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Kinder vereint
Freundschaft

Gemeinsam spielen

Eltern fragen oft, ab wann Kinder gut miteinander spielen können. Zusammen spielen und sich sozial verhalten, entwickeln sich mit Übung!

Soziales Verhalten entwickelt sich mit der Zeit

In unseren Eltern-Kind-Gruppen, die ab einem Alter von zwei Monaten starten, beobachte ich: Kinder nehmen einander auf ganz eigene Weise wahr. Sie sind ehrlicher und direkter, geben nicht einfach nach oder lassen den anderen gewinnen. Soziales Verhalten muss sich entwickeln und je mehr Gelegenheit es dazu gibt, umso positiver wird der Verlauf sein. Aus diesem Grund sind Spielgruppen und Eltern-Kind-Treffs sinnvoll.

Bei einem Säugling geht es darum, sich selbst und die anderen wahrzunehmen. Zunächst schauen und lächeln sich Babys an. Oft ist das Weinen eines Babys für die anderen ansteckend, denn sie können sich noch nicht so gut abgrenzen. Da brauchen sie Hilfe und Trost von ihren Erwachsenen. Werden Babys mobiler, fassen sie sich an oder krabbeln dahin, wo alle Kinder sind. Jetzt geht es um Anregung und erste Nachahmung: Ich zeige dir etwas; ich geb Dir etwas; das was du hast, will ich auch haben. Die Kinder wollen so sein, wie das andere Kind und nehmen das Spielzeug weg, um es auch in den Mund zu stecken oder damit etwas auszuprobieren.

Die Kinder lernen bei allem, die eigene Kraft, die eigenen Wege, den eigenen Raum einzuschätzen und zu behaupten: Ich dreh mich weg, wenn mir jemand zu nahe kommt. Die Erwachsenen müssen dem Baby helfen, Unterschiede zu machen: Ich lerne vorsichtig ein Gesicht zu streicheln aber die Rassel darf ich kräftig schütteln.

Eltern setzen Grenzen

Der Elternjob ist hier, freundlich Grenzen zu setzen zugunsten der Kinder, die sich nicht schützen können. Ihre Impulse haben Kinder in diesem Alter noch nicht unter Kontrolle. Sie sind fasziniert davon, welche Wirkung ihr Tun hat. Licht an-Licht aus, aber auch: Ich ziehe an den Haaren - dann gibt es Geschrei!

Mit etwa 11/2 - 2 Jahren entwickeln Kinder die ersten gemeinsamen Spielideen: Sie lachen sich kaputt, rennen und toben oder: ich schieb Dich im Puppenwagen oder: wir verstecken uns zusammen in der Höhle. Jetzt sind Erwachsene nicht mehr immer die besseren Spielpartner. Gebraucht werden sie, um zu trösten oder zu ermutigen.

Für viele Erwachsenen sind die Konkurrenzgefühle der Kinder schwer auszuhalten, besonders wenn ihr Kind beißt, haut oder kratzt, um sich durchzusetzen. Das „Alles-meins-Alter“ ist so ungefähr um den 2. Geburtstag herum. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Das Kind muss die eigenen Vorstellungen ausprobieren und mit anderen Kindern in Einklang bringen. Dabei wird viel gelernt: Streiten und sich vertragen, sich durchsetzen und verhandeln. Statt für Gerechtigkeit zu sorgen, sollten Eltern das Verhalten geduldig begleiten.

Vorbild sein für die Freundschaften der Kinder

Richtige Freundschaften sehen wir etwa ab 2 1/2 Jahren. Die Kinder gehen Hand in Hand, verabreden sich zu einer gemeinsamen Konstruktionsidee oder kleinen Rollenspielen. Aber heftige Kämpfe und bittere Enttäuschungen erleben die Kinder  auch miteinander. Da braucht es erwachsene Vorbilder, die zeigen wie man „stop“ sagt und macht, wenn eine/r nicht mehr kämpfen will oder sich zur Versöhnung die Hand gibt, wenn eine/r gekränkt wurde. Dann spielen sie vielleicht auch wieder „schön“ miteinander.

Tipps und Tricks von unserer Expertin

Ulrike Glingener,

Ulrike Glingener ist Dipl.-Sozialpädagogin in der Frühberatungsstelle Süd des SOS-Kinderdorf Bremen und ist dort seit über 20 Jahren beschäftigt.

Sie hat Erfahrungen in der Erziehungsberatung und Familienhilfe, im Familienkrisendienst, als PEKIP®-Gruppenleiterin für Eltern-Baby/Kind-Gruppen. Ulrike Glingener ist zudem SPIN® Video-Home-Trainerin und in der entwicklungspsychologischen Beratung tätig.

So erreichen Sie uns

Frühberatungsstelle Süd
Niedersachsendamm 20a
28201 Bremen

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Ulrike Glingener, Astrid Schwarz, Hildegard Wältermann, Fethiye Töngel, Petra Hock, Ruby Ebel

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