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Aktuelles

Internationaler Besuch im SOS-Kinderdorf 

11. März 2020

Vertreter des Management Councils von SOS-Kinderdorf International besuchten in der letzten Woche das SOS Kinderdorf in Dießen. Die vier Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus den Mitgliedsvereinen in Norwegen, Indonesien, Kolumbien und Estland waren nach Deutschland gereist, um an der Tagung des Gremiums teilzunehmen. 

Ein Programmpunkt ihrer Deutschlandreise war dabei, das Dießener SOS-Kinderdorf zu besichtigen. Begleitet wurden sie von Dr. Birgit Lambertz, der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführerin des deutschen SOS-Kinderdorf-Vereins, Dr. Kristin Teuber, Leiterin des Referats Praxisforschung und Fachöffentlichkeitsarbeit sowie Thoralf Müller, Referent für internationale Zusammenarbeit. Bei einer Führung durch das Dorf bewunderten die internationalen Gäste vor allem die Architektur der Häuser. Sie besichtigten den Kindergarten und besuchten ein Familienhaus, fanden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu SOS-Kinderdörfern in ihren Ländern und diskutierten zukünftige Entwicklungen. 

Richtlinien und Standards sind wichtig

Denn dies ist ihre Aufgabe: Das internationale Gremium prüft Richtlinien sowie Qualitätsstandards für die Durchführung der weltweiten Programme und berät den internationalen Senat als wichtigstes Entscheidungsgremium. Vorderstes Ziel von SOS-Kinderdorf International ist es dabei, Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen oder Gefahr laufen, nicht länger von ihren Eltern betreut zu werden, zu schützen, zu begleiten und zu unterstützen. In diesem Sinne sollen Spenden bestmöglich für diesen Zweck eingesetzt werden. 

Bei einem gemeinsamen Mittagessen erklärte Einrichtungsleiter Andreas Brommont, welche Einrichtungsteile zum SOS-Kinderdorf in Dießen gehören. Er berichtete über die Herausforderungen in den letzten Jahren, wie die Aufnahme zahlreicher unbegleiteter, minderjähriger Flüchtlinge. Auch waren Modernisierungen, Veränderungen von Gesetzeslagen und die Schwierigkeit, neue Kinderdorfmütter und -väter zu bekommen, ein Thema. Einige Gäste staunten nicht schlecht, dass eine Antwort darauf das Familienmodel ist, mit dem auch Paare mit Kindern diese Aufgabe übernehmen können. Je nach Land und Tradition gibt es nämlich unterschiedliche Modelle. So berichtet Angela Rosales von SOS-Kinderdorf in Kolumbien, dass bei ihnen auch Kinder in Kinderdorffamilien außerhalb der SOS-Kinderdörfer direkt in den Gemeinden bzw. Städten untergebracht werden. Im Anschluss an den Besuch in Dießen ging es für die internationalen Gäste weiter in eine städtische SOS-Kinderdorf-Einrichtung in München.


Internationaler Besuch im SOS-Kinderdorf Dießen

Internationaler Besuch im SOS-Kinderdorf Dießen (von links): Margus Oro (SOS-Kinderdorf Estland), Dr. Kristin Teuber (Leiterin des Referats Praxisforschung und Fachöffentlichkeitsarbeit in München), Andreas Brommont (Einrichtungsleiter SOS-Kinderdorf Dießen), Angela Rosales (SOS-Kinderdorf Kolumbien), Dr. Birgit Lambertz (stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf Deutschland), Bente Lier (SOS-Kinderdorf Norwegen), Gregor Hadi Nitihardjo (SOS-Kinderdorf Indonesien) sowie Thoralf Müller (Referent für internationale Zusammenarbeit München).
 

Text und Foto: Mareike Spielhofen