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Wiebke berichtet von ihrer Arbeit im Fachdienst

19. Januar 2024

Im Fachdienst des SOS-Kinderdorfes Bremen arbeiten Psychologinnen und Pädagoginnen mit vielfältigen Zusatzqualifikationen. Sie beraten die pädagogischen Fachkräfte in den verschiedenen Leistungsangeboten und übernehmen die Elternberatung in den Kinderwohngruppen.
Wiebke Lehmhus ist seit 2020 Teil des Fachdienst. Als Diplom Psychologin mit Weiterbildung zur Systemischen Beraterin übernimmt Sie anspruchsvolle und bedeutende Aufgaben im SOS-Kinderdorf Bremen.
Was bedeutet eigentlich „Fachdienst“ und was sind Deine konkreten Aufgaben im SOS-Kinderdorf Bremen?
Der Fachdienst begleitet die pädagogischen Teams in ihrer Arbeit. Konkret bedeutet das: Wir stehen sowohl mit den pädagogischen Teams als auch mit den jeweiligen Bereichsleitungen im Austausch. Meine Kolleginnen und ich sind jeweils festen Angeboten und Teams zugeordnet. Ich zum Beispiel begleite die Kitas, die Frühberatung, den offenen Bereich und die Kinderwohngruppen.
Es finden regelmäßig Fallbesprechungen statt. Gemeinsam mit dem jeweiligen Team wird die pädagogische Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen reflektiert und weiteres pädagogisches Handeln besprochen. Die Aufgabe des Fachdiensts ist es, diese Prozesse und auch Teamtage zur inhaltlichen und konzeptionellen Arbeit und Weiterentwicklung zu moderieren.
 
4x im Jahr bietet der Fachdienst die „Teamübergreifende Fachberatung“ (TüF) an. Der Schwerpunkt liegt hier im Austausch und der Vernetzung der verschiedenen Teams untereinander. Gemeinsam setzen wir uns hier mit Herausforderungen und Fragen auseinander.
Darüber hinaus geben wir inhaltlichen Input zu Themen, die in der jeweiligen pädagogischen Arbeit relevant sind. Seit 2023 bieten wir als Fachdienst wieder Fortbildungen an. Diese sind im Sonnenblumenflyer und im Veranstaltungsprogramm des forum49 ausgeschrieben. 
Meine Querschnittsaufgabe ist außerdem die Pflege der dezentrale Fachbibliothek des SOS-Kinderdorf Bremen, das bedeutet ich beschaffe Fachliteratur und pflege sie in unser Bibliothekssystem ein. So können alle Mitarbeiter*innen einsehen, an welchem Standort sich ein Buch befindet und dort ausleihen.  
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus – und gibt es den überhaupt?
Hier gehen Theorie und Praxis oft auseinander. „Typisch“ ist auf jeden Fall, dass ich als Fachberaterin meist in die Einrichtungen der Teams fahre, also z.B. in die Wohngruppen oder in die Kitas. Je nach Anliegen und Fragestellung begleite ich in den Kitas auch die Gruppen in ihrem Alltag, hier gibt es dann schon mal die ein oder andere Situation, die Flexibilität und einen „Plan B“ erfordert. 
Was macht Dir besonders viel Spaß an deiner Arbeit und was stellt Dich vor Herausforderungen?
Mir gefällt an meiner Arbeit, dass sie so vielfältig und abwechslungsreich ist. Ich arbeite sehr gerne mit unseren pädagogischen Teams zusammen und freue mich auch immer darüber ab und zu ein bisschen „Kindergarten-Luft“ schnuppern zu können. Grundsätzlich freue ich mich darüber durch meine Arbeit Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung unterstützen zu können, auch wenn ich dies natürlich aus einer gewissen Entfernung tue. 
Manchmal stellt mich mein Terminkalender aber auch vor Herausforderungen.
Kurz und knapp gesagt: Was macht diese Arbeit für Dich aus? 
Vielfalt an Themen und Flexibilität.
Vielfältige Arbeit mit Pädagogischen Teams, Kindern und Eltern.
Pädagogische und Konzeptionelle Prozesse begleiten und entwickeln mit dem Blick auf die Betreuten und der Frage, wie wir sie in ihrer Entwicklung begleiten und unterstützen können.
Liebe Wiebke, danke für Deine offenen Worte und dass Du dir Zeit für dieses Interview genommen hast!