Aktuelles

Vielfältiges Engagement und hohe Wertschätzung

17. September 2019

Im Familienzentrum ist immer jede Menge los

Im Familienzentrum ist immer jede Menge los

Über 100 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit des SOS-Kinderdorfs Bremen

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre das SOS-Kinderdorf Bremen nicht das, was es ist. Über 100 Ehrenamtliche unterstützen die vielfältige Arbeit des Trägers – ob als Servicekraft im Offenen Café, als Hausaufgabenhilfe oder als Mentorin. Unter den Engagierten sind sowohl Studierende als auch Berufstätige, ebenso wie Menschen, die in Rente sind oder gerade eine Zeit der Arbeitslosigkeit überbrücken möchten. Die jüngste Ehrenamtliche ist gerade einmal 20, die älteste bereits 79 Jahre alt. Und ebenso vielfältig wie die Personen, sind auch die Formen des Engagements.

Dieter Lübkemann ist einer der vielen Ehrenamtlichen im SOS-Kinderdorf Bremen

Dieter Lübkemann ist einer der vielen Ehrenamtlichen im SOS-Kinderdorf Bremen

Dieter Lübkemann ist einer der vielen Ehrenamtlichen im SOS-Kinderdorf Bremen und schon seit knapp vier Jahren Teil der SOS-Kinderdorf-Familie. Jeden Mittwoch von 9 bis 13 Uhr ist er im Offenen Café des SOS-Kinderdorf-Zentrums in der Friedrich-Ebert-Straße anzutreffen, kocht Kaffee, begrüßt die Gäste und sorgt dafür, dass sich alle rundum wohlfühlen. „Ich gehe gerne auf Menschen zu. Hier habe ich dazu Gelegenheit“, erklärt der junggebliebene Rentner die Begeisterung für sein Engagement. Besonders freut er sich, wenn Gäste kommen, die er bereits kennt: „Es bedeutet mir viel, dass auch ihnen das Wiedersehen Freude bereitet.“

Besonders das Offene Café lebt vom Ehrenamtlichen Engagement, erklärt Sarah Stoppe-Ramadan, die Ehrenamtskoordinatorin des SOS-Kinderdorfs-Bremen. Hier sind Ehrenamtliche im Service und als Gastgeber*innen aktiv, es gibt von Ehrenamtlichen geleitete Sprachcafés und auch die Kreativangebote, das Kasperletheater oder die Weihnachtsbäckerei werden von ehrenamtlich Engagierten angeboten. „Die Vielfalt, die wir hier haben, wäre ohne das tolle Engagement der vielen Ehrenamtlichen nicht möglich“, bestätigt die Koordinatorin. Neben einem Engagement im Offenen Café gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten, sich einzubringen: Im Second-Hand-Laden Klamöttchen, der sich ebenfalls im Haus in der Friedrich-Ebert-Straße befindet, werden ehrenamtliche Verkäufer*innen gebraucht und auch bei Wochenendveranstaltungen ist das SOS-Kinderdorf-Zentrum immer wieder auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen angewiesen.


Wer sich lieber ganz direkt mit Kindern und Jugendlichen engagieren möchte, kann dies zum Beispiel in den beiden Neustädter Grundschulen tun, in denen SOS-Kinderdorf die Betreuung am Nachmittag sicherstellt. Hier unterstützen Ehrenamtliche bei den Hausaufgaben und können so auch mal individuellere Hilfe bei einzelnen Kindern leisten. Darüber hinaus sucht das SOS-Kinderdorf Bremen für einige – oft geflüchtete – Kinder und Jugendliche auch immer wieder Mentoren und Mentorinnen. Diese treffen sich regelmäßig mit ihren Schützlingen, unternehmen gemeinsam Ausflüge, sind zusätzliche Ansprechpartner bei Problemen oder unterstützen konkret bei besonderen Herausforderungen wie einer anstehenden Wohnungs- oder Ausbildungsplatzsuche. Auch Deutschlernen oder Nachhilfe in anderen Fächern können Bestandteil einer Mentorenschaft sein.

Viel Verantwortung, die die Ehrenamtlichen im SOS-Kinderdorf Bremen übernehmen, doch dafür bekommen sie auch eine Menge zurück. „Es gibt regelmäßig Dankesabende für unsere Ehrenamtlichen, wo wir ihr Engagement würdigen und die Ehrenamtlichen mal verwöhnt werden“ berichtet Sarah Stoppe-Ramadan. Darüber hinaus werden die Engagierten wie die Hauptamtlichen Mitarbeiter behandelt, zu allen Festen, wie zum Beispiel zur Weihnachtsfeier, eingeladen und es gibt in jedem Jahr einen besonderen Ausflug: „Im letzten Jahr sind wir gemeinsam zur Deutsche Meisterschaft der Formationen gefahren, in diesem Jahr geht es zu Werder Bremen“ freut sich die Koordinatorin. Doch nicht nur diese Form der Wertschätzung ist für die Ehrenamtlichen wichtig. „Viele genießen einfach den Kontakt mit Menschen, sie möchten sich für das Quartier einsetzen oder Kindern und Jugendlichen helfen“, zählt Stoppe-Ramadan auf. Und so geht es auch Dieter Lübkemann: Auch er genießt die lebendigen, bunten und manchmal lauten Stunden im Café – ebenso wie die „hervorragende Teamarbeit und die gegenseitige Wertschätzung“.