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Aktuelles

Damit Geschwister zusammen bleiben können

12. November 2019

SOS-Kinderdorf Bremen eröffnet Inobhutnahmestelle für Geschwisterkinder und sucht dafür Fachkräfte

Alle 13 Minuten muss ein Kind in Deutschland zu seinem Schutz aus der eigenen Familie genommen werden. Das SOS-Kinderdorf Bremen macht es sich zur Aufgabe, Geschwistern auch in der vorübergehenden Phase der Inobhutnahme eine gemeinsame Unterbringung zu ermöglichen und eröffnet im April 2020 das SOS-Geschwisterhaus Bremen. Fachkräfte werden ab sofort gesucht. 

Geschwisterkinder beim Zähneputzen

Geschwisterkinder beim Zähneputzen

Zu wenig Zuwendung, mangelnde Hygiene, Unterernährung oder komplett auf sich allein gestellt sein – Vernachlässigung von Kindern hat viele Facetten und ist eine Form von Kindeswohlgefährdung. 2018 haben Jugendamtsmitarbeiter über 40.000 Kinder in Deutschland in Obhut genommen.* Sind größere Geschwistergruppen betroffen, werden die Kinder häufig getrennt voneinander untergebracht. Um diesen Kindern in der vorübergehenden Phase der Inobhutnahme eine gemeinsame Unterbringung zu ermöglichen und den Geschwisterbund in der Betreuungsarbeit aufrechtzuerhalten, eröffnet das SOS-Kinderdorf Bremen im April 2020 das SOS-Geschwisterhaus Bremen: Eine Inobhutnahmestelle, die mittels eines überschaubaren Rahmens mit nur zehn Plätzen und einer flexibel nutzbaren Gebäudestruktur die gemeinsame Versorgung von Brüdern und Schwestern in den Mittelpunkt stellt. 

Einrichtungsleitund Dr. Lars Becker

Im SOS-Geschwisterhaus werden die Kinder, die zwischen einem halben Jahr und der Vollendung des 18. Lebensjahres alt sein können, an 7 Tagen in der Woche rund um die Uhr von Fachkräften betreut. Dafür sucht der Kinderdorfverein nun Menschen mit „Pioniergeist“. „Das SOS-Geschwisterhaus ist die erste Inobhutnahmestelle für SOS. Wir suchen daher Menschen, die Lust haben dieses neue Hilfsangebot mit uns aufzubauen und Geschwisterkindern in dieser absoluten Ausnahmesituation zur Seite stehen“, erklärt der
Leiter des SOS-Kinderdorfes Dr. Lars Becker. 

Gut zu wissen

*1995 gab es noch 23.432 Inobhutnahmen wegen Kindeswohlgefährdungen oder auf Bitte der Kinder, 2018 bereits 40.389. Hiervon ausgenommen sind 12.201 Fälle nach unbegleiteter Einreise i.e. Aufnahmen minderjähriger Flüchtlinge. (Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe: Vorläufige Schutzmaßnahmen, 2017, Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018

Neben pädagogischen Fachkräften werden auch Kinderkrankenschwestern/pfleger gesucht: