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Wohngruppe
Unsere Highlights

Flüchtlingsarbeit trägt Früchte

Sehr geehrte Freunde, Förderer und Partner von SOS-Kinderdorf Augsburg,

so groß die Sehnsucht nach der schnellen Rückkehr zur Normalität auch ist, so vorsichtig müssen wir weiterhin sein. Jüngst haben sich zwei Jugendliche aus unseren Wohngemeinschaften mit Corona angesteckt.

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Sonja Schöpf, Einrichtungsleitung KD Augsburg

Umso mehr freuen wir uns über kleine Erleichterungen. Im Familienzentrum dürfen wir wieder Besucher empfangen, wenn auch in begrenzter Zahl. In den Sommerferien legen wir ein Ferienprogramm auf. So bieten wir in der zweiten Augustwoche eine Kinderbetreuung an – für Eltern eine enorme Erleichterung.

Und nicht nur das: Der Second-Hand-Laden Mini Klamotti hat wieder geöffnet. Die frühkindliche musikalische Erziehung findet auf der grünen Wiese statt.
Auch die Krabbelgruppe und der Mittagstisch sind wieder angelaufen. Es ist schön, zu sehen, wie sich Besucher, ehrenamtlich Tätige und Mitarbeitende gleichermaßen über die jetzt wieder möglichen Kontakte freuen.

Wir merken dabei deutlich: Corona hat Spuren hinterlassen. Für Familien, die wir schon vor der Pandemie im Auftrag des Jugendamtes begleitet und unterstützt haben, stellt sich die Lage oft besonders schwierig dar. Hier sind wir, insbesondere die ambulanten Hilfen, weiterhin stark gefordert. Vieles, was wir für Familien oder junge Mutter leisten, geht über den eigentlichen Auftrag des Jugendamtes hinaus. Umso erfreulicher, dass uns viele Spender bei dieser großen Herausforderung unterstützen.


Ihre
Sonja Schöpf

30. November 2018

Seit zehn Jahren betreut SOS-Kinderdorf in Augsburg junge Flüchtlinge. Angelika Christl, Bereichsleitung Hochfeld, hat in dieser Zeit viel erlebt: Flüchtlinge, die weder schreiben noch lesen konnten; die sich beim ersten Anblick von Schnee in ihrem Leben vor Schreck nicht aus der Wohnung trauten; vom Krieg und von der Flucht traumatisierte Jugendliche, die wieder lernen mussten, anderen zu vertrauen.

Drei Mitarbeiter kümmern sich bei SOS um die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF). „Obwohl die jungen Männer zumeist aus patriarchalischen Gesellschaften stammen, gab es nie Probleme mit den Mitarbeiterinnen.“ Angelika Christl ist immer wieder überrascht ist, wie schnell sich die jungen Männer, die ja aus ganz anderen Kulturen stammen, zurechtfinden. „Sie sind sehr dankbar, da kommt viel zurück.“ Es mache Spaß, mit ihnen zu arbeiten, ihre Entwicklung zu fördern.

Die Arbeit trägt Früchte: Mit der Betreuung, die derzeit für maximal eineinhalb Jahre vom Jugendamt bewilligt wird, kommen die Flüchtlinge dem Ziel, auf eigenen Füßen zu stehen, in aller Regel einen großen Schritt näher. Angelika Christl: „Die meisten verlassen uns als Steuerzahler.“ Auch nicht das schlechteste Zeichen für gelungene Integration.

Angelika Christl, hier zusammen mit dem pädagogischen Mitarbeiter Andreas Knopp

Angelika Christl, hier zusammen mit dem pädagogischen Mitarbeiter Andreas Knopp, kümmert sich seit zehn Jahren um Flüchtlinge.

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