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Aktuelles

Kultur der Achtsamkeit und des Hinsehens

29. November 2021

Kindern und Jugendlichen Schutz zu gewähren – das ist der Kern von  SOS-Kinderdorf. Diese Aufgabe wurde uns bereits bei der Gründung unserer Organisation in die DNA geschrieben. In allen Einrichtungen des SOS-Kinderdorfvereins in Deutschland, so auch in Berlin, werden Kinder und Jugendliche betreut, für deren Schutz wir in besonderem Maße verantwortlich sind. Dabei bezieht sich der Kinderschutz natürlich nicht nur auf die Kinder in den SOS-Kinderdorffamilien, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihrer ursprünglichen Familie leben können, sondern auf alle anderen betreuten Kinder und Jugendlichen - angefangen bei der Kita, in der Schule, im Familienzentrum ebenso wie später in der Berufsorientierung und Ausbildung. Ihnen allen gewähren wir besonderen Schutz, damit es ihnen bei uns gut geht.

Kindern Gehör verschaffen

Kinderschutz bedeutet, den Kindern Gehör zu verschaffen. Im Alltag der Kinderdorffamilien und -wohngruppen im SOS-Kinderdorf Berlin wird das z.B. mit den regelmäßigen KidsTeams umgesetzt. Einmal im Monat treffen sich alle betreuten Kinder der einzelnen Familien /WGs mit mindestens einem/einer Mitarbeiter*in und sie besprechen alle Themen, die die Gruppe betreffen. Hier ist Platz für Wünsche, persönliche Anliegen oder auch Beschwerden. Hier können sich die Kinder darauf verlassen, dass ihnen nicht nur zugehört wird, sondern auch nach bestem Wissen Lösungen für ihre Anliegen gefunden werden.

Kinder stärken

Kinder zu schützen bedeutet aber auch, Kinder zu stärken. Nur wer seine eigenen Rechte kennt, hat auch die Chance, diese umzusetzen und für sie zu kämpfen. Ein Beispiel dafür aus der offenen Arbeit sind die Kinderrechte-Workshops im Familienzentrum in der Waldstraße, die seit 2019 von Marzia angeboten werden. Hier treffen sich insbesondere Kinder aus der Nachbarschaft im Alter von 5 bis 12 Jahren. „Mein Ziel ist es, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem Kinder an ihren Ängsten, Sorgen und Zweifeln arbeiten können. Sie haben hier die Möglichkeit, ihre Gefühle mit kreativen Mitteln auszudrücken und sich dadurch leichter zu fühlen“, sagt Marzia. „Mein Auftrag ist es, ihnen zu helfen, an unserer Gesellschaft teilzunehmen und ihnen eine Stimme zu geben.“

Verhaltenskodex im SOS-Kinderdorf

Und schließlich bedeutet Kinderschutz, immer wieder die eigenen formulierten Schutzkonzepte anzusehen, zu hinterfragen und mit Leben zu füllen. Ein wichtiger Teil davon ist im SOS-Kinderdorf Berlin der Verhaltenskodex zu dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Unterschrift bekennen. Sie stehen damit dafür ein, dass eine Kultur der Offenheit und eine Kultur auf Augenhöhe gelebt wird. Ziel ist es, zu allen Zeiten und ohne Kompromisse „ eine Kultur zu etablieren bzw. zu stärken, in der sich jeder traut mit jedem zu reden“, wie es Carolin Dümer, Regionalleiterin der Region Nord-Ost, formuliert hat. Dafür setzen wir uns täglich ein.