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Für Betreute gibt es eine zusätzliche Anlaufstelle

20. Dezember 2022

Einrichtungen der Jugendhilfe müssen ein Schutzkonzept vorweisen. SOS-Kinderdorf geht darüber noch hinaus. In jedem Kinderdorf wird zusätzlich die Stelle einer Fachkraft für Kinder- und Betreutenschutz geschaffen. Sonja Cestonaro, bislang schon in der ambulanten Familienhilfe tätig, übernimmt diese Stelle im Kinderdorf Augsburg.
Die Sozialpädagogin sieht sich als Vermittlerin, an die sich alle Personen wenden können, um die sich SOS ambulant oder stationär kümmert. Derzeit erstellt sie eine Risikoanalyse, überprüft die Beschwerdewege und befragt anonymisiert die rund 20 Betreuten.
Großen Wert legt sie dabei auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Selbstwirksamkeit. „Die betreuten Jugendlichen sollen merken, dass sie ernst genommen werden.“ Sie möchte ihren Fragen nachgehen und mit ihnen und für sie Antworten finden.
Dass sie bei Problemen auch mal Kollegen wird auf die Füße steigen müssen, bereitet Sonja Cestonaro, die seit 26 Jahren für SOS arbeitet, keine Sorgen: „Ich habe eine klare pädagogische Grundhaltung und die Mitarbeitenden kennen mich.“
Sie verfügt neben dem Studium auch über eine Ausbildung zur Mediatorin und zur Kinderschutzfachkraft. Cestonaro ist für mehrere Tagesstätten in Stadtbergen als Fachkraft für Kinderschutz tätig.