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Aktuelles

​​​​​​​Corona-Karten: Analoge Überraschung für Schüler*innen

18. Mai 2020

Ahmed freut sich über die Kontaktaufnahme

Ahmed freut sich über die Kontaktaufnahme

Während der coronabedingten Schulschließungen sind bzw. waren alle Schüler*innen auf eine Art schuldistanziert – nämlich physisch. Für all jene, für die Schule schon vorher negativ besetzt war, schien es noch leichter, sich den (fast ausschließlich) digitalen Angeboten zu entziehen. Im Netz kann man sich eben leichter verstecken als in einem Klassenraum. Es fehlte der tägliche, persönliche Kontakt.  An der Kooperationsschule des SOS-Kinderdorf Berlin, der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule  (THG) entstand so die Idee, Postkarten an Schüler*innen zu senden, die per E-Mail oder Handy nur schwierig zu erreichen sind.

Wichtigstes Ziel: Kontakt halten

Das wichtigste Ziel war es, Kontakt zu halten und Präsenz zu zeigen, auch wenn man sich nicht täglich in der Schule begegnen konnte. Wenn man Ahmed nicht mehr im Treppenhaus beiläufig fragen kann, wie es ihm geht und wenn man nicht im Vorbeigehen sehen kann, ob Adelisa es heute in den Matheunterricht geschafft hat. Die Postkarten signalisierten den Schüler*innen: Wir sind auch in Krisenzeiten für dich da! Sie waren ein ganz persönlicher Gruß und neben all den digitalen Kommunikationsformen – wie Onlinemeetings oder Klassenchats – auch eine ungewohnte Überraschung.

Corona-Karten: Eine tolle Aktion, um mit den Schülern Kontakt zu halten

Corona-Karten: Eine tolle Aktion, um mit den Schülern Kontakt zu halten

Mit den Postkarten konnte zu vielen Schüler*innen Kontakt hergestellt werden, die seit der Schulschließung nicht mehr erreichbar waren. Da auf den Karten auch die Diensthandynummer der Sozialpädagogin Anne Luther vermerkt war, konnten die Jugendlichen sich zurückmelden, was die meisten auch getan haben. Alle äußerten Freude und zum Teil auch Überraschung über die analoge Kontaktaufnahme. Fünf Schüler*innen erkundigten sich sogar nach der Adresse, um eine Antwortkarte zu senden. In der anknüpfenden Kommunikation über Telefon und Mails konnten viele Fragen geklärt werden. Auch der Kontakt zu den Klassenleitungen konnte weitestgehend (wieder) hergestellt werden. In mehr als der Hälfte der Fälle gelang es auf diese Weise, bestehende Probleme mit den digitalen Lernangeboten zu beheben.

Anne Luther fährt den Kindern die Corona-Karten vorbei

Anne Luther fährt den Kindern die Corona-Karten vorbei