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Kleinkind spielt auf dem Boden
Grenzen und Konsequenzen

Klare Regeln geben Sicherheit

Grenzen sind wichtig: Sie bieten Menschen Sicherheit und Orientierung, Halt und Schutz vor Gefahr.
Kleinkinder können sich noch nicht nach unseren Worten richten. Wir müssen handeln, das verstehen sie. Wenn Eltern die CD-Sammlung verbieten, sollten sie nach dem NEIN, das Kind von den CDs wegbringen oder die Zimmertür verschlossen lassen. Dennoch, Kinder haben einen natürlichen Erkundungsdrang und Eltern können dem Kind zeigen, was erlaubt ist.

Vorbild sein für Kinder

Wir sollten selbst auch Grenzen einhalten und beispielsweise Kinder nicht gewaltsam zu etwas zwingen. Wir bringen Kindern durch unser Beispiel Respekt bei. Wichtig ist, ihre elementaren Bedürfnisse nach Kontakt, Ruhe, Essen oder Spielen gut zu erkennen, da sich kleine Kinder noch nicht steuern können. Ein müdes Kind kann man nicht erziehen.

Wir sollten nicht zu viel verbieten und uns in Ruhe überlegen, was wir erlauben, um nicht jeden Tag neue Regeln aufzustellen. Womit darf das Kleinkind im Erwachsenenzimmer spielen, wie häufig darf das 2-jährige im Elternbett schlafen oder wann werden die Zähne geputzt? Rituale helfen dabei allen. Wir müssen dem Kind klar mitteilen, was wir erwarten und uns an die gesetzten Regeln halten. Vieles wird auch mit dem Partner verhandelt werden müssen, damit eine gemeinsame Linie entsteht.

Grenzen setzen

Auch wir können nur Respekt erwarten, wenn wir unsere persönlichen Grenzen durchsetzen. Wenn wir keine Lust oder Zeit zum Spielen haben, müssen Kinder lernen, abzuwarten. Wenn wir uns verlässlich zeigen, wenn also z.B. nach dem Zeitunglesen das versprochene Bilderbuch gemeinsam angeschaut wird. Tipp: wenn ich etwas Wichtiges vorhabe, würde ich erst mit dem Kind spielen….

Die Entwicklungsphase der 2- und 3-Jährigen braucht gelassene  und verständnisvolle Eltern. Die Kinder lernen jetzt schrittweise autonom zu handeln. Sie erkennen ihren eigenen Willen, aber auch, dass sie nicht alles allein schaffen und für eigene kleine Entscheidungen die Verantwortung zu tragen haben: Wenn ich Kakao sage, bekomme ich keine Milch. Wenn ich mit diesem Auto spiele, nimmt das andere Kind das andere Auto und ich kann es nicht haben. Für ein Kind ist das manchmal gar nicht so leicht. Im Grunde wollen Kinder wie alle Menschen beteiligt sein.

Bleiben Sie gelassen

Machtkämpfe helfen nicht weiter, setzen Sie hier klare Grenzen. Und wenn ihr Kind einen Wutanfall bekommt, bleiben Sie als Eltern gelassen. Damit das leichter fällt, hilft Vätern und Müttern manchmal etwas Zeit ohne Kinder zu verbringen, um den eigenen Bedürfnisse Raum zu geben. Mithelfen lassen ist in dieser Entwicklungszeit oft eine gute Option z.B. beim Einkaufen, zu Hause Ordnung machen.

Tipps und Tricks von unserer Expertin

Ulrike Glingener,

Ulrike Glingener ist Dipl.-Sozialpädagogin in der Frühberatungsstelle Süd des SOS-Kinderdorf Bremen und ist dort seit über 20 Jahren beschäftigt.

Sie hat Erfahrungen in der Erziehungsberatung und Familienhilfe, im Familienkrisendienst, als PEKIP®-Gruppenleiterin für Eltern-Baby/Kind-Gruppen. Ulrike Glingener ist zudem SPIN® Video-Home-Trainerin und in der entwicklungspsychologischen Beratung tätig.

So erreichen Sie uns

Frühberatungsstelle Süd
Niedersachsendamm 20a
28201 Bremen

Ansprechpartner:
Ulrike Glingener, Astrid Schwarz, Hildegard Wältermann, Fethiye Töngel, Petra Hock, Ruby Ebel

Telefon: 0421-5971270

fruehberatung.kd-bremen@sos-kinderdorf.de

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