für “Planet Schule” bei dem Kinder aller Altersstufen von zu Hause aus lernen können. Auch in die täglichen Aufgaben können Kinder gut eingebunden werden: Machen Sie zusammen den Haushalt, kochen Sie gemeinsam, backen Sie Kuchen oder Kekse. In jedem Fall sollten Sie mit Ihrem Kind auch an die frische Luft gehen, sei das nun der eigene Garten, ein Park, ein nahegelegener Wald etc. Achten Sie dabei auf den empfohlenen Abstand zu anderen Menschen.

Telefonische Beratung und weitere Tipps 

Für Eltern, die individuelle Hilfe benötigen stehen die Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes Bremen natürlich weiterhin zur Verfügung. Werdende Eltern sowie junge Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren können sich telefonisch an die Mitarbeiterinnen der Frühberatungsstelle-Süd wenden. Diese sind unter 0421 59712-70 und -62 erreichbar. Für alle anderen Familien sind die Mitarbeitenden des SOS-Kinderdorfes Bremen unter 0421 597120 da. Das SOS-Kinderdorf Bremen veröffentlicht zusätzlich familienrelevante Themen auf seiner Facebookseite.

So erreichen Sie uns

SOS-Kinderdorf Bremen
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Einrichtungsleitung: Dr. Lars Becker

Friedrich-Ebert-Straße 101
28199 Bremen

Telefon: 0421 59712-0
Fax: 0421 59712-11

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