25. 06. 2018

Hier geht die Liebe durch den Roboter

Gruppenfoto von Jugendlichen mit selbst gebauten Robotern

SOS-Kinderdorf Bremen feiert Abschluss des gemeinsamen Bildungsprojekts mit Airbus und dem SZ Neustadt

Geflüchteten den Einstieg in unsere Gesellschaft und Arbeitswelt zu erleichtern war das Ziel der Kooperation von SOS-Kinderdorf Bremen, Airbus und Schulzentrum Neustadt. Am Freitag, den 22. Juni 2018 kam das Projekt zu einem feierlichen Abschluss, bei dem die jungen Geflüchteten voller Stolz ihre Ergebnisse präsentierten und eine Jury die originellsten und kreativsten Erzeugnisse kürte.

Drei Jugendliche setzen einen Roboter zusammen Bild vergrößern
Ein Schuljahr intensiver Arbeit liegt hinter den acht jungen Teilnehmern des Robotikprojekts, das SOS-Kinderdorf Bremen, Airbus und SZ Neustadt gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Unter Anleitung der beiden Airbus-Ingenieure Gerhard Urban und Heinrich Fischer haben die Jugendlichen im letzten Jahr gelernt, mithilfe von Lego-Technik Roboter zu bauen und zu programmieren. Bunt leuchtende und sogar feuerspuckende Roboter fahren an diesem Freitagvormittag durch das SOS-Kinderdorf-Zentrum in der Bremer Neustadt und bringen das geladene Publikum zum Staunen.

Resal Mohammad mit einem selbst gebauten Roboter Bild vergrößern

Zum strahlenden Sieger kürt die Jury den Jugendlichen Resal Mohammad, der für seinen hochkomplizierten Roboter 200 € Preisgeld erhält. Doch Verlierer gibt es an diesem Tag keine: Der 2. Preis ist mit 150 € dotiert, der 3. Preis mit je 100 € und auch die übrigen Teilnehmer erhalten Trostpreise in Höhe von jeweils 50 Euro. Dazu gibt es für alle ein Zertifikat von Airbus, das ihnen bei Bewerbungen um Ausbildungs- oder EQ-Plätze vielleicht den einen oder anderen Vorteil einbringt. Neben fachlichen Qualifikationen nehmen die jungen Flüchtlinge aber noch viel mehr aus dem Projekt mit, ist sich Hans-Günter Sanders, einer der beiden Integrationslotsen, die das Projekt von Seiten des SOS-Kinderdorfs Bremen aus begleitet und unterstützt haben, sicher. „Hier geht die Liebe durch den Roboter“, freut sich der pensionierte Pastor und meint damit die vielen Beziehungen und Bindungen, die zwischen den Jugendlichen, den Lehrkräften und Integrationslotsen entstanden sind und ebenfalls ganz viel zur Integration beitragen.

Ein selbst gebauter Roboter Bild vergrößern

Auch Karin Mummenthey, Leiterin des SOS-Kinderdorfs Bremen, bedankt sich zum Abschluss des Projektes bei den Lehrern, den Integrationslotsen und den Mitarbeitern von Airbus für das außerordentliche Engagement und das Herz, mit dem die Beteiligten den jungen Menschen eine Chance gegeben haben. Ebenfalls dankbar zeigt sich Gerhard Urban von Airbus: „Wir freuen uns, dass wir bei der Integration dieser jungen Menschen dabei sein durften. Airbus war es von Anfang an wichtig, etwas zu tun.“ Neben der Vermittlung von praktischem Handwerkszeug im Bereich Robotik, Elektronik, Informatik und Automatisierungstechnik, war es Airbus auch ein Anliegen, den Jugendlichen „deutsche Arbeitskultur“ mit auf den Weg zu geben: Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit und Ausdauer. Dass das erfolgreich war, bestätigt schließlich auch Frau Mahlmann, Schulleiterin des SZ Neustadt, die die Projektteilnehmer als Klasse mit der besten Pünktlichkeit und den geringsten Fehlzeiten lobt – gelungene Integration auf allen Ebenen.