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Wohngruppe
Unsere Highlights

Unser Newsletter im April

Sehr geehrte Freunde und Förderer von SOS-Kinderdorf Augsburg,

auch unser derzeitiger Alltag lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Corona. Da geht es uns vermutlich nicht anders als Ihnen. Zum Glück haben wir frühzeitig Vorkehrungen getroffen – zum Schutze der Mitarbeitenden, Klienten und Besucher. Deshalb waren wir auf die Beschränkungen im Zuge der Pandemie gut vorbereitet.

Die gute Nachricht: Wir haben uns mit der Lage bestmöglich arrangiert. Unser Familienzentrum im Hochfeld hatten wir schon vor den staatlichen Restriktionen geschlossen, es bleibt aber telefonisch erreichbar. Schneewittchen berät bei Essstörungen nun zumindest weiter online.

Unsere ambulante Familienhilfe führen wir in dringenden Fällen sogar unverändert durch, suchen Familien auf und unterstützen sie vor Ort. Auch in unseren Wohngruppen, in denen Heranwachsende betreut werden, haben wir uns mit der neuen Realität gut zurechtgefunden.

Für viele Menschen sind wir gerade jetzt eine unverzichtbare Stütze. Sie wollen wir trotz der Ansteckungsgefahr nicht enttäuschen. Wir helfen auch in dieser Zeit, wo und wie wir nur können. Wir sind Familie: Unser Motto gilt auch in schwierigen Zeiten.

Sonja Schöpf
Einrichtungsleitung


Marcel: "Ich habe SOS viel zu verdanken"

Marcel mit Betreuerin am Tisch

Das Team um Priska Abstreiter hat sich drei Jahre um Marcel gekümmert, der nun auszieht.

Drei Jahre lebte Marcel bei SOS-Kinderdorf. Nun heißt es Abschied nehmen, die staatliche Jugendhilfeförderung endet. „Der Abschied fällt mir schwer. Ich habe hier viel Unterstützung erfahren,“ sagt Marcel, der auf eine schwierige Kindheit zurückblickt.

Bei seiner Mutter konnte er nicht bleiben. So kam er zunächst in ein Heim, dann in eine Pflegefamilie und schließlich in eine Wohngruppe zu SOS-Kinderdorf. Zuletzt hatte er im Betreuten Jugendwohnen in der Augsburger Innenstadt eine eigene kleine Wohnung.

Die Betreuer von SOS wie die Sozialpädagogin Priska Abstreiter standen ihm stets zur Seite, auch während der Ausbildung zum Bäckereifachverkäufer. „Ohne deren Unterstützung hätte ich die Prüfung nicht bestanden.“

Marcel

Der Auszug bei SOS bedeutet für Marcel einen weiteren Schritt hin zur Verselbstständigung, schließlich will soll er auf eigenen Füßen stehen. „Gut, dass ich hier auch gelernt habe, besser mit Geld umzugehen. Ich habe SOS wirklich viel zu verdanken.“

10 Jahre Familienzentrum: Das wäre ein Grund zum Feiern ...

Vor zehn Jahren wurde das SOS-Familienzentrum im Augsburger Stadtteil Hochfeld eingeweiht. Das Jubiläum sollte am Freitag, 8. Mai groß gefeiert werden. Doch aufgrund der Corona-Krise musste die Veranstaltung abgesagt werden (der neue Termin steht noch nicht fest).

Es gäbe viel zu feiern. Das Familienzentrum hat sich über den Stadtteil hinaus als beliebter Treffpunkt etabliert. Das Kursprogramm, darunter Pekip, Musik- und Krabbelgruppen, ist gefragt. Im Schnitt kommen an die 300 Gäste pro Woche (rund 15.000 im Jahr). Für viele ist das Familienzentrum in der Von-Parseval-Straße 23 ihr zweites Wohnzimmer.
 

Angelika Christl

Angelika Christl leitet seit zehn Jahren das Familienzentrum im Hochfeld.

„Die Enttäuschung war groß, als wir wegen des Corona-Virus’ schließen mussten“, berichtet Angelika Christl, Bereichsleiterin Hochfeld. Sie leitet das Familienzentrum von Anfang an und hat auch das jährliche Sommer-Ferienprogramm mit aufgebaut, das über die Stadtgrenzen hinaus beliebt ist. Seit 2012 firmiert das Familienzentrum auch als Familienstützpunkt. Zehn Ehrenamtliche unterstützen regelmäßig das SOS-Personal.

Über dem Familienzentrum befindet sich der Bereich Mutter-Kind. Dort werden junge Frauen betreut, die Probleme mit ihrer neuen Aufgabe als Mutter haben. Die vielen Kinderwagen führen zu Platzproblemen. „Wir bräuchten dringend einen Carport als Abstellplatz“, nennt Angelika Christl. Um sich den Wunsch zum Jubiläum erfüllen zu können, werden Spender gesucht.

Bufdi gesucht

Erfahrungen sammeln, Kontakte knüpfen: Wer einen Bundesfreiwilligendienst leisten will, ist bei SOS-Kinderdorf herzlich willkommen. Die Stelle wird zum 1. September für ein Jahr in Vollzeit besetzt. Ideal wäre etwas handwerkliches Geschick, da der Bundesfreiwillige, auch kurz Bufdi genannt, den Hausmeister unterstützen wird. Daneben erhält man Einblick in die pädagogische Arbeit von SOS. Der Bundesfreiwilligendienst (freiwilliger Ersatz für die seit 2011 ausgesetzte Wehrpflicht und Zivildienst) richtet sich an junge Leute, die sich in der Orientierungsphase befinden. Interessenten melden sich bei:

SOS stellt sich vor: Jugendwohngemeinschaft

„Wie in einer Ersatzfamilie“

Jugendliche ab 13 Jahren, die nicht mehr in ihrem familiären Umfeld leben können, betreut SOS-Kinderdorf in einer von zwei Jugendwohngemeinschaften in einem Mehrparteienhaus in der Augsburger Innenstadt. Alle haben ein eigenes Zimmer, Jungs und Mädels getrennte Bäder und Toiletten.

Nahezu rund um die Uhr sind pädagogische Fachkräfte vor Ort, die dort auch übernachten. „Es ist wie in einer Ersatzfamilie“, sagt Erzieherin Susanne Hirnich. Dazu trägt auch eine Besonderheit bei: Bei SOS-Kinderdorf werden die Jugendwohngemeinschaften mit jeweils fünf Jungs und Mädchen bewusst klein gehalten, um den familiären Charakter zu fördern.
Die Gruppen sind bunt gemischt – von der Arzttochter bis zum Hartz-IV-Sohn. In den vergangenen Jahren kamen auch verstärkt Scheidungskinder, bei denen sich das Zusammenleben mit dem neuen Partner des Elternteils verkomplizierte.

Auch während der Zeit in der Jugendwohngemeinschaft liegt das Sorgerecht bei den Eltern. SOS hält ganz bewusst regelmäßig Kontakt zu ihnen und fördert die Wiederannäherung zwischen Eltern und Kind. „In 40 % der Fälle ziehen die Kinder nach der Zeit bei uns wieder zu ihren Eltern. Das ist der Idealfall“, sagt Susanne Hirnich. Ist dies nicht möglich, kümmert sich SOS, so es das Jugendamt beschließt, weiter um sie. Ab 16 Jahren kämen sie dann ins Betreute Jugendwohnen.
Ein Erfahrungsbericht von Marcel