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Eltern auf Tour

22. November 2018

Am 18.10. führte das Netzwerk Regionale Ausbildungsverbünde die Veranstaltung „Eltern auf Tour – Unternehmen laden ein“ durch. Berlinweit wurden sechs Bustouren durchgeführt, bei denen Eltern die Möglichkeit hatten, jeweils zwei namhafte Berliner Unternehmen zu besuchen und sich über Ausbildungsmöglichkeiten für ihre Kinder sowie Bewerbungsverfahren zu informieren. 

Patricia Schmihing vom SOS-Kinderdorf Berlin begleitete die "Elterrn auf Tour".

Patricia Schmihing vom SOS-Kinderdorf Berlin begleitete die "Elterrn auf Tour".

Die Koordinator*innen der Regionalen Ausbildungsverbünde Spandau und Reinickendorf organisierten und begleiteten die Tour, die in die beiden Berliner Bezirke im Westen und Norden führte. Treffpunkt und erstes Ziel war eines der weltweit renommiertesten Industrieunternehmen, die Siemens AG. Nach einer Begrüßung der etwa 25 Teilnehmer*innen durch den Spandauer Stadtrat für Bürgerdienste, Ordnung und Jugend, Stephan Machulik, der die Bedeutung der Eltern für den Berufswahlprozess ihre Kinder betonte, übernahm Jörg Matern von der Siemens AG das Wort. 

Gewusst? 17 Ausbildungsberufe gibt es bei Siemens

Für 17 Berufe vom Anlagemechaniker (m/w) über den Koch (m/w) bis zum Zerspanungsmechaniker sucht Siemens jedes Jahr etwa 200 Auszubildende. Wie mittlerweile bei  fast allen großen Unternehmen gilt es, sich über ein Onlineverfahren zu bewerben. Einen wichtigen Tipp dazu hatte Jörg Matern für die Eltern: „Bloß nicht zu spät bewerben! Schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn im September ist die richtige Zeit für eine Bewerbung , denn der Auswahlprozess beginnt früh.“ Einen besonderen Aufruf sendete der Siemens-Vertreter noch an die Eltern junger Frauen und Mädchen, denn diese sind eine besonders wichtige Zielgruppe für das Unternehmen im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Gerade in den technischen Berufen wünscht man sich mehr weibliche Auszubildende. Diese sollen auch mit Hilfe einer neuen Kampagne, die kürzlich unter dem Titel MINTfluencer gestartet wurde, für das Unternehmen gewonnen werden. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und wurde mit dem der Generation YouTube wohlbekannten Begriff der Influencer zusammengeführt. 

Der 3D-Drucker begeisterte besonders

Nach einem Rundgang durch die Ausbildungsräume, wo besonders die 3D-Drucker zu beeindrucken wussten, machten sich die Eltern auf den Weg nach Reinickendorf, wo nach 20-minütiger Fahrt in der dm-Filiale in den Hallen Am Borsigturm ein besonderes Programm auf die Eltern wartete. Denn hier war Mitmachen angesagt. 
In fünf Gruppen aufgeteilt, absolvierten die Tourteilnehmer*innen ebenso viele Stationen, die den Eltern Ausbildung, Kompetenzen und Fachwissen von Drogist*innen näher brachten. 

Jörg Mattern erklärt den 3D-Drucker

Jörg Mattern erklärt den 3D-Drucker

So hieß es etwa, seine offene, kommunikative Art zu zeigen und den Kund*innen der Filiale die neuesten Säfte im Sortiment zum Probieren anzubieten. Besonders anschaulich war auch die „Kassenbon-Challenge“. An dieser Station waren die Eltern aufgefordert, in möglichst kurzer Zeit drei Produkte im Sortiment zu finden, denn als dm-Auszubildende*r gilt es schnell auf die Frage „Wo bitte finde ich denn…?“ reagieren zu können. Hier waren regelmäßige dm-Kund*innen klar im Vorteil. Beim „Kräuterraten“ erfuhren die Eltern, dass das Wissen über Pflanzen und ihre heilende Wirkung ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist. Denn nur mit diesem Fachwissen können die Mitarbeiter*innen in den Filialen ihre Kund*innen zielführend beraten. Der Besuch in der Filiale des Drogerieunternehmens bot den Eltern neben den Mitmachaktionen Raum für individuelle Gespräch mit Mitarbeiter*innen, die selbst bei dm gelernt haben und so aus dem Ausbildungsalltag berichten konnten. Nach eineinhalb Stunden, begaben sich die Eltern zurück in den wartenden Bus. 

Auf der kurzen Rückfahrt zum Ausgangspunkt informierte die Mitarbeiterin der Jugendberufsagentur (JBA) Reinickendorf, Frau Ndjiki-Nya, über die Beratungs-und Unterstützungsangebote der JBAs, die unter ihrem Dach Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Angebote des Jobcenters, des Jugendamtes und der beruflichen Schulen, zusammenfassen. Auch der Austausch mit den Vertreter*innen beider RAVs über deren Angebote war nochmal möglich und es gingen bereits erste Rückmeldungen zur Tour ein: „Ein gelungenes Event, mit vielen nützlichen Informationen für Eltern, deren Kinder bald in die Ausbildung gehen“, sagte ein Vater und ein Elternpaar war sich einig, dass „auf der Tour viele wichtige Informationen geboten wurden, die uns helfen werden, unsere Tochter bei der Berufswahl zu unterstützen.“