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Mama und Baby Fitness
Ist mein Kind ein Schreikind?

Wenn Babys keine Ruhe finden

Alle Babys schreien und weinen. So zeigt ein Baby, dass es Hunger oder Schmerzen hat oder Halt und Kontakt braucht. Je jünger das Baby ist, umso direkter drückt es seine Bedürfnisse körperlich aus. Wenn es ihm gut geht, dann ist es entspannt, schaut wach und lächelt. Babys haben Fähigkeiten sich selbst zu regulieren. Wenn sie beispielsweise den Blick abwenden, an ihrem Finger saugen oder ihre Füßchen zusammenlegen, können sie sich selbst spüren und sich vor einem Übermaß an Reizen schützen. Eltern sollten diese Zeichen beachten, denn das Schreien eines Babys hat einen Grund. Es sollte immer sofort eine Reaktion seiner Bezugsperson erfahren, nur so entwickelt das Kind Vertrauen in sich und seine Eltern. Um die sechste Lebenswoche herum hat das Schreien oft einen Höhepunkt, häufig in den späteren Nachmittagsstunden. Vermutlich werden die Babys offener für die Reize ihrer Umgebung. Das ist wichtig für ihre Entwicklung, bedeutet aber, dass manche Babys schwerer zur Ruhe kommen.

Was Babys gut tut

Viele Eltern machen gute Erfahrungen damit, ihre Babys  in einer Tragehilfe bei sich am Körper zu tragen. Auf diese Weise spüren die Eltern schon frühzeitig, welche Bedürfnisse das Baby gerade ausdrückt. Den Kindern tun Nähe und Körperkontakt gut, sie fühlen sich beschützt und nicht allein und die Bewegungen wirken beruhigend.

Falls Ihr ansonsten gesundes Baby viel schreit, möchte ich Ihnen folgendes empfehlen: Sie können Ihrem Baby das Gefühl geben, dass Sie mit ihm fühlen, indem Sie ruhig mit ihm sprechen. Wenn es noch nicht außer sich ist, können Sie in aufeinander folgenden Stufen versuchen, das Baby zu beruhigen durch  Anschauen, Ansprechen, Berühren, Händchen  Halten, Arme und Beine zur Körpermitte führen, in Beugehaltung Festhalten, Hochnehmen, Saugen und schließlich Trinken lassen. Sie helfen Ihrem Baby, wenn Sie ihm in seiner wachen, offenen Phase einige Minuten ungestörte Aufmerksamkeit widmen. Auch eine Babymassage kann hilfreich sein oder das Kind zu „pucken“, d.h. es sehr fest einwickeln, damit es sich nicht durch seine eigenen fahrigen Bewegungen erschreckt und destabilisiert. Wählen Sie zur Beruhigung möglichst gleiche Abläufe und eine bestimmte Methode. Es besteht sonst die Gefahr, dass Ihr Baby überreizt wird.

Holen Sie sich Hilfe

Wenn Ihr Baby mehr als drei Stunden täglich an mindestens drei Tagen in der Woche und mehr als drei Wochen lang schreit, spricht man von einem „Schreibbaby“. Wenn Eltern das Gefühl haben, dass ihr Baby zu viel schreit, ihre Nerven blank liegen oder Aggressionen gegenüber dem Kind verspüren, dann macht es Sinn, sich Hilfe zu suchen. Die Gründe für das Schreien können ganz unterschiedlich sein:

  • Wenn es eine Geburt mit Komplikationen war. Das muss auch ein Baby erst mal „verdauen“ und das Weinen kann dabei helfen. Bewährt haben sich körpertherapeutische Hilfen, um Blockaden zu lösen und das Kind deshalb nicht gut trinken oder entspannen kann.
  • Das Kind ist schnell überreizt und hat noch keinen guten Rhythmus fürs Schlafen und Trinken gefunden.
  • Die Eltern sind nach der Entbindung erschöpft, finden kaum Ruhe und möchten alles perfekt machen. Den Eltern mangelt es an Entlastung,
  • Die Eltern haben das Gefühl, sie kommen mit ihrem Kind nicht gut in Kontakt. Es kann ein negativer Kreislauf entstehen.

Bitte bleiben Sie nicht allein mit Ihrem Baby, holen Sie sich Unterstützung. Wenden Sie sich an Ihre/n Kinderarzt/in, Ihre Hebamme, die Frühberatungsstelle in Ihrem Bezirk oder eine Schrei- oder Säuglingsambulanz.

Tipps und Tricks von unserer Expertin

Ulrike Glingener ist Dipl.-Sozialpädagogin in der Frühberatungsstelle Süd des SOS-Kinderdorf Bremen und ist dort seit über 20 Jahren beschäftigt.

Sie hat Erfahrungen in der Erziehungsberatung und Familienhilfe, im Familienkrisendienst, als PEKIP®-Gruppenleiterin für Eltern-Baby/Kind-Gruppen. Ulrike Glingener ist zudem SPIN® Video-Home-Trainerin und in der entwicklungspsychologischen Beratung tätig.

So erreichen Sie uns

Frühberatungsstelle Süd
Niedersachsendamm 20a
28201 Bremen

Ansprechpartner:
Ulrike Glingener, Astrid Schwarz, Hildegard Wältermann, Fethiye Töngel, Petra Hock, Ruby Ebel

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