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Kleinkind spielt
Brauchen alle Kinder Förderung?

Wie Kinder lernen

Alle Eltern möchten, dass sich ihr Kind gut entwickelt. Doch was ist dafür nötig? Die beste Förderung ist zunächst, sich verlässlich um das Baby kümmern. Neben seinen Bedürfnissen nach Essen, Trinken, Schlaf braucht es Körperkontakt und Ansprache. Das Menschenkind lernt am besten, wenn es sich wohl fühlt, geliebt und anerkannt wird. Durch den Körper- und Hautkontakt werden die Sinne des Babys stimuliert und es bekommt Rückmeldung über sich selbst durch Bestätigung, Ermutigung, Beruhigung. Das ist das Wichtigste!

Ein paar Beispiele aus der Forschung

Es gab grässliche Versuche mit Babys von Primaten (Menschenaffen), die an einem nackten Gestell Nahrung fanden, aber zu einem Fellgestell gingen, wenn sie Trost brauchten oder schlafen wollten. Affenbabys, die solch eine Fell-Mama nicht hatten, starben trotz Nahrung.
Als vor ca. 30 Jahren bekannt wurde, wie es in manchen rumänischen Kinderheimen zugegangen war, hörten wir von den Kindern, die ohne persönlichen Kontakt und Ansprache aufwuchsen und geistig zurück blieben, nicht sprechen lernten. Einige Kinder konnten es unter besseren Bedingungen aufholen, aber nur wenn sie jung genug waren (unter 2 Jahren). Denn unter Angst und Einsamkeit ist das Lernen blockiert, es bilden sich keine neuen Nervenverbindungen und das Gehirn verkümmert. Wir sind geboren, uns zu binden. Wir lernen durch Nachahmung und Vorbild und am besten, wenn wir uns sicher fühlen und Freude haben.

Kinder Neues ausprobieren lassen

Die Anregungen der Erwachsenen müssen natürlich mitwachsen mit dem Entwicklungsstand des Kindes. Förderung bedeutet vor allem Gelegenheiten schaffen, dass das Kind etwas Neues ausprobieren kann und die eigenen Fähigkeiten entdeckt. Es immer wieder hinzusetzen, wenn das Kind es noch nicht von allein tut, wird den Prozess des Lernens kaum beschleunigen. Dazu ist Gelegenheit nötig, sich (selbst-!) aus dem 4-Füßer-Stand um eine Hüfte auf den Po zu drehen oder aus der Gartenzwerghaltung allmählich ins Sitzen hochzustemmen. Förderlich wäre es, Ansporn zu geben, z.B. sich über Mamas Bein hinweg zu dem tollen Ball abzustoßen oder von Papas Knien aus  in Omas erwartungsvolle Arme zu laufen ohne Festhalten. Es bedeutet, dem Kind etwas zutrauen, was es noch nicht selbstverständlich von sich aus tut, und dann für die Anstrengung zu loben. Erlauben Sie dem Kind auch, verschiedene (ungefährliche) Dinge und Materialien in die Hände (bzw. bei den Kleinen dann in den Mund) zu nehmen, das macht schlau!! Begreifen kommt von Greifen!

Wir können natürlich Kindern auch etwas zeigen, manches werden sie versuchen nachzuahmen, auch ohne extra Aufforderung. Und sie möchten sowieso die Dinge erkunden, die wir benutzen. Aber für wirklichen Lerneffekt braucht es auch Fehler. Es wird alles Mögliche ausprobieren, wenn Sie sich zurückhalten und ermuntern, statt zeigen, wie es geht. So kann es eigene kreative Lösungen finden.

Sollten Eltern spezielle Kurse besuchen?

Im Austausch mit anderen Eltern ist vieles leichter und schöner. Und Eltern, die Fragen haben oder nicht so gerne mit dem Kind viel allein sind, finden in Kursen und Gruppen für sich kompetente Anleitung und Ideen. Zum Beispiel beim PEKIP, ELBA, Delphi oder einfach in Eltern-Treffs, beim Turnen, Babyschwimmen, Babymassage oder Musikgarten. Hauptsache, es macht Ihnen Spaß! Dann ist es für die Kinder förderlich!

Tipps und Tricks von unserer Expertin

Ulrike Glingener,

Ulrike Glingener ist Dipl.-Sozialpädagogin in der Frühberatungsstelle Süd des SOS-Kinderdorf Bremen und ist dort seit über 20 Jahren beschäftigt.

Sie hat Erfahrungen in der Erziehungsberatung und Familienhilfe, im Familienkrisendienst, als PEKIP®-Gruppenleiterin für Eltern-Baby/Kind-Gruppen. Ulrike Glingener ist zudem SPIN® Video-Home-Trainerin und in der entwicklungspsychologischen Beratung tätig.

So erreichen Sie uns

Frühberatungsstelle Süd
Niedersachsendamm 20a
28201 Bremen

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Ulrike Glingener, Astrid Schwarz, Hildegard Wältermann, Fethiye Töngel, Petra Hock, Ruby Ebel

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