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Aktuelles

Besuch im Humboldt-Forum

9. Juli 2021

Große Premiere!

Das Humboldt-Forum im wieder erbauten Berliner Schloss hat seine Sammlungen noch nicht eröffnet, da durfte es eine Gruppe aus dem SOS-Kinderdorf Berlin schon einmal ausgiebig kennenlernen. Insgesamt 10 Teilnehmerinnen waren eingeladen, um mit ihrem Beitrag selbst ein Teil der Ausstellungen im Humboldt-Forum zu werden. Für einen zweiteiligen Workshop, den sogenannten Objekt-Salon, konnten die Teilnehmerinnen je einen Gegenstand mitbringen, mit dem sie eine persönliche Geschichte verbinden. Das konnte ein kleines Schmuckstück sein, eine ganz profane Suppenkelle oder auch ein fein gestrickter Kinderstrumpf. Im ersten Workshopteil erzählten sich die Frauen ihre Geschichten gegenseitig und es war erstaunlich, wie schnell sich durch diese Erzählungen Nähe und Empathie aufbaute. Ebenso erstaunlich: Alle Geschichten handelten – in unterschiedlichen Facetten und Ausprägungen - von (verlorener) Heimat und den engsten Familienmitgliedern, von Vätern, Schwestern, Müttern.

Wann ist ein Gegenstand wertvoll?

Alle Gegenstände werden nun, verbunden mit den transkribierten Erzählungen in einem großen Regal im Humboldt-Forum ausgestellt. Auf diesem Weg werden die individuellen Geschichten der Menschen, die in Berlin leben, ins Museum und so in einen übergreifenden Kontext gebracht. Wann ist ein Gegenstand wertvoll? Wenn er aus Gold und Silber ist? Oder wenn er einen ganz besonderen Bezug zum eigenen Leben hat? Diese und viele andere Fragen wurden vor allem im zweiten Teil des Objekt-Salons besprochen, als die Frauen den Schlosskeller besuchen durften. Hier wurden die Sedimente der Stadt freigelegt und bewahrt: Steine eines Klosters aus dem Mittelalter, Gründungsmauern des ehemaligen Schlosses. Dazwischen Gegenstände, die auch die Geschichte Berlins erzählen und mit der eigenen Geschichte in einen Zusammenhang gebracht werden konnten. 

Vielen Dank an Barbara Lenz, Kuratorin für Bildung und Vermittlung in der Stiftung Humboldt Forum sowie den Kulturvermittler*innen Amina Avdovic und Oliver Glatz.


Der Besuch in Bildern