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Aktuelles

Liebevolle Seniorenbetreuung per Post

16. April 2020

Eine schöne Aktion: Briefe gegen die Einsamkeit

Eine schöne Aktion: Briefe gegen die Einsamkeit

Die Rentner*innen aus den Sport-, Handarbeits- und Gedächtnisgruppen,  aus dem Forum „Literatur & Kultur“ sowie vom Evergreen-Sonntagssingen im SOS-Kinderdorf Berlin verlassen ihr Zuhause nun schon seit  vier 4 Wochen nur noch, um einkaufen zu gehen oder Kurzspaziergänge zu unternehmen. Die meisten von ihnen leben ohne Partner und fühlen sich alleine.

Einigen fällt die Decke auf den Kopf und würden gerne ihre Enkel wiedersehen. Andere fühlen sich pudelwohl und genießen das stillere und ruhigere leben. Der Kontakt zum Partner intensiviert sich und man lebt nicht mehr nebeneinander sondern miteinander. Frühere gern ausgeführte Hobbys wie Kochen, Handarbeiten kommen wieder zum Vorschein und werden mit Spaß und Freude wiederentdeckt. O-Ton von Brigitte: „Beate, du glaubst es nicht, an Ostern habe ich wieder gekocht. Gulasch gab es für mich und meinem Partner“.

Aufmunterungen per Post

Das Virus nehmen alle ernst und dennoch: Einsperren lassen wollen sie sich nicht. Sie haben Respekt, aber keiner hat Angst. Es sind eher die Angehörigen, die sich sorgen und Angst um Oma und Opa haben. Aufmunterungen in ihrem Tag bekommen sie auch von SOS-Kinderdorf Berlin. Festangestellte und Ehrenamtliche schreiben aufmunternde Postkarten und versenden Briefe mit verschiedenen Angeboten, die ihren Tag erheitern sollen. Bestückt mit Rätseln, Sportübungsideen mit Luftballons (die ebenfalls mitgeschickt wurden), Gedichten, Mandalas, Sudoku und Geschichten versuchen wir, den Kontakt zu halten und sogar zu intensivieren.

Die positiven Rückmeldungen auf dieses Angebot sprechen für sich. Sie sind sehr gerührt und freuen sich schon auf die nächste Postzusendung von uns.  Innerhalb der, manchmal mehrstündigen, Telefonate mit den Senioren*innen öffnen sie sich und ich erfahre viele schöne und ergreifende Lebensgeschichten.

Die Briefe wurden mit Tipps und Anregungen gefüllt

Die Briefe wurden mit Tipps und Anregungen gefüllt

Ein herzliches Dankeschön von allen, soll ich unserer Ehrenamtlichen Steffi übermitteln.
Sie nähte, mit unermüdlichem Einsatz, bereits 50 Atemschutzmasken für die Senioren*innen, weitere 40 werden noch gebraucht.  Aus diesem Anlass, hat Gisela (80) sofort ihren Wäscheschrank geplündert und ihre noch neuen Bettlaken für Steffi herausgesucht. „In dieser Zeit müssen wir uns doch unterstützen, ich habe die Laken und Steffi kann nähen. Das ist doch hervorragend.“
All die diese kleinen Aktionen und Begegnungen bringen uns in einen noch engeren Kontakt und wir werden uns nach Corona auf einer ganz anderen menschlichen Ebene wieder begegnen.

Postkarten aus der Kita

Die Kollegen*innen aus der Kita beteiligen sich ebenfalls an dem Projekt. Die Kinder aus der Notbetreuung bemalen Postkarten und senden sie den Senioren*innen zu. Ich wünsche mir sehr, dass daraus vielleicht sogar ein ständiges Angebot entsteht. Gemeinsam begegnen sich Jung und Alt, beim Sporteln, Singen, Basteln etc.