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Aktuelles

Frank Imhoff besucht Careleaver.Bremen

11. August 2021

„Ich habe so lange auf diesen Tag gewartet, um ihnen zu sagen, wie toll das hier ist“, sagte die sichtlich begeisterte Nora in Richtung des CDU-Politikers. Die junge Frau, die demnächst 23 wird, hat bereits in der Jugendwohngemeinschaft des SOS-Kinderdorfs Bremen in der Neustadt gewohnt und wurde anschließend von den SOS-Ambulanten Hilfen in der eigenen Wohnung betreut. Sie hatte in dieser Zeit erfolgreich eine Ausbildung abgeschlossen und wurde von ihrem Lehrbetrieb, einer Hotelkette, übernommen. Bis ihre Stelle nach Beginn der Corona-Pandemie abgebaut wurde.

Anlaufstelle für junge Menschen

In dieser Situation holte Nora sich Unterstützung bei Careleaver.Bremen, der Anlauf- und Beratungsstelle für Careleaver. Im September 2020 eröffnete das SOS-Kinderdorf Bremen an der Domsheide die erste Anlaufstelle für junge Menschen, die früher in der Jugendhilfe gelebt haben und nun ohne Betreuung sind. „Häufig kommen sie mit Anträgen zu uns, die sie nicht verstehen, auf deren Bewilligung sie aber dringend angewiesen sind“, berichtet Brigitte Wittig. Die studierte Sozialpädagogin arbeitet mit drei weiteren Fachkräften als Beraterin in der Anlauf- und Beratungsstelle. „Und wenn sie dann erst einmal Vertrauen gefasst haben, dann kommen häufig auch persönlichere Themen zur Sprache“.


Frank Imhoff, der sich als Präsident der Bremer Bürgerschaft das Ziel gesetzt hat, den direkten Kontakt zu den Bremer Bürgerinnen und Bürgern zu halten, besuchte die SOS-Einrichtung im Rahmen seiner Sommertour und zeigte sich beeindruckt von Noras und Julias Schilderungen. Julia, die inzwischen selbst Erzieherin gelernt hat, berichtete von den Brüchen in ihrem Lebenslauf, die nicht untypisch sind für Careleaver. Sie hätte sich einen Ort wie Careleaver.Bremen in ihren ersten Jahren nach der Betreuung gewünscht, um Unterstützung zu erhalten: „Das ist definitiv so“.

Careleaver sind häufig auf sich allein gestellt

Während Gleichaltrige auch im Erwachsenenalter häufig auf die Unterstützung der Herkunftsfamilie bauen können, müssen Careleaver die Herausforderungen des Erwachsenenlebens eher allein bewältigen. „Die jungen Menschen gehen nach der Betreuung ihren Weg weiter und schaffen das in aller Regel auch sehr gut“, berichtet der Leiter des SOS-Kinderdorfs Bremen, Lars Becker. „Aber es gibt diese Momente, in denen sie Unterstützung benötigen. Und um zu vermeiden, dass aus kleinen Krisen große Krisen werden, haben wir die Anlauf- und Beratungsstelle ins Leben gerufen, ausschließlich finanziert durch Spenderinnen und Spender sowie Stiftungen“. Die Schütting-Stiftung der Handelskammer unterstützt dieses Projekt über drei Jahre hinweg mit einem fünfstelligen Betrag.

Jeden Dienstag und Donnerstag können sich junge Menschen, die selbst einmal in der Jugendhilfe gelebt haben, kostenlos und anonym beraten lassen. „Dabei spielt es keine Rolle, ob sie von SOS-Kinderdorf oder von einem anderen Träger betreut wurden“, ergänzt Mitarbeiterin Mareike Althoff.

Mehr Informationen finden Sie hier: