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Wohngruppe
Unsere Highlights

Unser Newsletter im August

Sehr geehrte Freunde, Förderer und Partner von SOS-Kinderdorf Augsburg,

es ist ein mühsamer Weg zurück zu einer neuen Normalität in Zeiten von Corona – mit erfreulichen Lichtblicken: Im Familienzentrum haben bereits die ersten Kurse begonnen. Unser beliebtes Ferienprogramm wird stattfinden – zwar in abgespeckter Form, aber immerhin. Und in die Kinderkrippe Krümelkiste dürfen wieder täglich alle Kinder kommen.

Die Öffnungszeiten mussten eingeschränkt und das gemeinsame Frühstück gestrichen werden. Die beiden Gruppen in der Krümelkiste sind räumlich zu trennen. Der vergleichweise schon recht normale Kitabetrieb stellt für viele Eltern eine enorme Entlastung dar. Wie schwer Familien die Hochphase von Corona getroffen hat, zeigt sich interessanterweise erst jetzt nach der schrittweisen Öffnung.

Trotz der Ansteckungsgefahr absolvierten die Ambulanten Hilfen sogar mehr Hausbesuche als sonst. Corona hin oder her: Das Kindeswohl duldet nun mal keinen Aufschub. Dieser selbstlose Einsatz verdeutlicht Ihnen einmal mehr, wie ernst wir unseren Auftrag nehmen. Wir sind für Familien da, auch und erst recht in Krisenzeiten.

Denise Salzmann hat Freude am Ehrenamt

Vor zehn Jahren wurde das SOS-Familienzentrum im Augsburger Stadtteil Hochfeld eröffnet. Denise Salzmann, die ganz in der Nähe wohnt, schaute mit ihren Enkeln vorbei. Als die heute 73-Jährige las, dass ehrenamtliche Kräfte gesucht werden, hat sich Denise Salzmann umgehend gemeldet. Seit nunmehr neun Jahren hilft sie regelmäßig mit – länger alles alle anderen. „Es macht Spaß. Es ist einfach ein tolles Team“, erklärt Denise Salzmann ihr Engagement.

Im Second-Hand-Laden des Familienzentrums engagiert sich Denise Salzmann ehrenamtlich.

Im Second-Hand-Laden des Familienzentrums engagiert sich Denise Salzmann ehrenamtlich.

Im Second-Hand-Laden Mini Klamotti verkauft sie jeden Donnerstag Kinderspielsachen und Kleidung für den kleinen Geldbeutel. Zudem bereitet sie bei den Treffen russlanddeutscher Mütter im Familienzentrum das Frühstück zu. „Da kann ich zugleich meine Russischkenntnisse auffrischen“, sagte die gebürtige Pragerin.

Für SOS-Kinderdorf sind Ehrenamtliche eine große Hilfe: „Viele unserer Angebote wie den Mittagstisch oder den Second-Hand-Laden könnten wir ohne sie nicht stemmen“, sagte Angelika Christl, Bereichsleiterin Hochfeld bei SOS-Kinderdorf Augsburg, die ihr Ehrenamtsteam gerne vergrößern wurde. Interessiert? Anruf genügt: Tel. 0821/262890-12.

Willkommene Nachbarschaftshilfe

Corona bedeutet viele Einschränkungen, insbesondere für Senioren, die größte Risikogruppe. Deshalb war Christine Eicher sehr erfreut, dass während der Ausgangsbeschränkung Jugendliche aus der Betreuten Jugendwohngemeinschaft wie Nathalie (links) und Lukas für sie einkaufen gingen. Sie wohnen quasi Tür an Tür am Leonhardsberg in der Augsburger Innenstadt. Den leeren Korb mit dem Einkaufzettel stellte Christine Eicher vor die Tür und erhielt ihn voll zurück. Das ist Nachbarschaftshilfe.

Nachbarschaftshilfe zu Corona-Zeiten – eine tolle Aktion!

Nachbarschaftshilfe zu Corona-Zeiten – eine tolle Aktion!


SOS gratuliert Jubilaren

Kontinuität, Verlässlichkeit und Wertschätzung sind für eine Kinderhilfsorganisation extrem wichtig – im Umgang mit den Klienten, aber auch den Mitarbeitenden. Der schöne Nebeneffekt: geringe Fluktuation und langjährige Fachkräfte mit hoher Identifikation – so wie diese vier Jubilare. Herzlichen Glückwunsch.

  • Christina Santelia ist seit 25 Jahre für SOS tätig: anfangs im Innenbetreuen Wohnen (dort wohnte sie sogar), dann bei den Ambulanten Hilfen. Sie baute Schneewittchen, die Beratungsstelle für Essstörungen, mit auf, bei der sie seit 1999 arbeitet.
  • Auch Sandra Marmor-Ivenz arbeitet seit einem Vierteljahrhundert bei SOS: in der Jugendwohngemeinschaft, bei Schneewittchen, der Mädchen-WG und jetzt bei der Mutter-Kind-Betreuung. Das Wohl der jungen Mütter liegt ihr sehr am Herzen.
  • Christoph Borzel ist seit 20 Jahren bei den Ambulanten Hilfen tätig. Seine Schwerpunkte sind die Jungenarbeit und erlebnisorientierte Angebote wie z.B. Bogenschießen.
  • Elisabeth Dirr arbeitet seit 20 Jahren bei SOS-Kinderdorf Augsburg. Bevor sie zum Familienzentrum stieß, arbeitete sie in der Mädchen-WG, in der Jugendwohngemeinschaft, der Mutter-Kind-Betreuung, und kümmerte sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Danke


Corona: Familienhilfe besonders gefordert

Zu siebst auf 80 m2, dazu wirtschaftliche Sorgen und gesundheitliche Einschränkungen: Die Corona-Krise hat in vielen Familien den Alltag enorm erschwert. Und bei Familien, die schon vorher Probleme hatten, schnell mal das Fass zum Überlaufen gebracht. In diesen Fällen sind die Ambulanten Hilfen von SOS-Kinderdorf besonders gefordert.

Corona stellt viele Familien vor große Probleme. Sonja Cestonaro hilft ihnen, Probleme zu lösen.

Corona stellt viele Familien vor große Probleme. Sonja Cestonaro hilft ihnen, Probleme zu lösen.

Deshalb waren die Betreuer sogar rund um die Uhr erreichbar. Statt Homeoffice standen beim sechsköpfigen Team um Dietmar Kraft auch vermehrt Hausbesuche auf dem Programm.  „Wenn das Wohl von Kindern in Gefahr war, haben wir die Familien persönlich aufgesucht“, blickt Sonja Cestonaro auf die Hochphase der Pandemie zurück. Die notwendigen Schutzmaßnahmen machten diese Einsätze oft zu einem gesundheitlichen Grenzgang. Der Gefährdungsbereich, der keinen Aufschub duldet, reicht von häuslicher Gewalt bis zum sexuellen Missbrauch.

Für die Sozialpädagogin ging es zunächst darum, eine Alltagsstruktur zu schaffen: Wann wird gelernt? Wie schafft man eine Auszeit? Und wie kann man den Kindern, die ihren Spielkameraden und ihren Sport vermissen, Freude und Zuversicht vermitteln?

Dabei kannte der Aufgabenbereich keine Grenzen. Für Familien, die über keinen Drucker verfügten, druckte Sonja Cestonaro auch mal die Dokumente der Lehrer aus, damit das Homeschooling nicht an der fehlenden Computerausstattung der Eltern scheitert. Die Corona-Krise entpuppte sich als Brennglas: „Die Schere geht immer weiter auseinander.“

Der Stress dem Mütter, Väter und Kinder über lange Zeit ausgesetzt waren und der weitreichende Ausfall von Schule und Tagesbetreuung machten Wohl und Wehe  von Kindern oft unsichtbar, da diese Meldesysteme im Kinderschutz weitgehend ausgefallen sind. Wir sind besorgt und werden mit den Auswirkungen sicher noch viel zu tun haben.  Für die Ambulanten Hilfen herrscht weiterhin Hochsaison.