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Wohngruppe
Unsere Highlights

Flüchtlingsarbeit trägt Früchte

Sehr geehrte Freunde, Förderer und Partner von SOS-Kinderdorf Augsburg,

der Fachkräftemangel macht auch uns zu schaffen. So mussten wir bei der vollstationären Mutter-Kind-Betreuung (MuKi) zwischenzeitlich einen Aufnahmestopp verhängen. Das fiel uns nicht leicht. Aber die Rund-um-die-Uhr-Betreuung von sechs jungen Müttern in ihren Apartments im Hochfeld war personell einfach nicht mehr zu stemmen.

Umso mehr freut es uns, dass zum 1. September auch in diesem Bereich wieder alle Stellen besetzt sind. Der Bedarf bei MuKi ist groß. So werden wir in Kürze eine 15-Jährige aufnehmen, die im November Mutter wird. Die Klientinnen werden aber nicht nur tendenziell jünger, sie weisen auch zunehmend vielschichtigere Probleme und schwierige familiäre Verhältnisse auf. Die Anforderungen an unsere Fachkräfte haben sich dementsprechend stark erhöht. Da ist der Schichtdienst rund um die Uhr noch das geringste Einstellungshemmnis.

Ich bin wirklich froh, dass wir nun auch bei MuKi wieder voll durchstarten können. Denn gerade in schwierigen Zeiten sind wir als Anlaufstelle wichtiger denn je. Das merken wir jeden Tag. Corona, Inflation, Krieg oder eine ungewollte Schwangerschaft bringen Familien in die Bredouille, mitunter sogar in existenzielle Not. Ihnen wollen wir nach Kräften beistehen. Vielen Dank, dass Sie uns dabei unterstützen.

Ihr

Dietmar Kraft

30. November 2018

Seit zehn Jahren betreut SOS-Kinderdorf in Augsburg junge Flüchtlinge. Angelika Christl, Bereichsleitung Hochfeld, hat in dieser Zeit viel erlebt: Flüchtlinge, die weder schreiben noch lesen konnten; die sich beim ersten Anblick von Schnee in ihrem Leben vor Schreck nicht aus der Wohnung trauten; vom Krieg und von der Flucht traumatisierte Jugendliche, die wieder lernen mussten, anderen zu vertrauen.

Drei Mitarbeiter kümmern sich bei SOS um die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF). „Obwohl die jungen Männer zumeist aus patriarchalischen Gesellschaften stammen, gab es nie Probleme mit den Mitarbeiterinnen.“ Angelika Christl ist immer wieder überrascht ist, wie schnell sich die jungen Männer, die ja aus ganz anderen Kulturen stammen, zurechtfinden. „Sie sind sehr dankbar, da kommt viel zurück.“ Es mache Spaß, mit ihnen zu arbeiten, ihre Entwicklung zu fördern.

Die Arbeit trägt Früchte: Mit der Betreuung, die derzeit für maximal eineinhalb Jahre vom Jugendamt bewilligt wird, kommen die Flüchtlinge dem Ziel, auf eigenen Füßen zu stehen, in aller Regel einen großen Schritt näher. Angelika Christl: „Die meisten verlassen uns als Steuerzahler.“ Auch nicht das schlechteste Zeichen für gelungene Integration.

Angelika Christl, hier zusammen mit dem pädagogischen Mitarbeiter Andreas Knopp

Angelika Christl, hier zusammen mit dem pädagogischen Mitarbeiter Andreas Knopp, kümmert sich seit zehn Jahren um Flüchtlinge.

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